Fritz-Erler-Forum

27.10.2017

NSU –Terror-Trio oder Neonazi-Netzwerk?

Bild: Bild Aktenordner von FES Roettgers

Ihre Opfer hatten die falsche Religion, Hautfarbe oder politische Meinung: Über zehn Jahre mordete die rechtsextreme Terrorgruppe, die sich selbst als „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bezeichnete, unentdeckt in der ganzen Bundesrepublik. Wie konnte das passieren? Warum ist dies niemandem aufgefallen?

Zwei der Rechtsterroristen, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, wurden auf der Flucht nach einem Banküberfall tot in ihrem Wohnmobil gefunden. Ihre Komplizin Beate Zschäpe konnte verhaftet werden und steht derzeit in München vor Gericht.

Verschiedene parlamentarische Untersuchungsausschüsse auf Bundes- und Landesebene befassten sich seither mit dem NSU. Dabei konnten gravierende Mängel in den Ermittlungen der Sicherheitsbehörden aufgedeckt werden. Bis heute sind viele Fragen noch nicht geklärt. Aufgrund dessen wurde in Baden-Württemberg im Juli 2016 der zweite NSU- Untersuchungsausschuss eingesetzt. In Fortfolge des ersten Ausschusses liegt der Fokus des Gremiums auf dem Unterstützerumfeld des NSUs in Baden-Württemberg und auf den rätselhaften Umständen der Ermordung der Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter in Heilbronn.

Wir laden Sie ein, mit uns die ZDF-History Dokumentation „Die Blutspur – Rechter Terror in Deutschland“ anzuschauen, die die Geschichte des rechten Terrorismus nach 1945 analysiert und die belegt, dass an den Taten des NSU nichts zufällig war.

Gemeinsam mit Expert_innen aus Politik, Medien und dem NSU-Prozess in München wollen wir anschließend die Arbeit des Untersuchungsausschusses in Baden-Württemberg nachvollziehen, Ergebnisse diskutieren und Bilanz ziehen.

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