28.09.2017

WAHNSINN! Bornholmer Brücke Einheits Slam

Eine Veranstaltung in der Friedrich-Ebert-Stiftung am 5.10.2017 ab 19 Uhr.

Bild: FES Facebook Bruecke 1200x632Px von Andrea Schmidt

"Wahnsinn! Wahnsinn!

... war wohl das meist gerufene Wort in der Nacht vom 9. November 1989, als um 23:30 Uhr am Grenzübergang Bornholmer Straße die Passkontrollen eingestellt wurden. Tausende von DDR-Bürgern gelangten über die Böse Brücke nach West-Berlin.

Böse Brücke, Bornholmer Brücke, Brücke der Freiheit - sie hat viele Namen seit dieser elektrisierenden Nacht, die in der Friedlichen Revolution einen so großen Einfluss auf unser Leben genommen hat. In dem folgenden Jahr haben sich in rasantem Tempo viele tiefgreifende Veränderungen vollzogen.

Heute, 28 Jahre danach, können viele Menschen an die damals gefühlte Euphorie nicht mehr anknüpfen. Welche Träume von Freiheit, Demokratie und einer offenen Gesellschaft hatten wir und was ist aus ihnen geworden? Welche Grenzen öffneten sich 1989, welche Brücken wurden geschlagen? Welche Träume haben wir heute in einer Einwanderungsgesellschaft in der wir darüber diskutieren, was "deutsch" ist und einige Menschen eher auf Abgrenzung als auf Offenheit und Solidarität setzen?

An diesem Abend wollen wir neue Brücken schlagen und darüber diskutieren, wie wir Trennungen aufheben und neue Verbindungen schaffen können: zwischen Vergangenheit und Heute, zwischen Ost und West, Nord und Süd. Zwischen Neuankömmlingen und denjenigen, die schon länger hier leben, zwischen Älteren und Jüngeren.

Vier Poetry Slamer_innen eröffnen ein Kaleidoskop verschiedenster Nuancen und Sichtweisen zu Deutschland. In einer Jam Session entwickeln sie mit Musiker_innen Visionen zu unserem Land. Zudem diskutieren wir mit Vertreter_innen aus Politik, Wissenschaft und Kunst aktuelle Fragen der Deutschen Einheit. Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Die Poetry Slammer/innen:
Julian Heun
Dominique Macri
Tanasgol Sabbagh
Leonie Warnke

Die Musiker_innen:
Marla Barge, Posaune
Undine Barge Tenor Sax
Leo Koch, Drums

Im Gespräch sind:
Annett Gröschner, Schriftstellerin
Ingo Siebert, Geschäftsführer August Bebel Institut
Prof. Dr. Karl-Siegberg, Institut für Soziologie, Technische Universität
Deniz Utlu, Schriftsteller und Kurator

Grafik und Video-Installation:
Iana Gorokhova, Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung

Moderation und Kontakt:
Franziska Richter, Friedrich-Ebert-Stiftung

Anmeldung

 

 

Arbeitseinheit: Forum Berlin, Deutsche Einheit


„Good Society“, die „Gute Gesellschaft“ - Was macht eine solche Gesellschaft aus?

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