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Veranstaltungen Forum Politik und Gesellschaft

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Titel der Veranstaltung 162632 Wirken, Bedeutung und Aktualität von Magnus Hirschfeld
Beschreibung Im Jahr 1897 gründete der Sexualwissenschaftler und Sozialdemokrat Dr. Magnus Hirschfeld die weltweit erste Organisation für die Bürgerrechte von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen. Sein Anliegen war die Entkriminalisierung von Homosexualität in Deutschland sowie die Abschaffung des berüchtigten § 175, der sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Auf Initiative von Magnus Hirschfeld wurde 1918 das Institut für Sexualwissenschaft gegründet und 1921 die erste internationale Tagung für Sexualreform auf sexualwissenschaftlicher Grundlage organisiert.

Hirschfeld selbst wurde aufgrund seines Einsatzes für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen massiv angefeindet. Bereits im Jahr 1920 wurde er nach einem Vortrag in München schwer verletzt. Sein Institut für Sexualwissenschaft
wurde am 6. Mai 1933 von den Nationalsozialisten verwüstet und geplündert. Er selbst musste aus Deutschland fliehen und ins
französische Exil gehen. Dort starb Magnus Hirschfeld am 14. Mai 1935. Im gleichen Jahr verschärften die Nationalsozialisten den
§ 175 des Reichsstrafgesetzbuches. Jegliche sexuellen Kontakte unter Männern waren von nun an mit schweren Strafen bedroht.
Bis zu 10.000 homosexuelle Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt, wo viele von ihnen ermordet wurden.

Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieb der § 175 in der Bundesrepublik – anders als in der DDR – zunächst bis
1969 unverändert in Kraft. Erst 1994 beschloss der Deutsche Bundestag, den § 175 aus dem Strafgesetzbuch zu streichen.
In seinem Beschluss zur Errichtung eines Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen verurteilte der
Deutsche Bundestag 2003 jede Form der Diskriminierung gegen Lesben und Schwule.

Heute ist die gleichgeschlechtliche Liebe noch immer in 75 Staaten strafbar. In einigen Ländern wie zum Beispiel Iran, Jemen, Mauretanien, Saudi-Arabien und dem Sudan werden homosexuelle Handlungen sogar mit dem Tod bestraft. Auch in Deutschland werden Homosexuelle mitunter offen angefeindet und diskriminiert.

In der Tradition von Magnus Hirschfeld wollen die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Hirschfeld-Eddy-Stiftung mit der gemeinsamen
Veranstaltung ein Zeichen gegen Diskriminierung und Intoleranz gegenüber sexuellen Minderheiten überall auf der Welt setzen.

Wir laden Sie daher herzlich ein, mit zu diskutieren und gemeinsam danach zu fragen, welche Lehren sich aus der Erfolgungsgeschichte in Deutschland ziehen lassen? Welche Verantwortung uns allen daraus erwächst? Welche Bedeutung das Wirken von Magnus Hirschfeld heute hat?

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Ansprechpartn. Überschär/Voß
Termin: Dienstag, 22.05.12
Uhrzeit: 18:00 bis 20:30 Uhr
Ort Berlin
Kontaktanschrift Friedrich-Ebert-Stiftung
Forum Politik und Gesellschaft
Hiroshimastraße 17
10785 Berlin
Fax 030-26935-9241
e-Mail VOSSI@fes.de
Teilnahmegebühr k.A.

Titel der Veranstaltung 163168 Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus
Beschreibung Aufklärung - Prävention - Ausstieg
Eröffnung der FES-Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“

Freitag, 8. Juni, 9 bis 14.30 Uhr, Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin

Lieber Schüler/innen,
liebe junge Erwachsene,

Rechtsextremismus ist ein Problem in Deutschland. Dies hat die Aufdeckung der sogenannten „Zwickauer Neonazi-Zelle“ im Herbst letzten Jahres mehr als deutlich gezeigt. Viele Menschen waren fassungslos über die Brutalität dieser Terrororganisation, die zehn unschuldige Menschen ermordete. Dabei wird Gewalt in der rechten Szene schon seit langem
als legitimes Mittel angesehen. Menschen anderer Hautfarbe und Nationalität sowie all jene, die nicht ins Weltbild der Rechten passen, werden häufig bedrängt, beleidigt oder gar
überfallen.

Schon seit langem versuchen Neonazis, insbesondere junge Menschen für ihre menschenverachtenden Inhalte zu gewinnen. Sie verteilen kostenlose CDs mit rechtsextremer
Musik auf Schulhöfen und sind sowohl im Internet als auch in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter aktiv.

Was kann man dagegen tun? Zunächst einmal ist es wichtig, gut informiert zu sein, um sich gegen rechtes Gedankengut zur Wehr setzen zu können.

Die Friedrich Ebert-Stiftung hat unter dem Titel „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ eine speziell für Jugendliche gestaltete Ausstellung entwickelt, die auf
Gefahren hinweist, die vom Rechtsextremismus für Demokratie und Menschenrechte ausgehen. Sie informiert über zahlreiche Facetten des Problems, mit besonderem Fokus auf die
Situation in Berlin und zeigt auf, wie man sich gegen Rassismus und Gewalt engagieren kann. Ausdrückliches Ziel der Ausstellung ist es, Zivilcourage im alltäglichen Leben zu fördern.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wollen wir im offenen Austausch zwischen Schüler/innen, Lehrer/innen und Expert/ innen unterschiedliche Aspekte des Problems Rechtsextremismus in Arbeitsgruppen thematisieren und darüber diskutieren, wie wir uns gemeinsam gegen Rechts engagieren können.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!
Ansprechpartn. Überschär/Voß
Termin: Freitag, 08.06.12
Uhrzeit: 09:00 bis 15:00 Uhr
Ort Berlin
Kontaktanschrift Friedrich-Ebert-Stiftung
Forum Politik und Gesellschaft
Hiroshimastraße 17
10785 Berlin
Fax 030-26935-9241
e-Mail vossi@fes.de
Teilnahmegebühr k.A.
Anmeldeformular für die Veranstaltung 163168

Titel der Veranstaltung 161808 Happy Birthday Gleichstellungsbericht - aber wie geht es weiter?
Beschreibung Vor einen Jahr veröffentlichte die Bundesregierung den 1. Gleichstellungsbericht für Deutschland - eine Fundgrube von Analysen, verbunden mit klaren Handlungsempfehlungen an die Politik, wie eine gerechtere Verteilung von Erwerbsarbeit, Ressourcen und Zeit zwischen Frauen und Männern erreicht werden kann. Was ist seitdem geschehen? Was sind die wichtigsten Baustellen? Und an welchen wird wirklich gearbeitet? Wie gelingt es, die Handlungsempfehlungen, die in der Schublade gelandet sind, wieder auf die Tagesordnung zu bringen? Welche gesellschaftlichen Bündnisse gibt es, um biografische Fallen für Frauen wie Ehegattensplitting, Minijobs etc. endlich wirksam zu entschärfen? Zum 1-jährigen "Geburtstag" des Gleichstellungsberichtes möchten wir Bilanz ziehen und sichtbar machen, wo an progressiven Konzepten für mehr Geschlechtergerechtigkeit und partnerschaftliche Familienmodelle gearbeitet wird und welche Vorschläge auf dem Tisch liegen.
Ansprechpartn. Schildmann/Mitzlaff
Termin: Donnerstag, 21.06.12
Uhrzeit: 18:00 bis 20:00 Uhr
Ort Berlin
Kontaktanschrift Friedrich-Ebert-Stiftung
Forum Politik und Gesellschaft
Hiroshimastraße 17
10785 Berlin
Fax 030-26935-9241
e-Mail MITZLAFD@fes.de
Teilnahmegebühr k.A.
Anmeldeformular für die Veranstaltung 161808