Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik

Das Vorsorgekonto

Basisprodukt für die private Altersvorsorge

 

Bild: von Yabresse/shutterstock.com

Private kapitalgedeckte Altersvorsorge in der Krise

Die staatlich geförderte, private, kapitalgedeckte Altersvorsorge steckt in der Krise. Intransparente Produkte und Berichte über viel zu hohe Kosten und magere Renditen haben das Verbrauchervertrauen erschüttert. Eine Folge ist, dass die Verbreitung von zusätzlicher Absicherung etwa durch Riester-Renten stagniert oder zurückgeht. Von geschätzt 37,5 bis 40 Millionen Förderberechtigten haben lediglich rund 16,5 Millionen einen Vertrag über eine staatlich geförderte private Altersvorsorge abgeschlossen. Hinzu kommt, dass zahlreiche Verträge ruhend gestellt sind. Auch Betriebsrenten sind weiterhin nicht flächendeckend verbreitet und bringen oft ähnliche schlechte Ergebnisse, wie Riester-Renten. Vielen Menschen droht daher im Rentenalter die Altersarmut.

Verbraucher sind überfordert mit intransparentem Markt für Altersvorsorgeprodukte

Viele Verbraucher_innen sind überfordert, sich auf dem Markt für Altersvorsorgeprodukte zurechtzufinden und eine Entscheidung zu treffen. Verunsichert von den zahlreichen Hiobsbotschaften über die mangelnde Leistungsstärke vieler Riester-Verträge verdrängen sie das Thema lieber. Geringverdiener haben zusätzliche Schwierigkeiten, weil jeder gesparte Euro unmittelbar für die Bewältigung des Lebensalltags fehlt.

Einführung eines vertrauenswürdigen Standardproduktes erforderlich

Eine grundsätzliche Reform der dritten Säule der Alterssicherung erscheint unausweichlich. Das vorliegende Konzeptpapier macht dafür einen Vorschlag: Die Einführung eines einfachen und transparenten Basisprodukts der privaten Altersvorsorge unter dem Dach der gesetzlichen Rentenversicherung – das Vorsorgekonto.

Das Vorsorgekonto – Basisprodukt unter dem Dach der gesetzlichen Rentenversicherung

Das Vorsorgekonto ist als einfaches, sicheres und kostengünstiges Standardprodukt für (fast) jedermann konzipiert. Es bietet eine höhere Rentabilität als herkömmliche Riester-Produkte. Das liegt einerseits an den Kostenvorteilen einer Non-Profit-Organisation, andererseits aber auch an der innovativen, kollektiven Form der Kapitalanlage, die höhere Erträge als herkömmliche versicherungsförmige Produkte ermöglicht. Ein kollektives Sparmodell ermöglicht einen Solidarausgleich zwischen verschiedenen Sparer-Generationen, so dass die tatsächlichen Erträge unabhängig von kurzfristigen Schwankungen am Kapitalmarkt für alle annähernd gleich ausfallen.

Vorsorgekonto würde auf hohe Nachfrage treffen

Eine aktuelle repräsentative Umfrage dazu ergibt, dass ein Basisprodukt der gesetzlichen Rentenversicherung für die private kapitalgedeckte Altersvorsorge auf eine hohe Nachfrage treffen würde.

Ansprechpartner in der FES: Dr. Robert Philipps

 

Arbeitseinheit: Wirtschafts- und Sozialpolitik

Stellpflug, Jürgen; Sternberger-Frey, Barbara; Tuchscherer, Claudia

Das Vorsorgekonto

Basisprodukt für die private Altersvorsorge
, 2019, 2019,01)
ElectronicBonn

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