Kommunikation im Industriezeitalter
Kommunikation ist der Zentralbegriff, mit dem Fortschritt zusammenhängt:
Erst Sprache ermöglicht es, innerhalb einer Generation Erfahrungen
auszutauschen und diese damit zum Allgemeingut zu machen - und die Konservierung
von Sprache, sei es in Form von Höhlenzeichnungen, Tontafeln, Papyrusrollen,
Büchern oder auf Computerfestplatten, erleichtert den Austausch von
Erfahrungen über mehrere Generationen hinaus.
Damit ist Kommunikation auch eine notwendige Bedingung für einen
revolutionären Umbruch. Medientheoretiker haben z.B. den Zusammenhang
der Sanften Revolution in der DDR und den Einfluß der Medien untersucht.
Im Industriezeitalter ist es neben der Industriellen Revolution auch
zu einer Informationellen Revolution gekommen: Großprojekte wie
der Eisenbahnbau,
die Erfindung des Telegraphen und die maßgebliche Verbesserung des
Post - und Pressewesens führte
zu einer bis dahin nie gekannten Kommunikationsdichte. Auch die Erfindung
des Telefons in der Mitte des 19. Jahrhunderts ist ein Kommunikationsdurchbruch
gewesen.
Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten verbesserten auch die Bildung
von sozialen Gruppen, die über ihre lokalen und regionalen Bezüge
hinaus Informationen aus anderen Regionen bekamen: Eine internationale
Arbeiterbewegung entsteht im 19. Jahrhundert.
Zum nächsten Raum
Oder gleich in bestimmte Räume:
©Friedrich Ebert Stiftung
| Technical support | Net Edition
Joola | August 1997
|