Zu den Schwerpunkten der gesellschaftspolitischen Zusammenarbeit im einzelnen:

1.1.1 Partizipation von Frauen im politischen Entscheidungsprozeß

Obwohl Frauen in zahlreichen Ländern gleichberechtigt am Unabhängigkeitskampf bzw. dem Widerstand gegen ein undemokratisches Regime beteiligt waren, wurde ihnen nach Erreichung der Ziele wieder ihre traditionelle Rolle zugewiesen. Von einer gleichberechtigten politischen Partizipation sind Frauen in allen Ländern weiterhin weit entfernt. Die Ursachen sind vielfältig: neben dem Beharren der Männer auf der traditionellen gesellschaftlichen Machtverteilung sind die Hindernisse für die Mitwirkung von Frauen an politischen Entscheidungsprozessen die gleichen, die auch ihrem Zugang zu qualifizierten Berufspositionen im Wege stehen.
Die Ansatzpunkte für die Projektarbeit sind vielfältig:
für die Analyse der Situation bzw. die Ermittlung der Ursachen für die unterproportionale Beteiligung von Frauen im politischen Entscheidungsprozeß sollten neben offiziellen Statistiken, allgemeinen Informationen, etc. vor allem Gespräche und Diskussionen mit den Frauen der Zielgruppe geführt werden. Ziel dabei ist die Integration der Frauen sowie die Analyse der Probleme bzw. Erarbeitung von Lösungsansätzen auf Basis ihrer Perspektive. Hieraus ergibt sich ein Spektrum von Arbeitsthemen für den gesellschaftspolitischen Dialog.
insbesondere im Rahmen der in vielen Ländern eingeleiteten Dezentralisierungsprogramme eröffnen sich Freiräume, die von Frauen besetzt werden sollten, damit sie selbst an der Schaffung für sie günstiger Rahmenbedingungen mitwirken können. Projektaktivitäten zu diesem Arbeitsbereich sollten daher auf eine besondere Berücksichtigung von Frauen abzielen.

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