Fritz-Erler-Forum

Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen

Bild: von FES Stuttgart 

Baden-Württemberg für Toleranz und Menschlichkeit

Die Ausstellung "Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen" des Fritz-Erler-Forums zeigt die Gefahren auf, die vom Rechtsextremismus als Bedrohung für Demokratie und Menschenwürde ausgehen. Sie stellt die Grundlagen für rechtsextremes Verhalten und Einstellungen dar und zeigt, welche Formen rechtsextreme Weltbilder und Argumentationsweisen annehmen können.

15 Tafeln zeigen die Grundlagen unserer Demokratie, die Abgründe des Rechtsextremismus und die Übergänge dazwischen. Immer mit Blick auf die Situation in Baden-Württemberg.

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht ein Tisch.

Der Tisch ist ein Ort der Kommunikation, um den sich Menschen versammeln. Familienmitglieder berichten einander ihren Tag, Konferenzen werden abgehalten, Argumente ausgetauscht. Er ist aber auch Studienort, auf dem die Zeitung ausgebreitet, Bücher aufgeschlagen und Dinge abgelegt werden.

Dieser Tisch könnte überall stehen.

Vielleicht war es ein solcher Tisch, an dem am 20.12.2003 Leonhard S. saß, bevor er mit Freunden nach Heidenheim aufbrach. Dort erstach er noch am selben Tag die drei jungen Aussiedler Waldemar, Aleksander und Viktor. Vielleicht werden auch an einem solchen Tisch die rechtsradikalen Inhalte der Bücher des Tübinger Grabert-Verlages verfasst oder es wird an einem solchen Tisch, irgendwo in Baden-Württemberg, bei mehreren Bieren den Vorurteilen gegen Migrant_innen freien Lauf gelassen.

Vielleicht sitzen an diesem Tisch aber auch Menschen, die derartigen Vorurteilen etwas entgegen setzen, oder Menschen, die in Projekten und Initiativen planen, wie man sich gegen Rassismus und Gewalt und für Demokratie und Menschlichkeit engagieren kann.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung breitet nun auf ihrem Ausstellungstisch Informationsmaterialien zum Thema Rechtsextremismus aus, denn Informationen sind für ein Engagement gegen Rechtsextremismus genauso wichtig wie das Bewusstsein für das demokratische Fundament unserer Gesellschaft.

Die Ausstellung

Bild: von FES Stuttgart 

Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung weist auf die Gefahren hin, die vom Rechtsextremismus für demokratische politische Systeme und die in ihnen lebenden Menschen ausgehen und informiert über die verschiedenen Facetten des Rechtsextremismus – immer mit speziellem Fokus auf die Entwicklung in Baden-Württemberg. Es werden die Grundlagen für rechtsextreme Einstellungen und das dazugehörige Verhalten dargestellt und aufgezeigt, welche Formen rechtsextreme Weltbilder und Argumentationsweisen annehmen können. Dabei wird der Bogen von rechtsextremen Einstellungen über das Engagement in rechtsextremen Organisationen und Parteien bis hin zur rechtsextrem motivierten Straftat geschlagen.

Ein besonderer Fokus liegt im letzten Teil der Ausstellung im Aufzeigen von Möglichkeiten eines Engagements gegen Rassismus und Gewalt – für Demokratie und Menschlichkeit. Die Ausstellung regt an, über eigene Einstellungen nachzudenken und die des eigenen Umfeldes zu hinterfragen. Denn jede und jeder kann etwas gegen Diskriminierung, Rassismus und Gewalt tun. Die Achtung der Menschenwürde und der Erhalt von Demokratie sind auf die Unterstützung Aller angewiesen.

Für wen ist die Ausstellung geeignet?

Die Ausstellung eignet sich für Einzelpersonen, Schulklassen und Gruppen ab 14 Jahren.

Gliederung der Ausstellung in 15 Tafeln

1. Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen
2. Demokratie in Gefahr
3. Warum eigentlich Demokratie
4. Rechtsextremes Weltbild
5. Rechtsextreme Einstellungen und Verhalten
6. Rechte Aktivitäten in Baden-Württemberg
7. Todesopfer rechter Gewalt seit 1990
8. Ist Europa auf dem "rechten" Weg?
9. Rechtsextreme und Rechtsgerichtete Parteien
10. Vom Rand zur Mitte
11. Rechtsextreme Jugendszene
12. Frauen in der rechten Szene
13. Erlebniswelt Rechtsextremismus
14. Was tun bei Stammtischparolen
15. Was tun? – Was tun!

Zur Ansicht der Tafeln

wie z.B. die neuesten themenbezogenen Publikationen der Stiftung

Verleih-Infos und Konditionen

Sie würden die Ausstellung gerne bei Ihnen vor Ort anbieten?

Hier finden Sie Informationen wie das geht.

Wer kann die Ausstellung ausleihen?

Die Ausstellung kann von Institutionen, Schulen, Vereinen, Initiativen, Rathäusern etc. entliehen werden. Im Grundsatz gilt: Je früher Sie sich bei uns melden, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Ausstellung zu dem von Ihnen gewünschten Termin verfügbar ist.

In Einladungen, Presseinformationen und Plakaten ist auf den Herausgeber: Fritz-Erler-Forum, Landesbüro Baden-Württemberg der Friedrich-Ebert-Stiftung hinzuweisen. Logos und Fotos stellen wir gerne zur Verfügung.

Für wen ist die Ausstellung geeignet?

Die Ausstellung eignet sich für Einzelpersonen, Schulklassen und Gruppen ab 14 Jahren.

Umfang der Ausstellung

Die Ausstellung besteht aus insgesamt 15 Tafeln, selbststehend auf ausklappbaren Füßen (einzeln: 2 m hoch, 0.90 m breit).

Sie benötigen mindestens 40 m² oder 15 laufende Meter um die Tafeln zu präsentieren.

Zur Ausstellung gehört auch ein Vitrinentisch. Dieser kann unterschiedlich gestaltet/genutzt werden.

Kosten und Transport

Es fallen keine Leihgebühren an. Auch der Transport wird von der FES Stuttgart übernommen.

Die Leihnehmer müssen aber den Auf- und Abbau der Ausstellung selbst organisieren (hierzu werden mindestens zwei Helfer für jeweils eine knappe Stunde benötigt). Auch die Kosten für Werbung und Eröffnungsveranstaltung sind von den Leihnehmern zu tragen.

Ausleihdauer und Reservierung

Die Ausstellung sollte mindestens zwei Wochen und längstens vier Wochen vor Ort aufgestellt sein. Da die Ausstellung auf breites Interesse stößt, sollten Sie so früh wie möglich einen Termin mit uns vereinbaren.

Ansprechpartner vor Ort

Die Leihnehmer nennen der FES Stuttgart eine/n Ansprechpartner_in, der/die für die Dauer der Ausstellung zuständig ist und für Rückfragen zur Verfügung steht.

Führungen durch die Ausstellung

Gute Erfahrungen hat die FES in diesem Zusammenhang mit dem Konzept der peer-group-education gemacht: Jugendliche zeigen anderen Jugendlichen die Ausstellung.

Dazu schicken wir im Vorfeld geschulte Ausstellungsbegleiter_innen zum Ausstellungsort. In einer vierstündigen Schulung werden die interessierten Schüler_innnen zur Ausstellungsbegleitung ausgebildet. Die FES stellt ihnen dazu einen schriftlichen Leitfaden zur Verfügung.

Eröffnung und Rahmenprogramm

Die Ausstellung sollte eine größtmögliche öffentliche Beachtung finden. Erwünscht ist, dass die Leihnehmer eine Eröffnungsveranstaltung organisieren. Dabei sollte auch Raum für eine kurze Einführung/ein Grußwort durch die FES sein.

Die FES Stuttgart stellt eine Pressemitteilung bereit, die Sie dann an die lokalen Medien weiterleiten können.

Auch bei der Planung eines Rahmenprogramms, z.B. durch Vermittlung von Referent_innen kann die FES unterstützen.

Zugang zur Ausstellung

Die Ausstellung soll im Rahmen der Öffnungszeiten der Einrichtung öffentlich zugänglich sein. Es muss dennoch möglich sein, den Zugang zur Ausstellung zu kontrollieren. Die Ausstellung muss auch am Ende jedes Besuchstages auf ihren Zustand kontrolliert werden.

Nach der Ausstellung

Am Ende der Ausstellungszeit soll ein kurzer Bericht durch die Leihnehmer erstellt werden. Darin sollte auf die ungefähre Zahl der Besucher eingegangen und der Ausstellungsverlauf dokumentiert werden. Einen entsprechenden Online-Vordruck stellen wir dazu zur Verfügung.

Außerdem bitten wir die Leihnehmer, Medienberichte über die Ausstellung zu sammeln und der FES Stuttgart in Kopie zur Verfügung zu stellen.

Ihre Ansprechpartnerin bei der FES

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an
Silvia Wittig
Fritz-Erler-Forum
Landesbüro Baden-Württemberg der Friedrich-Ebert-Stiftung
Silvia.Wittig(at)fes.de
Tel. 0711-24 83 94 47

Friedrich-Ebert-Stiftung
Fritz-Erler-Forum

Werastraße 24
70182 Stuttgart

0711 -248394-40
0711 -248394-50

E-Mail-Kontakt


nach oben