Zwischen Klimawandel und sozialen Unruhen - Chiles Klimapolitik als Gastgeber der UN-Konferenz 2019

Chile nimmt bislang keine Vorreiterrolle in der Klimapolitik ein. 13 Schritte für einen progressiven Weg aus der Klimakrise.

Bild: UN-Klimakonferenz 2019 - Chile Ausstellung von © FES

Im Dezember 2019 sollte die UN-Klimakonferenz »COP 25« in Chile stattfinden. Angesichts sozialer Massenproteste seit der zweiten Oktoberhälfte hat die konservative Regierung die Ausrichtung der internationalen Konferenz jedoch am 31. Oktober abgesagt. Obwohl Chile den Vorsitz der Konferenz beibehält, wird diese nun alternativ in Madrid ausgerichtet.

Im Laufe dieses Jahres musste sich die Regierung des Präsidenten Sebastián Piñera als Gastgeberland der COP in der Klimapolitik positionieren. Von der Vorreiterrolle, welche die Regierung angekündigt hatte, ist Chile jedoch weit entfernt. Obwohl das Land stark vom Klimawandel betroffen ist und zahlreiche sozial-ökologische Konflikte bestehen, entwickelte es bislang nur wenig ambitionierte Pläne: Dazu gehören ein unverbindlicher Kohleausstieg bis 2040 und die CO2-Neutralität bis 2050. Deren tatsächliche Umsetzung wird angesichts des extrem hohen Maßes an Deregulierung im Land jedoch von vielen bezweifelt.

Umweltorganisationen, soziale Bewegungen und Gewerkschaften betonen inmitten der politischen Unruhen, dass die ökologische Krise auch eine soziale Krise ist. Sie fordern daher konkrete Schritte, um ambitioniertere Klimaziele und eine sozial nachhaltigere Wirtschaftspolitik zu erreichen. Von der internationalen Staatengemeinschaft erhoffen sie sich während der COP 25 Rückenwind für ihre Agenda.

Länder / Regionen: Lateinamerika/Karibik | Chile

Arbeitseinheit: Internationale Entwicklungszusammenarbeit | Referat Lateinamerika/Karibik

Tost, Alexandra; Reperger, Simone

Zwischen Klimawandel und sozialen Unruhen

Chiles Klimapolitik als Gastgeber der UN-Konferenz 2019
Berlin, 2019

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