Bolivien, Ecuador, Peru, Venezuela
Stephan Reichert
Friedrich-Ebert-Stiftung
Referat Lateinamerika und Karibik
Hiroshimastr. 17
10785 Berlin
Tel.(+49) 30/ 26935- 7470
Fax (+49) 30/ 26935 9253
mail stephan.reichert[at]fes.de
Kolumbien
Hilmar Ruminski
Friedrich-Ebert-Stiftung
Referat Lateinamerika und Karibik
Hiroshimastr. 17
10785 Berlin
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In der Anden-Region stoßen Gegensätze auf einander: Gemäßigte rechte wie linke Regierungen stehen neben nationalistisch-populistischen Führern. Manche traditionelle Parteien versinken in Bedeutungslosigkeit wie in Bolivien, andere erfahren ein politisches Comeback wie in Peru. Straßenblockaden und Stürze von Präsidenten gehen einher mit einem grundsätzlichen Respekt vor demokratischen Prinzipien. Während in Bolivien eine aktive Zivilgesellschaft und partizipative Ansätze wie öffentliche Anhörungen zum politischen Alltag gehören, nehmen in Venezuela autoritäre Tendenzen zu. Ein wirtschaftlich entwickeltes Land wie Kolumbien mit einer ausdifferenzierten Industrie und hohem Bildungsstand grenzt an Staaten wie Ecuador und Peru, die von einer unrentablen Landwirtschaft und rohstoff-orientierten Exporten geprägt sind. Während in einem Land wie Peru blutige Auseinandersetzungen zwischen Militär und Guerilla-Bewegungen der Vergangenheit angehören, besteht in Kolumbien seit 30 Jahren ein offener Konflikt, der in die ganze Region ausstrahlt. Eine Sonderrolle in der Region spielt Venezuela, dessen Erdölvorkommen sowohl die Innen- als auch die Außenpolitik des Landes bestimmt. Der hohe Anteil indigener Bevölkerung, der die Anden-Region von den übrigen südamerikanischen Ländern unterscheidet, verstärkt die Diversifizierung der Gesellschaft.
Demokratieförderung muss diese verschiedenen Herausforderungen und Chancen berücksichtigen. Deshalb ist die Friedrich-Ebert-Stiftung in jedem Land der Region mit einem Büro und einem entsandten Mitarbeiter vertreten. Gemeinsam mit den gesellschaftspolitischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern vor Ort arbeitet die Friedrich-Ebert-Stiftung auf nationaler und auf regionaler Ebene zur Stärkung demokratischer Kräfte, Wirtschafts- und Sozialpolitik, Öffentliche Sicherheit und Friedensförderung, energiepolitische Integration.