1.3 Frauengerechte Ausgestaltung der Wirtschafts- und Sozialpolitik
Die bestehende Diskriminierung von Frauen im ökonomischen Prozeß wird durch die in vielen Ländern eingeleiteten Strukturanpassungsprogramme noch verschärft. Die sozialen Härten, die mit den Anpassungsprozessen verbunden sind, wirken sich besonders nachteilig auf die Situation der Frauen aus.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Beratung zu wirtschafts- und sozialpolitischen Fragestellungen im Rahmen der Frauenförderung eine zunehmende Bedeutung. Durch die spezielle Berücksichtigung und Forderung von sozialen Komponenten in den Anpassungsprogrammen können Frauen überproportional profitieren. Die einzelnen Beratungsthemen ergeben sich dabei in Abhängigkeit von den landesspezifischen Rahmenbedingungen und der Projektzielsetzung.
Anregungen zu einer die frauenrelevanten Fragestellungen berücksichtigenden Vorgehensweise finden sich u.a. im Manual "Soziale Dimensionen der Marktwirtschaft".
Um konkrete Ansätze für die Berücksichtigung frauenrelevanter Aspekte zur sozialen Ausgestaltung der Wirtschafts- und Sozialpolitik zur erarbeiten, muß die Problemlage zunächst aus Sicht der Frauen analysiert werden. Neben der Erstellung von Studien sollte hierzu auf die Erfahrungen von Frauenorganisationen bzw. auf Kontakte mit den betroffenen Frauen selbst zurückgegriffen werden.
Für eine frauengerechte Ausgestaltung der Wirtschafts- und Sozialpolitik sind darüber hinaus eine entsprechende Sensibilisierung der meist männlichen Entscheidungsträger für Frauenbelange oder die Unterstützung von Prozessen, die zu einer größeren Repräsentation von Frauen in Entscheidungsgremien führen, von Bedeutung.

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