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Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik

Mobilitätsdienstleistungen gestalten - Beschäftigung, Verteilungsgerechtigkeit, Zugangschancen sichern

Getrieben durch Megatrends wie Urbanisierung und Digitalisierung steht die gegenwärtige Mobilität vor einem grundlegenden Wandel. Die globale Klimakrise drängt auf eine Transformation der autozentrierten Mobilitätslandschaft.

Bild: von kallejipp/Photocase


In Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr versprechen neue Mobilitätsdienstleistungen oder „Mobility as a Service“ (MaaS) die Verringerung des motorisierten Individualverkehrs und werden als ein Lösungsansatz für gesellschaftliche und verkehrspolitische Herausforderungen diskutiert. Egal ob U-Bahn, Taxi, Bike- oder Carsharing, unterschiedliche Transportmittel verschiedener Anbieter sollen auf einer Plattform verfügbar sein, kombiniert und dort bezahlt werden können. Derart integriert und einfach zugänglich sollen Mobiltätsdienstleistungen auch überzeugte Autofahrer_innen zum Umsteigen bewegen.

Verkehrs- und raumsystemische, ökologische sowie ökonomische Aspekte bestimmen den derzeitigen Diskurs zu MaaS. Doch was sind die sozialen Effekte dieser neuen Mobilität? Welche Auswirkungen hat ein Wachstum von MaaS auf die Anzahl und Arbeitsprofile der im Sektor Beschäftigten? Werden abgelegene Regionen mit Hilfe von privatwirtschaftlich organisierten MaaS besser an den ÖPNV angebunden oder wird Exklusion zunehmen? Wie bezahlbar und zugänglich bleibt Mobilität auch für einkommensschwache Gruppen oder jene mit körperlichen Einschränkungen? Unter welchen Bedingungen führen Mobilitätsdienstleistungen zu mehr gesellschaftlicher Polarisierung? Wie könnten sie einen Beitrag zu einer sozial gestalteten Verkehrswende leisten?

Die vorliegende Studie „Mobilitätsdienstleistungen gestalten. Beschäftigung, Verteilungsgerechtigkeit, Zugangschancen sichern“ will dazu beitragen, die hier bestehenden Forschungslücken zu schließen. Anhand von drei Zukunftsszenarien werden mögliche Entwicklungen untersucht und daraus Handlungs- und Gestaltungsempfehlungen für eine sozial gerechte und nachhaltige Mobilitätspolitik abgeleitet. Die Analyse macht deutlich, dass Regulierung angepasst, neue und andere Anreize gesetzt und die Kommunen in ihrer Steuerungsfähigkeit gestärkt werden müssen, damit Mobilität für alle zugänglich wird, bezahlbar bleibt und eine Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse vermieden wird.


Ansprechpartner in der FES:  Mareike Le Pelley

 

Mobilitätsdienstleistungen gestalten

Beschäftigung, Verteilungsgerechtigkeit, Zugangschancen sichern
Bonn, 2020

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Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik

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