ReferentInnen


Prof. Dr. Dr. h.c. Albin ESER, M.C.J.

Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht

Geboren 1935 in Leidersbach (Unterfranken). Studium der Rechtswissenschaft ab 1954 an den Universitäten Würzburg, Tübingen, Freie Universität Berlin, abgeschlossen mit dem ersten Juristischen Staatsexamen (1958) und dem Dr. jur. utr. (1962) in Würzburg. Im Studienjahr 1960/61 am Institut für Comparative Law der New York University, abgeschlossen mit dem Master of Comparative Jurisprudence (M.C.J.). Nach dem Assessorexamen im Jahr 1964 Wechsel an die Universität Tübingen, dort Habilitation 1968 im Strafrecht, Strafprozeßrecht und Strafrechtsvergleichung. Für diese Fächer 1970 Professor an der Universität Bielefeld, 1974 Rückkehr nach Tübingen und 1982 Wechsel an die Universität Freiburg unter gleichzeitiger Berufung zum Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht.

Neben der Lehre und Forschung Richter im Nebenamt von 1971-1974 am Oberlandesgericht Hamm und von 1975-1988 am Oberlandesgericht Stuttgart.

Tätigkeiten in der Akademischen Selbstverwaltung und in Wissenschaftsorganisationen:

1972-1974 als Dekan und als Prorektor an der Universität Bielefeld, 1986/87 als Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät in Freiburg; von 1977-1983 als Mitglied des Senats und von 1989-1992 als Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, seit 1994 Vorsitzender der Geisteswissenschaftlichen Sektion der Max-Planck-Gesellschaft.

Akademische Ehrungen:

1991 Verleihung des Doktor honoris causa der Jagellionen Universität Krakau. 1994 Wahl zum Ehrenmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.

Wichtige Veröffentlichungen:

Studienkurs Strafrecht, 4 Bände (1971-1992); Einführung in das Strafprozeßrecht (1983); Mitautor des StGB-Kommentars von Schönke/Schröder seit der 17.-25. Auflage (1974-1996). Durchführung von größeren rechtsvergleichenden Forschungsprojekten zu Rechtfertigung und Entschuldigung, zum Schwangerschaftsabbruch und zum Umweltschutz durch Strafrecht. Neuerdings Grundlagenforschung zu einem allgemeinen Strukturvergleich des Strafrechts und zu rechtspolitischen Neuorientierungen im Sinne einer "menschengerechten" Strafjustiz.


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