FES Medienpolitik
Die Medienlandschaft war noch nie so vielfältig wie heute. Damit aber ist sie für viele Menschen auch immer unübersichtlicher geworden. In den neuen Medien sind die Nutzer Informationskonsumenten und Informationsproduzenten zugleich. Die Seriösität von Informationen ist schwieriger denn je zu überprüfen, die Kompetenz der Informationsmacher ebenso. Den alten Medien, Zeitungen, Zeitschriften, aber auch Rundfunk und Fernsehen wird immer häufiger die Sinnfrage gestellt. Für viele sind sie bereits heute verzichtbar.
Durch die neuen Medien sind wir zu einer Mehrklassengesellschaft geworden. Längst nicht überall sind die technischen Möglichkeiten für die Informationsrevolution der neuen Medien erschlossen. Und längst nicht alle sind geschult, die modernen Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen.
Medienpolitik ist mehr denn je zu einer umfassenden Aufgabe geworden. Sie muss den Rahmen setzen für möglichst viel Informationsfreiheit, ohne der Verletzung von Persönlichkeitsrechten tatenlos zu zuschauen. Sie muss Wege finden, dass alle Zugang zu Informationen haben, ohne dass geistiges Eigentum zur Ramschware wird. Sie muss den Schutz des Einzelnen als Nutzer, aber zugleich als Produzent von Informationen im Blick haben.
Medienpolitik geht jeden an, weil sich die alte Trennung von Medienkonsumenten und Medienmachern aufgelöst hat. Jeder kann im Netz beides sein. Chancen und Gefährdungen liegen auf der Hand. Deshalb bedarf es dringlicher denn je der Information über die Informationsbranche.
Die FES wendet sich in diesem zentralen Gestaltungsfeld in unterschiedlichsten Formaten an Journalisten, Beschäftigte in den verschiedensten Branchen der Medienwirtschaft, an Entscheidungsträger in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wendet sich aber auch an Studierende und Schüler, die mehr über die Mechanismen der modernen Informationsströme erfahren wollen.







