Dokumentationen
EQUAL PAY DAY 2012:
Rolle vorwärts - Wie schaffen wir Gleichstellung in Arbeit und Gesellschaft?
Einladungsflyer
07.02.2012
Umverteilen statt Vereinbaren
Geschlechtergerechte Verteilung von Arbeitszeit und Lohn
Einladungsflyer
Präsentation Dr. Barbara Stiegler
Erfolgreicher Auftakt der Veranstaltungsreihe zum Equal Pay Day:
„Rolle vorwärts. Wie schaffen wir Gleichstellung in Arbeit und Gesellschaft?
Umverteilen statt Vereinbaren!
Geschlechtergerechte Verteilung von Arbeitszeit und Lohn
mit

Dr. Barbara Stiegler (FES)
Edeltraud Glänzer (IG BCE)
Dienstag, 7. Februar 2012, 18.00 Uhr (IG BCE, Königsworther Platz 6, 30167 Hannover)
Rolle vorwärts - Nicht nur im Sport eine Leistung
Am gestrigen Dienstag Abend trafen sich in der IG BCE Hauptverwaltung in Hannover gut 50 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, darunter Gleichstellungsbeauftragte, Betriebsrätinnen und -räte und VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft, um über Gründe und Ursachen für Entgeltunterschiede zu diskutieren.
Frauen und Männer sind heute gleich gut ausgebildet. Statistisch ist der Anteil der jungen Frauen, die die allgemeine Hochschulreife erreichen und studieren sogar höher als der ihrer männlichen Geschlechtsgenossen. Aber dennoch ist ein Entgeltunterschied von derzeit immer noch 23 Prozent in Deutschland auszumachen. In den alten Bundesländern ist er höher als in den neuen und in Städten geringer als in den ländlich strukturierten Gemeinden.
Das geschäftsführende Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft BCE, Edeltraud Glänzer, erklärt gestern in ihrer Einführung eindrücklich: „Untersuchungen belegen eindeutig, dass in Unternehmen mit einer Betriebsvertretung und mit Tarifverträgen deutlich seltener eine Entgeltlücke besteht“.
Glänzer weiter: „Als wir auf dem Frauenkongress 2008 die Forderung nach gleicher Bezahlung für gleiche und gleichwertige Arbeit aufstellten, mussten wir feststellen, dass es in Deutschland kein Analyseinstrument gab“, betonte die Gewerkschaftsfrau Glänzer.
Dr. Barbara Stiegler, ehemalige Leiterin des Arbeitsbereiches Frauen- und Geschlechterpolitik bei der Friedrich-Ebert-Stiftung beleuchtete dann den besonderen Aspekt der geschlechtergerechten Verteilung von Arbeitszeit und Lohn und stellte dabei fest: „Es kommt bei allen Vereinbarungen zur Vereinbarkeit nicht darauf an, dass die Frauen es besser schaffen, Beruf und Familie oder Pflege in Einklang zu bringen. Vielmehr ist es von entscheidender Bedeutung, das Prinzip der Partnerschaft bei den Verteilungen der Zeiten in den Mittelpunkt zu stellen.“
In der sich daran anschließenden lebendigen Diskussion wurde deutlich, dass lange Elternzeiten, Teilzeit und geringe Entgelte in den Berufen mit einem hohen Frauenanteil mit Ursache des gender pay gap sind. Es wurde in der Diskussion auch noch einmal deutlich gemacht, was für ausgesprochen falsche Weichen dabei das Betreuungsgeld - die sogenannte „Herdprämie“ - setzt.
Die Reihe wird am 29. Februar 2012 (18 Uhr, IG BCE) zum Thema „Vom Niedriglohn zur Altersarmut? Frauen haben mehr verdient! “ mit Annelie Buntenbach (DGB) fortgesetzt. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein.
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