Archiv der sozialen Demokratie

09.08.2019

150 Jahre Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP)

Veranstaltung in der Gedenkstätte "Goldener Löwe". Mit Michael Klostermann (Vorsitzender der August-Bebel-Gesellschaft e.V., Eisenach), Dr. Ursula Bitzegeio (Friedrich-Ebert-Stiftung, Referatsleiterin Public History im Archiv der sozialen Demokratie, Bonn), Dr. Babette Winter (Thüringer Staatssekretärin für Kultur und Europa, Erfurt), Michael Roth (Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Berlin) und Wolfang Tiefensee (Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Erfurt)

Im „Goldenen Löwen“ wollen August Bebel und Wilhelm Liebknecht 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) gründen. Nach lauten Auseinandersetzungen mit Anhängern des konkurrierenden „Allgemeine Deutsche Arbeitervereins (ADAV)“ wird der Kongress in das Hotel „Zum Mohren“ in Eisenach verlegt. Während das historische Gebäude jedoch zerstört wird, bleibt der „Goldene Löwe“ erhalten und wird zum Symbol für die Gründung der SDAP als Vorläuferpartei der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).

Obwohl bis zur Namensgebung „SPD“ noch 21 Jahre vergehen sollten, war schon das Eisenacher Programm das erste, ausgereifte Parteiprogramm der Sozialdemokratie. Hier wird in klarer und kurzer Form fast das ganze Spektrum sozialdemokratischer Politikentwürfe abgebildet, die zum Teil bis heute in der SPD kontrovers diskutiert oder gesamtgesellschaftlich, insbesondere von rechts, in Frage gestellt werden. Hier wird das Vorschlags- und Einspruchsrecht für alle Bürger_innen in Gesetzgebungsverfahren gefordert. Die SDAP will das vorhandene Berufsheer gegen ein Volksheer austauschen. Sie will die klare Trennung von Kirche und Staat und die unentgeltliche Grundschule zur Nachbarschaftsschule für alle machen. Die kaufkraftsenkenden, indirekten Steuern sollen zugunsten progressiver Einkommenssteuer abgeschafft werden. Auch die Forderung, Mitgliedervoten als innerparteiliches Korrektiv einzuführen war seiner Zeit voraus, wie die Lösung der sozialen Frage als internationale Aufgabe demokratischer Staaten zu definieren.

Wir laden Sie ein, sich gemeinsam mit uns an dieses historische Ereignis zu erinnern und über seine aktuellen Bezüge mit uns zu diskutieren.

Aus Kapazitätsgründen am historischen Ort bitten wir um eine verbindliche Anmeldung unter:
per E-Mail: info@august-bebel-gesellschaft.de,
oder per Telefon und Fax 03691 / 75434

Veranstaltungsprogramm


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