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FES / Public History / Projekte / Projekt Gewerkschaftsgeschichte

Kooperationsprojekt mit der Hans-Böckler-Stiftung „Jüngere und jüngste Gewerkschaftsgeschichte“

Im August 2008 wurde im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (AdsD) in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) eine Projektstelle zur Gewerkschaftsgeschichte eingerichtet. Ziele der Kooperation sind,

  • Historische, sozial- und politikwissenschaftliche Forschungen zu gewerkschaftlichen Themen und zur Geschichte der Arbeitswelt(en) anzuregen und zu begleiten,
  • in die Geschichtswissenschaft methodisch und mit Themen aus der Arbeitswelt und den Gewerkschaften hineinzuwirken sowie ein Netzwerk an Forscherinnen und Forschern zu initiieren,
  • den Austausch von (gewerkschaftshistorischer) Wissenschaft und aktiver Gewerkschaftspolitik zu fördern sowie
  • die Gewerkschaften in ihrer Geschichtsarbeit zu unterstützen.
Zu den Aufgaben der Kooperationsstelle zählen insbesondere
  • die Beratung von Promovierenden und Postdoktoranden sowie die inhaltliche Begleitung und Initiierung von Forschungsprojekten im HBS-Forschungsschwerpunkt „Geschichte der Gewerkschaften“,
  • die Organisation der seit 2009 stattfindenden Tagungsreihe „Neue Perspektiven auf die Gewerkschaftsgeschichte“ und des seit 2014 in Kooperation mit den Universitäten Bochum, Bielefeld und Augsburg ausgerichteten Kolloquiums zur „Geschichte der Arbeitswelten und der Gewerkschaften“,
  • die Herausgabe wissenschaftlicher Publikationen zur Geschichte der Gewerkschaften und der Arbeitswelt, darunter die aus den Tagungen hervorgehenden Sammelbände,
  • die für das Feld notwendigen Netzwerkarbeit in der Geschichtswissenschaft,
  • die Beteiligung an Quellensicherungsprojekten des AdsD mit dem Schwerpunkt Oral History,
  • die Beratung und Unterstützung der Gewerkschaften in ihrer geschichtspolitischen Arbeit und der Transfer von Wissenschaft in gewerkschaftspolitische Praxis.

Im Jahr 2014 verabredeten beide Seiten im Kooperationsprojekt, in den folgenden Jahren ihre Schwerpunkte auf drei thematische und methodologische Felder zu legen:


1. Humanisierung der Arbeit

Angeregt durch Gegenwartsfragen (Gute Arbeit, Forschungsförderung des Bundes, Industrie 4.0) sollen historische Forschungen zum 1974 vom Bundesarbeitsministerium und dem Bundesministerium für Forschung und Technologie eingerichteten Aktions- und Forschungsprogramm „Humanisierung des Arbeitslebens“ angeregt und gefördert werden.

2. Zukunftsvorstellungen und Zukunftshandeln in der Arbeiterbewegung

Mit diesem methodischen Schwerpunkt, der eine Vielzahl an Themen zulässt, knüpft die Kooperation an eine wachsende Debatte in der Geschichtswissenschaft und fragt nach dem Nutzen historischer Zukunftsforschung für die Historiografie zur Arbeiterbewegung.

3. Gewerkschaften und Wiedervereinigung

In diesem Feld sollen anknüpfend an zeitgeschichtliche Debatten die Bedeutung der Gewerkschaften thematisiert und der Vorteil kürzerer Schutzfristen im Vergleich zu den staatlichen Archiven genutzt werden.

Seitens der Friedrich-Ebert-Stiftung wird das Projekt von Dr. Stefan Müller betreut. Für die Hans-Böckler-Stiftung ist Dr. Michaela Kuhnhenne zuständig.

Einen umfassenden Bericht über das Kooperationprojekt finden Siehier: