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Halle 6

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Die Arbeiterbewegung



Mit der zunehmenden Industrialisierung wuchs auch die neu entstandene Klasse der Arbeiter, die in sozialistischen, kommunistischen und anarchistischen Bewegungen für ihre Rechte kämpften .

Mit dem Aufruf "Proletarier aller Länder, vereinigt Euch", dem Schlußsatz des von Karl Marx ausgearbeiteten Kommunistischen Manifests, war die Idee des linken Internationalismus formuliert. 1864 wurde auf Anregung von britischen und französischen Arbeiterassoziationen und unter maßgeblicher Mitwirkung von Marx und Friedrich Engels die Erste (Sozialistische) Internationale gegründet. Sie besteht bis heute in veränderter Form fort. Ihr momentaner Vorsitzender ist der Fraktionsvorsitzende der SPD, Rudolf Scharping.

Das Industriezeitalter ist von Ideologien geprägt, von denen man im postmodernen Informationszeitalter Abschied nimmt. Insbesondere im 20. Jahrhundert kam es zu Auseinandersetzungen ideologischer Art. So z.B. im Spanischen Bürgerkrieg in den 30er Jahren unseres Jahrhunderts: Die Idee des linken Internationalismus wurde auch durch die Internationalen Brigaden während des Spanischen Bürgerkrieges dokumentiert, in dem die spanischen Faschisten mit Unterstützung des nationalsozialistischen Hilter-Regimes gegen Kommunisten und Anarchisten kämpften. Viele der in den Internationalen Brigaden Kämpfenden wurden getötet oder bei ihrer Rückkehr in ihrem Heimatland vor Gericht gestellt.

Die Internationale

1. Wacht auf, Verdammte dieser Erde,

die stets man noch zum Hungern zwingt!

Das Recht, wie Glut im Kraterherde,

nun mit Macht zum Durchbruch dringt!

Reinen Tisch macht mit dem Bedränger,

Heer der Sklaven, wache auf!

Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger!

Alles zu werden, strömt zuhauf!

Völker, hört die Signale!

Auf zum letzten Gefecht!

Die Internationale

erkämpft das Menschenrecht!

2. Es rettet uns kein höh'res Wesen,

kein Gott, kein Kaiser noch Tribun.

Uns dem Elend zu erlösen,

können wir nur selber tun!

Leeres Wort: Des Armen Rechte!

Leeres Wort: Des Armen Pflicht!

Unmündig nennt man uns und Knechte.

Duldet die Schmach nun länger nicht!

Völker, hört die Signale! ...

3. In Stadt und Land, wir Arbeitsleute,

wir sind die stärkste der Partein.

Die Müßiggänger schiebt beiseite!

Diese Welt muß unser sein!

Unser Blut sei nicht mehr der Raben

und der nächt'gen Geier Fraß!

Erst wenn wir sie vertrieben haben,

dann scheint die Sonn' ohn' Unterlaß!


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