Feidl, Karl Jakob Mitglied der Widerstandsgruppe „Rote Rebellen“ (Faltner). Verhaftung 1935, Schutzhaft, Untersuchungshaft, Gefängnis, KZ Dachau bis 1939. Verfolgung Verhaftung am 28.04.1935 4Fristlose Entlassung 3Nach der Verhaftung wurde er von der Firma Vereinigte Werkstätten für Karosseriebau fristlos entlassen.Schutzhaft 3, 4Gefängnis der Polizeidirektion München, Ettstraße vom 28.04.1935 bis 06.06.1935Gefängnis München-Stadelheim vom 06.06.1935 bis 15.08.1935Untersuchungshaft 4Gefängnis München-Stadelheim vom 16.08.1935 bis 09.07.1936ProzessOberlandesgericht MünchenAnklage vom 25.03.1936: Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens, hier: "wobei die Tat auf Beeinflussung der Massen durch Verbreitung von Schriften gerichtet war."Er habe im Auftrag von Franz Faltner illegale Schriften weitergegeben an Josef Aidelsburger, Alois Endl und Otto Kiesel. Vor der Volksabstimmung am 19.08.1934 wurde er von Faltner beauftragt, zusammen mit Kiesel Flugblätter und Klebezettel im Bereich Schleißheimer Straße und Oberwiesenfeld mit dem Fahrrad durch Abwurf zu verteilen.Urteil vom 09.07.1936: Verbrechen der Vorbereitung eines hochverräterischen UnternehmensStrafmaß: Gefängnis 2 Jahre, 6 Monateunter Anrechnung von 14 Monaten HaftStrafhaft 1, 2, 3, 4Gefängnis München-Am Neudeck vom 09.07.1936 bis 19.08.1936Gefängnis Landsberg a. Lech vom 22.08.1936 bis 13.03.1937Gefängnis Berlin-Moabit vom 15.03.1937 bis 09.04.1937Gefängnis Landsberg a. Lech vom 10.04.1937 bis 17.07.1937Gefängnis Neu-Ulm vom 19.07.1937 bis 09.11.1937Schutzhaft 2, 3Unabhängig von der Strafverbüßung, mit der das Gerichtsverfahren endete, wurde Feidl in Schutzhaft genommen.Gefängnis Neu-Ulm vom 09.11.1937 bis 19.11.1937Gefängnis des Polizeipräsidiums München, Ettstraße vom 19.11.1937 bis 08.12.1937KZ Dachau vom 08.12.1937 bis 20.04.1939Häftlingsnummer 13128Meldepflicht ab April 1939 3Die Schutzhaft war durch Verfügung des Gestapa Berlin vom 01.04.1939 aufgehoben worden mit der Auflage, sich wöchentlich bei der Ortspolizei zu melden. Weitere Daten Schadenskategorie Schaden an FreiheitSchaden im beruflichen und wirtschaftlichen Fortkommen Quellenverweis 1 - Mehringer, Sozialdemokratie S. 381 Mehringer, Sozialdemokratie Mehringer, Hartmut: Die Bayerische Sozialdemokratie bis zum Ende des NS-Regimes. Vorgeschichte, Verfolgung und Widerstand. In: Broszat, Martin/Mehringer, Hartmut (Hrsg.): Bayern in der NS-Zeit Bd. 5. Die Parteien KPD, SPD, BVP in Verfolgung und Widerstand. München/Wien 1983, S. 287 ? 432 Quellenart:SammelwerkeStatus:Veröffentlichte Quellen und Literatur 2 - KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank KZ-Gedenkstätte Dachau, Häftlingsdatenbank Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 3 - BayHStA, LEA 10869 BayHStA, LEA Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Landesentschädigungsamt Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 4 - BArch, NJ 9445 BArch, NJ Bundesarchiv Berlin, Nationalsozialistische Justiz Quellenart:ArchivalienStatus:Unveröffentlichte Quellen 7 - Bretschneider, Widerstand S. 98 Bretschneider, Widerstand Bretschneider, Heike: Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in München 1933-1945. Miscellanea Bavarica Monacensia Bd. 4. München 1968 Quellenart:Bücher und BroschürenStatus:Veröffentlichte Quellen und Literatur 8 - Münchner Stadtadreßbuch 1937 Münchner Stadtadreßbuch Münchner Stadtadreßbuch. Adreßbuch der Landeshauptstadt München Bd. 83 ff. München 1933 ff. Quellenart:Bücher und BroschürenStatus:Veröffentlichte Quellen und LiteraturAnmerkungen:in Monacensia, Theresienstr. 23