Internationale FES-Themenwoche 7.-10. November 2011 in Berlin
Soziale Ungleichheit, Finanzkrise, Klimawandel – niemand
kann die globalen Krisen alleine bewältigen. Gemeinsame und
gerechte Lösungen sind gefragt. Aber welche? Darüber haben wir uns mit Gästen aus aller Welt an vier Tagen während zehn Veranstaltungen ausgetauscht.
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Die Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hat im Juni 2011 darüber beraten, wie die soziale Sicherung weiter Teile der Weltbevölkerung verbessert werden kann. Im nächsten Jahr soll die Versammlung eine Empfehlung für die Einführung eines "Social Protection Floor" in ihren Mitgliedsländern verabschieden. Die Friedrich-Ebert-Stiftung begleitet diese politische Debatte mit Publikationen, Fachgesprächen und Konferenzen weltweit. Erfahren Sie hier mehr.
Was ist hier und heute sozial gerecht?
Dieser Frage geht die FES in allen Weltregionen in
mehreren internationalen Konferenzen nach. Entstanden sind die
Konferenzideen im Rahmen des FES-Thementeams soziale Gerechtigkeit,
bestehend aus FES-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland:
16.- 17.05.2011 | Mexiko-Stadt
Auf dem Weg zu einer modernen Konzeption
sozialer Gerechtigkeit
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10.- 11.05.2011 | Shanghai
Redistribution for Growth?
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31.03.2011 | Lagos
Union Leadership Training for Informal Workers' Organisations
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29.- 30.03.2011 | Tunis
Towards a New Social Contract
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Fragen von sozialer Gerechtigkeit gewinnen in der öffentlichen Debatte derzeit wieder weltweit an Bedeutung. Unsicherheit scheint sich als gesellschaftliches Grundgefühl zu etablieren. Ein wesentlicher Faktor dafür ist in den Industrieländern - auch als Folge der Krise - die wachsende "soziale Verwundbarkeit" der Gesellschaften. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger müssen sich aus den "Zonen des sozialen Zusammenhalts", der geregelten Arbeitsverhältnisse und der sicheren Daseinsvorsorge verabschieden. Andere, wie das Gros der Mittelklasse, haben Angst vor dem sozialen Absturz. Die ökonomische Dynamik aufstrebender Schwellenländer wiederum kann nur von Dauer sein, wenn gewährleistet ist, dass breite Bevölkerungsschichten daran teilhaben, und wenn die zunehmende Ungleichheit (sozial)politisch angegangen wird.
Rund 80 Prozent der Weltbevölkerung leben nach Schätzungen der Vereinten Nationen ohne Absicherung gegen Krankheit, Alter und Arbeitslosigkeit. Dadurch droht - wie der jüngste Bericht zu den Millenniums-Entwicklungszielen zeigt - die Abkopplung ganzer Regionen. Gerade der Blick auf die Entwicklungsländer verdeutlicht, dass umfassende Gerechtigkeit sich auch konkret in der internationalen Politik wiederfinden muss, um soziale Sicherheit als zentrales Menschenrecht zu verwirklichen.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung sieht die Kernaufgabe ihrer internationalen Arbeit darin, zur Entwicklung innovativer Ansätze sozialer Teilhabe beizutragen. Sie diskutiert die zentralen Fragen von Gerechtigkeit, Sozialpolitik und sozialer Sicherung mit Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft - im Dialog und Erfahrungsaustausch in und zwischen Entwicklungs- und Schwellenländern - und formuliert tragfähige politische Strategien. Eine wichtige Rolle spielt 2011 die Jahrestagung der Internationalen Arbeiterorganisation zum Schwerpunktthema "Social Protection Floor".