
ECAM Photo Stock / Chile
In Venezuela
Friedrich-Ebert-Stiftung / ILDIS
Dr. Heinrich Sassenfeld
Apartado 61.712 Chacao
YV Caracas 1060-A
VENEZUELA
Tel. 0058/ -212 -265 69 19/ 263 20 44
Fax 0058/ -212 -263 00 01
mail sassenfeld[at]ildis.org.ve
Weitere Informationen über das regionale FES-Kompetenzzentrum in spanischer Sprache erhalten Sie hier.
In Deutschland
Sarah Ganter (ab August 2012)
Friedrich-Ebert-Stiftung
Referat Lateinamerika und Karibik
Hiroshimastr. 17
10785 Berlin
Tel. (+49) 30/ 26935 7405
Fax (+49) 30/ 26935 9253
mail katharina.reinert[at]fes.de
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"Wenn die Vereinigten Staaten husten, bekommt Lateinamerika eine Lungenentzündung"
war früher die Faustregel für die Subregion, die seit 1980 sechs schwere Krisen erlebte und zum Experimentierfeld des Neoliberalismus wurde. Heute sind es ausgerechnet die südamerikanischen Staaten, die die jüngste Krise relativ schadlos überstanden.
Hintergrund des guten Abschneidens vieler südamerikanischer Länder ist - neben dem anhaltenden Rohstoffhunger Chinas und antizyklischer Maßnahmen vor Ort - eine politische Wende durch linke Regierungen, die den Marktkräften nicht mehr blind vertrauen. Statt dessen setzen sie auf einen handlungsfähigen Staat in Wirtschaft und Gesellschaft, eine stabilitätsorientierte Wirtschafts- und Fiskalpolitik, wirkungsvolle Sozialprogramme und Arbeitsmarktreformen sowie auf ein neues Verhältnis zwischen Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und Politik. Zudem diversifizieren sie ihre wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zum Rest der Welt und - allen voran Brasilien - verschaffen sich Gehör in globalen Foren.
Die lateinamerikanischen Linksregierungen unterscheiden sich zwar in ihrem ideologischen Diskurs, ihrer Rhetorik und ihre politischer Praxis. Ihnen allen aber ist gemeinsam, dass sie die Suche nach alternativen Wirtschafts- und Entwicklungswegen und neuen Leitbildern begonnen haben. Diese Suche hat in einer Reihe von südamerikanischen Ländern nun erste Ansätze einer eigenen Antwort auf die ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen hervorgebracht. Folgende Aspekte rücken dabei in den Mittelpunkt:
Die Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt die Debatte über neue Wirtschafts- und Entwicklungsansätze in allen südamerikanischen Ländern (sowie in Mexiko) durch die Schaffung eines regionalen Kompetenzzentrums. Dessen Ziel ist es, einen Dialogprozess zwischen Experten, zivilgesellschaftlichen Kräften, Gewerkschaften und politischen Entscheidungsträgern über neue Entwicklungschancen in Gang zu setzen. Durch die partizipative Erarbeitung von Szenarien möchte die FES die zentralen politischen "Stellschrauben" identifizieren und den Blick für alternative Zukunftsbilder und Handlungsoptionen öffnen.