Günzl, Maria, geb. Franke Mitglied des Parteivorstandes der DSAP (Deutsche Sozialdemokratische Arbeiterpartei) in der Tschechoslowakei. Mitglied einer Widerstandsgruppe, Verhaftung 1938, Schutzhaft bis 1940 u.a. im KZ Ravensbrück. Erneute Schutzhaft 1945, Flucht beim Transport nach Theresienstadt. Nach 1945 Mitglied des Bayerischen Landtags. Werdegang in der SPD nach 1945 SPD ab 1946 3Parteisekretärin von 1946 bis 1950Frauensekretärin beim SPD-Unterbezirk München 01.11.1946-30.07.1947, Frauensekretärin beim SPD-Bezirk Südbayern 01.04.1948-31.12.1950Gemeinderätin in Planegg von 1948 bis 1960 7Mitglied des Kreistags Oberbayern für München-Land von 1948 bis 1954 3, 10Mitglied des Landtags (MdL) von 1950 bis 1962 3, 10Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Bayern von 1950 bis 19533. Vorsitzende des Landesausschusses der SPD Bayern ab 1954 3, 10 Verfolgung Verhaftung am 25.11.1938 10Schutzhaft vom 25.11.1938 bis 27.09.1940 4, 5, 10Gefängnis KarlsbadGefängnis EgerGefängnis Halle/SaaleGefängnis ZwickauGefängnis ChemnitzKZ LichtenburgKZ RavensbrückSie wurde am 27.09.1940 probeweise aus der Schutzhaft entlassen.Dienstverpflichtung vom 27.09.1940 bis 30.11.1944 5, 10Nach der Entlassung aus dem KZ Ravensbrück wurde Günzl zur Arbeit im Privathaushalt des Kommandanten des KZ Sachsenhausen, Hans Loritz, dienstverpflichtet. Sie erlitt schwere Misshandlungen, erkrankte und wurde am 23.04.1941 entlassen. Danach arbeitete sie in ihrem Heimatort Graslitz, ebenfalls dienstverpflichtet, bei einer Speditionsfirma. Sie stand unter Gestapoaufsicht.Erneute Schutzhaft 5, 6Gefängnis Leitmeritz vom 20.02.1945 bis 08.05.1945Im Gefängnis wurde sie gefoltert. Nach eigenen Angaben wurde sie zusammen mit 18 weiteren Mitgliedern der Widerstandsgruppe, an deren Aufbau sie in Graslitz beteiligt war, von einem Schnellgericht in Leitmeritz zum Tode verurteilt. Auf dem Transport vom Gefängnis Leitmeritz nach Theresienstadt, wo sie gehängt werden sollten, sei ihnen die Flucht gelungen. Weitere Daten Schadenskategorie Schaden an Freiheit Ehrung Straßenname in Planegg 2001 2Maria-Günzl-Weg Quellenverweis 2 - Gemeinde Planegg, Auskunft 10.01.2011 Gemeinde Planegg, Auskunft Gemeinde Planegg: Auskunft vom 10.01.2011 Quellenart:AuskünfteStatus:Auskünfte 3 - HdBG, Geschichte HdBG, Geschichte Haus der Bayerischen Geschichte: Geschichte des Bayerischen Parlaments seit 1819 #http://www.hdbg.de/parlament/content/index.html#URL Datum LZ: letzter Zugriff am 09.10.2013Quellenart:Internet-VeröffentlichungenStatus:Veröffentlichte Quellen und Literatur 4 - AG Lichtenburg, Zugangsliste AG Lichtenburg, Zugangsliste Archiv Gedenkstätte Lichtenburg, Zugangsliste Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 5 - BLFA LEA, BEG 14899 BLFA LEA Landesamt für Finanzen Bayern, Landesentschädigungsamt Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 5 - BLFA LEA, BEG 14899 BLFA LEA, BEG Landesamt für Finanzen Bayern, Landesentschädigungsamt, Bundesentschädigungsgesetz Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 6 - Szepansky, Frauen S. 250 ff. Szepansky, Frauen Szepansky, Gerda: Frauen leisten Widerstand 1933 - 1945. Lebensgeschichten nach Interviews und Dokumenten. Frankfurt a.M. 1983 Quellenart:Bücher und BroschürenStatus:Veröffentlichte Quellen und Literatur 7 - Schulz, 100 Jahre S. 36 Schulz, 100 Jahre Schulz, Monika: 100 Jahre SPD Planegg 1906 - 2006. Geschichte und Geschichten. Planegg 2006 Quellenart:Bücher und BroschürenStatus:Veröffentlichte Quellen und Literatur 10 - Bayerischer Landtag, Opfer Bayerischer Landtag, Opfer Bayerischer Landtag/Haus der Bayerischen Geschichte/Institut für Zeitgeschichte: Opfer und Verfolgte des NS-Regimes aus Bayerischen Parlamenten http://www.bayern.landtag.de/opfer_doku/web_gedenk_v2/#http://www.bayern.landtag.de/opfer_doku/web_gedenk_v2/#URL Datum LZ: letzter Zugriff am 09.10.2013Quellenart:Internet-VeröffentlichungenStatus:Veröffentlichte Quellen und Literatur 12 - Günzl, Trost S. 14, 44 Günzl, Trost Günzl, Maria: Trost im Leid. Stuttgart 1976 Quellenart:Bücher und BroschürenStatus:Veröffentlichte Quellen und Literatur