Internationale Jugendprojekte
Informationen zur internationalen Arbeit und zu internationalen Jugendprojekten der FES
Die internationale Arbeit ist einer der Tätigkeitsschwerpunkte der Friedrich-Ebert-Stiftung. Ihre Leitlinien sind dabei Demokratie und Entwicklung weltweit fördern, zu Frieden und Sicherheit beitragen, die Globalisierung solidarisch gestalten und die Erweiterung und Vertiefung der Europäischen Union unterstützen. Die Stiftung ist dazu in mehr als hundert Ländern weltweit mit Projekten vertreten. Vor Ort arbeitet die FES mit verschiedenen Partnern zusammen, darunter Parteien, Gewerkschaften, NGO s, Regierungseinrichtungen und internationale Organisationen.
Das Thema Jugend spielt auch in der internationalen Arbeit der FES eine zentrale Rolle. Als WählerInnen und aktive BürgerInnen, aber auch als spätere EntscheidungsträgerInnen werden Jugendliche in Zukunft die Belange ihres Landes mitbestimmen. Eine Demokratie kann somit nur dann auf Dauer stabil sein, wenn sie von den Jugendlichen eines Landes mitgetragen und mitgestaltet wird.
Vor allem in Entwicklungsländern bieten Jugendliche ein enormes Potential für gesellschaftlichen Wandel, denn der demographische Anteil junger Menschen an der Gesellschaft ist dort sehr hoch. Zugleich sind viele Jugendliche hier von Krisen und Problemen wie gewalttätigen Konflikten, Arbeitslosigkeit und sozialer Ungerechtigkeit in besonderem Maße betroffen.
Mit einem breiten Spektrum von Maßnahmen fördert die Friedrich-Ebert-Stiftung in ihrer internationalen Arbeit die Partizipation junger Menschen am politischen Prozess und qualifiziert Nachwuchskräfte. Junge Menschen werden darüber hinaus an vielen Stellen als wichtige Multiplikatoren in die Arbeit der Stiftung miteingebunden.
Im folgenden finden Sie einige Beispiele aus der internationalen Arbeit der FES zum Thema Jugend.
One World Festival
Kontakt: Daniela Hinze
Das Referat Entwicklungspolitik begleitet in Berlin mit einer Veranstaltungsreihe seit drei Jahren das One World Festival , eines der größten internationalen Dokumentarfilmfestivals zum Thema Menschenrechte. Im Anschluss an einen ausgewählten Film werden wichtige gesellschaftspolitische Themen wie Friedensförderung, Vergangenheitsbewältigung und die Möglichkeiten entwicklungspolitischer Unterstützung mit Hilfe des Mediums Film direkt „vor Ort“ im Kino mit einem jüngeren Publikum diskutiert.
Youth Leadership Training – Training für junge Hoffnungsträger
Im Zentrum der sogenannten Youth Leadership Trainings steht die Schulung von Führungsnachwuchs. Vor einem pluralistischen und partizipativen Hintergrund wird einerseits Wissen zu weltweiten, regionalen und nationalen wirtschaftlichen sowie politischen Entwicklungen vermittelt, andererseits die für Führungsaufgaben erforderlichen „soft skills“ wie Moderation, Präsentation und Verhandlungstechniken. Diese modular aufgebauten Kompetenztrainings werden mittlerweile in zahlreichen Projekten der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit mit großem Erfolg durchgeführt.
Beispiele aus der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit der FES :
Madagaskar:
http://madagascar.fes-international.de/yltp_presentation.php (Französisch)
Tansania:
http://tanzania.fes-international.de/foa-democratic-youth-leadership.php (Englisch)
Regionalbüro „Arbeitsbeziehungen und Sozialdialog in Süd-Ost-Europa“ (Belgrad, Serbien)
www.dialog.fes.org.yu
Kontakt: Frank Hantke
Die Förderung der Jugendarbeit hat einen besonderen Stellenwert in der Arbeit des Regionalbüros „Arbeitsbeziehungen und Sozialdialog in Süd-Ost-Europa“. Viele Transformationsländer leiden unter hohen Arbeitslosenzahlen. Besonders trifft die Arbeitslosigkeit meist die Jugendlichen. Jugendarbeitslosigkeit birgt für die Entwicklung der Jugendlichen selbst aber auch für die gesellschaftliche Entwicklung von Regionen und Ländern große Gefahren. Wenn Jugendlichen keine Perspektiven geboten werden, ziehen sie sich zurück und sehen nur wenige Gründe für eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen und politischen Aufbau ihres Landes mitzuwirken.
Das Regionalbüro unterstützt Initiativen von Jugendlichen und Gewerkschaften zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit. Darüber hinaus wird der internationale Erfahrungsaustausch zur gewerkschaftlichen Jugendarbeit gefördert.
Politische Jugendarbeit und Jugendpolitik in Argentinien
www.fes.org.ar/Act_Juventud.htm (Spanisch)
Kontakt: Dr. Achim Wachendorfer
Argentinien erlebte 2001 eine schwerwiegende Wirtschafts- und Finanzkrise, die bis heute nachwirkt. Für einen politischen und wirtschaftlichen Neubeginn kommt jungen Menschen hier eine ganz besondere Rolle zu. Sie sind wichtig, um Argentiniens Zukunft mitzugestalten. Das FES -Büro in Buenos Aires hat daher eine Arbeitslinie zu den Themenbereichen politische Jugendarbeit und Jugendpolitik entwickelt. Auf kommunaler, nationaler und regionaler Ebene finden Aktivitäten statt, um Jugendpolitik und Netzwerkbildung zu unterstützen.
Auf kommunaler Ebene arbeitet die FES bereits seit Jahren mit den wichtigsten Städten Argentiniens zusammen. Hier wurde ein Weiterbildungsprogramm für die Verantwortlichen der Jugendabteilungen entwickelt, bei dem unterschiedliche Aspekte kommunaler Jugendpolitik bearbeitet werden. Regelmäßige Treffen dienen dem Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen und der Analyse von Problemen und Arbeitsansätzen. Ein Netzwerk hat sich entwickelt und unter www.poljuvlocal.com.ar wurde eine Website aufgebaut, auf der die TeilnehmerInnen Erfahrungen und Informationen austauschen können.
Young Progressives in Southeast Asia
www.fes.org.ph/seayp.htm (Englisch)
Kontakt: Mirko Herberg
Fast 40% der Bevölkerung Südostasiens sind junge Menschen unter 24 Jahren. Politisch zu sagen haben sie aber kaum etwas. Viele junge Politikinteressierte finden, dass ihre Interessen nach Arbeitsplätzen, sauberer Umwelt und sozialer Gerechtigkeit nicht angemessen berücksichtigt werden und möchten das ändern. Die FES unterstützt die jungen Menschen dabei und hilft bei der Bildung eines südostasienweiten Netzwerkes junger politisch Interessierter. Seit 2003 treffen sich ca. 35 AktivistInnen aus Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand und Kambodscha. Mittlerweile ist ein Netzwerk etabliert: eine e-group kommuniziert intensiv. Treffen finden regelmäßig statt.
Youth Empowerment in Botswana
www.fes.org.bw/03cYouth.htm (Englisch)
Kontakt: Helmut Elischer
Der Schwerpunkt Jugend ist für das FES -Büro in Botswana von zentraler Bedeutung. Die zunehmende Ausbreitung von HIV / AIDS unter Jugendlichen sowie die steigende Jugendarbeitslosigkeit drohen die Stabilität der Demokratie in Botswana zu gefährden. Die Mobilisierung der jungen Generation, sich aktiv in Politik und Gesellschaft einzubringen, spielt daher eine herausragende Rolle in der Arbeit der FES vor Ort. Die Führungskompetenzen von Jugendlichen schulen, den Dialog mit politischen Parteien und Institutionen im Bereich Jugendpolitik fördern – dieses sind nur einige Beispiele für Aktivitäten, die im Rahmen des „Youth Empowerment Forum“ jährlich stattfinden.
Young Professionals Network in Pakistan
www.fes.org.pk/ypn.html (Englisch)
Kontakt: Henning Effner
Das Young Professionals Network (YPN ) ist eine Initiative der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Ziel, jungen Menschen in Pakistan eine Plattform bieten und sie verstärkt in den politischen Prozess einzubinden. Talentierte Nachwuchskräfte werden durch das Young Professionals Network gefördert und in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt.
Studiengang „Labour Policies and Globalisation“ für junge GewerkschafterInnen aus Entwicklungsländern
www.global-labour-university.de (Englisch)
Die von der Friedrich-Ebert-Stiftung geförderte Global Labour University bietet zwei einjährige Masterprogramme an: „Labour Policies and Globalisation“ an der Universität Kassel und der FHW Berlin sowie „Labour and Development, Economic Policy, Globalisation and Labour“ an der University of Witwatersrand, Johannesburg, Südafrika. Dieses weltweit einzigartige Programm wird gemeinsam von den Universitäten und Gewerkschaften aus zahlreichen Ländern entwickelt und richtet sich an Studierenden, die bereits Erfahrungen mit Gewerkschaften und sozialen Bewegungen gesammelt haben. Im Rahmen des multidisziplinären Ansatzes des Masterprogramms analysieren und diskutieren die Studierenden die Herausforderungen der Globalisierung aus der Perspektive der Gewerkschaften. Das Programm führt Studierende und Lehrende aus Entwicklungs-, Schwellen- und Industriestaaten zusammen und bietet damit eine internationale und multikulturelle Lernatmosphäre.
Trialog – drei Länder, drei Städte, drei Sprachen
www.trialog.de.vu
In Russland fördert die FES die von Studierenden ins Leben gerufene Initiative „TRIALOG - drei Länder, drei Städte, drei Sprachen“. Dahinter verbirgt sich ein Netzwerk von politisch aktiven jungen Leuten aus Russland, Deutschland und der Ukraine, die gemeinsam politische Seminare und Konferenzen organisieren und sich für ein besseres Verständnis zwischen Ost und West einsetzen.
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