Empirische Sozialforschung

Emotionen und Politik

Glück, Wut, Hoffnung, Angst - Emotionen bestimmen nicht nur unser privates Leben, sondern gestalten auch unsere Gesellschaft. Wir leben in einer Zeit von „Wutbürgern“, Verschwörungstheorien und „Shitstorms“.

Unsere Gesellschaft spaltet sich zunehmend und das Vertrauen in politische Akteure sinkt. Auf diese Entwicklungen haben Emotionen einen großen Einfluss.

Emotionen spielen eine zentrale Rolle in der Politik.

Für die Beziehung zwischen politischen Akteuren und Bürger_innen sind Emotionen sehr relevant. Aber wie funktionieren unsere Gefühle eigentlich? Und welche Emotionen bestimmen unsere Gesellschaft? Wie geht die Politik mit unseren Gefühlen um? 

Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung hat die Journalistin Linda Vierecke mit drei Expert_innen über das Thema Politik und Emotionen gesprochen, um diese Fragen zu beantworten.

Wie beeinflussen Emotionen unsere Gesellschaft?

Und welche Gefühle bestimmen die Gesellschaft heute? Kübra Gümüsay, Autorin, Feministin und Aktivistin, spricht mit uns über Umbrüche in unserer Gesellschaft. Es besteht ein Widerspruch zwischen unseren Idealen – zum Beispiel einer Gesellschaft frei von Diskriminierung – und der Realität. Das löst bei vielen Menschen Enttäuschung und Angst aus. Diese Gefühle können wir nicht ignorieren, sondern müssen mit ihnen arbeiten.

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Emotionen bestimmen unsere Wahlentscheidungen

Prof. Dr. Tobias Schröder forscht zu Emotionen. Für ihn gibt es reine Sachpolitik nicht. Wir können Emotionen nicht einfach zurückdrängen, um rational zu denken. Denn Gedanken, Gefühle und Körper sind eng miteinander verknüpft. Mit Emotionen kann man ein ganzes Denksystem einschalten und sogar körperliche Reaktionen auslösen. Sie sind Werkzeuge, mit denen wir soziale Beziehungen steuern können. Diese Logik erklärt er anhand des US-Wahlkampfs und sozialen Bewegungen wie Fridays for Future.

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Welche Rolle spielen Emotionen in der Politik?

Carline Mohr, Chefin des SPD Newsrooms, kommuniziert Politik. Sie erklärt, wie politische Parteien es schaffen, Wähler_innen emotional zu berühren. Dabei ist es wichtig, auf die Stimmungslage in der Gesellschaft zu achten. In Krisensituationen sollte Politik sachlich kommuniziert werden. Sie spricht mit uns über die Emotion Angst und den Umgang mit ihr in verschiedenen Parteien. Für sie kann Angst nie die Lösung sein.

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