PRÄSENTATION DES RECHTSPOLITISCHEN KONGRESS IM INTERNET


VORBEREITET VON
ALEKSANDRA SOWA

UNTER
DER WISSENSCHAFTLICHEN
BETREUNG VON
HERRN DR. JOACHIM VESPER
(IM BEREICH DER ABT.EDV)
UND
HERRN PROF. THOMAS MEYER
(IM BEREICH
DER POLITISCHEN BILDUNG)


Max Frisch, Homo Faber. Ein Bericht

(...)Professor O. ist immer eine Art Vorbild gewesen, obschon kein Nobelpreisträger, keiner von den Professoren der ETH Zürich, die Weltruhm genießen, immerhin ein seriöser Fachmann - Ich werde nie vergessen, wie wir in weißen Zeichenmänteln, Studenten, um ihn herumstehen und lachen über seine Offenbarung: Eine Hochzeitsreise (so sagte er immer) genügt vollkommen, nachher finden Sie alles Wichtige in Publikationen, lernen Sie fremde Sprachen, meine Herren, aber Reisen, meine Herren, ist mittelalterlich, wir haben heute schon Mittel der Kommunikation, geschweige denn morgen und übermorgen, Mittel der Kommunikation, die uns die Welt ins Haus liefern, es ist ein Atavismus, von einem Ort zum anderen zu fahren. Sie lachen, meine Herren, aber es ist so, Reisen ist ein Atavismus, es wird kommen der Tag, da es überaupt keinen Verkehr mehr gibt, und nur noch die Hochzeitspaare werden mit einer Droschke durch die Welt fahren, sonst kein Mensch - Sie lachen, meine Herren, aber Sie werden es noch erleben!(...)

Bonn, den 09.06.97

Im Juli 1996 wurden die ersten Seiten des Rechtspolitischen Kongreß im Internet präsentiert. Zuerst wurde die Präsentation auf ein sehr kleines Angebot beschränkt und hat folgende Themen/Bereiche behandelt: Begrüßungsseite, Tagesordnung, Informationen über die geplanten Veranstaltungen im Netz, "Zahlen, Daten, Fakten" - organisatorische Hinweise für die Teilnehmer, Retrospektive der bisherigen Rechtspolitschen Kongresse, Sammlung der Verweise (Links) aus dem Bereich Recht. Diese Seiten wurden danach ständig aufgearbeitet und erweitert.

Auf die Seiten des Rechtspolitischen Kongresses wurde allein im Monat Juli 244 mal zugegriffen. Am häufigsten wurden die Seiten mit der Tagesordnung, mit Informationen über die geplanten Aktivitäten im Netz, sowie die Seite mit den allgemeinen Informationen über den Kongreß in Mainz besucht Die Zahl der Besucher der Internet Präsentation des Rechtspolitischen Kongresses ist in den nächsten Monaten rapide gestiegen und erreichte kurz vor der Veranstaltung in Mainz die beeindruckende Zahl von 3662 Zugriffen. Die Veränderungen der Zugriffsrate auf die Seiten des Rechtspolitischen Kongreß zeigt Tabelle 1.

Jul96 Sep96 Okt96 Nov96 Dec96 Jan97 Feb97 Apr97
Allgemeine Zugriffsrate 244 964 1324 1470 1740 2069 2468 3662
Tagesordnung 72 271 392 434 517 638 799 1232
Informationen über Kongreß 69 240 317 346 392 469 591 864
Kongreß Live im Internet 72 265 356 392 446 519 624 902
Linkssammlung 33 98 130 140 169 213 261 379
Geschichte der Kongresse 32 65 92 99 120 146 175 236
Informationsanforderung Online 48 140 221 256 302 363 451 486
Anmeldung Online 50 113 227
Informationen über Referenten 113 156 171 208 263 329 539
Teilnahmebedingungen 17 75 170 333 617

Tabelle 1.

Diagramm 1. Veränderungen der Zugriffsrate auf die Seiten des Rechtspolitischen Kongreß>>

Die hohe Zahl der Zugriffe zeigt, wie erfolgreich die Präsentation im Internet verlief. Zusammen mit den Besuchern der Online Präsentation vor Ort während des Rechtspolitischen Kongreß in Mainz betrug die Zugriffsrate 4647. (Zum Vergleich, die Zugriffsrate auf den bisher bekanntesten Online-Dienst der Friedrich-Ebert-Stiftung, die Bibliotheksdatenbank: 6718 Zugriffe im Zeitraum von 20. Dezember 1995 bis zum 2. Juni 1997).

Großen Einfluß auf den Erfolg der Internet Präsentation des Rechtspolitischen Kongresses hatte die Strategie, mit der die Seiten verlinkt worden sind (d.h. von welchen Stellen oder Seiten ausgehend man die Information über den Kongreß finden konnte). In diesem Fall erfolgte die Ankündigung auf der am häufigsten besuchten HOMEPAGE der Friedrich-Ebert-Stiftung (besonders wichtig für die "Erstbesucher"); aus der Seite POLITISCHE KOMMUNIKATION => VERANSTALTUNGEN; ständig wurden auch die Neuigkeiten des Kongresses auf der Seite NEU AUF DEM SERVER angekündigt.

Allein damit hätte man das Internet-Publikum außerhalb der Friedrich-Ebert-Stiftung "Stammbesucher" allerdings nicht erreichen können. Vielmehr ging es darum, das Publikum für die Seiten des Rechtspolitischen Kongresses zu interessieren oder überhaupt auf diese Seiten aufmerksam zu machen. Besonders wichtig für "publishing", "promoting" und "communicating" im Internet sind die Hinweise von Hope N. Tillman, erfaßt in dem Artikel "Evaluating Quality on the Net". Nach seine Ratschlägen wurden folgende Kriterien und Fragestellungen während der Vorbereitung der Präsentation für Internet berücksichtigt:

  1. Wie schwierig ist es, die Zielgruppe der Präsentation zu erreichen?
  2. Welches ist die Zielgruppe überhaupt? Und:
    • Falls man sie nicht kennt, ist es trotzdem einfach, die Präsentation im Internet zu finden?
    • Wie schnell können die nicht Interessierten merken, daß sie sich am falschen Ort befinden, damit sie die Seiten verlassen?
  3. Wie effektiv kann man über das Internet verkaufen/veröffentlichen?
  4. Ist man an der Meinungen der Zielgruppe interessiert?
  5. Hat man eine Möglichkeit die Kommunikation mit der Zielgruppe aufrechtzuerhalten?

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