fes HOMEMAILSEARCHHELPNEW

Abteilung Internationale Entwicklungs-
zusammenarbeit

Homepage


Internet Cafe
der FES




    f a i r handeln

Was ist TransFair? | What's all about TransFair | TransFair World Wide | Fair gehandelter Tee | Guestbook!

Billiger Kaffee macht arm

Noch nie war Kaffee so billig. Als Verbraucher können wir uns darüber freuen. Als Arbeitnehmer auch: Heute müssen wir im Durchschnittt neunmal weniger arbeiten als vor 15 Jahren, um uns ein Pfund Kaffee aus dem Supermarkt leisten zu können (1977: 1,5 Stunden, heute: 10 Minuten).

Bei dieser Entwicklung werden die Kaffeebauern in den Ländern des Südens arm. Obwohl sie immer mehr arbeiten, verdienen sie heute viermal weniger als vor 15 Jahren. Viele müssen aufgeben, ziehen in die Städte und vergrößsern dort das Heer der Arbeitslosen.

Zudem sind im gleichen Zeitraum all jene Industriegüter teurer geworden, die wir in die Länder des Südens verkaufen.

So lebt ein Teil der Welt auf Kosten des anderen. Wir meinen: Das muß sich ändern. Dabei könnten auch Sie als Kaffeetrinker mitmachen. Fairsuchen Sie's mal.

Fair kaufen

Viele Schweizer und Holländer kaufen ihn, und seit einiger Zeit gibt es auch bei uns: den fair gehandelten Kaffee.

Seine Produzenten sind Kleinbauern aus verschiedenen Ländern des Südens. Sie liefern Rohkaffee direkt an Fairmarktungsorganisationen und erhalten somit mehr als auf dem Weltmarkt. Außerdem bekommen sie 60 mProzent des Kaufpreises vorab. Fairtraglich gelten langfristige Abnahmegarantien.

Der höhere Preis ist keine Mitleidsspende, sondern gerechter Lohn für harte Arbeit. Für die Kleinbauern bedeutet er Sicherung ihrer Existenz und Verbesserug der Lebensqualität.

Als Verbraucher können wir mithelfen, die Welt ein wenig zu fairändern. Fair gahendelten Kaffee gibt es ab Herbst 1992 in immer mehr Supermärkten. Und vielleicht in ihrer Betriebskantine: wenn Sie ihn fairlangen.

COOCAFE - ein Projekt in Costa Rica

COOCAFE ist der Genossenschaftsverband von kleinbäuerlichen Kaffeeproduzenten, die in der Provinz Guanacaste in Costa Rica leben.

Um einem fairen Preis zu erzielen verkaufen sie ihre eigenen Kaffeemarken direkt an alternative Handelsorganisationen: Zum Beispiel "Cafe Monte de Oro". eine hochwertige Arabica-Sorte, die sich in Deutschland wachsender Beliebtheit erfreut.

Die Mehreinnahmen kommen nicht nur den Familien zugute, sondern ermöglichen auch Dorfentwicklungsprogramme, Bildungseinrichtungen und Aufforstungsprojekte.

Bei diesen Schritten hat die Friedrich-Ebert-Stiftung gestanden. Außerdem fördet sie den Verband kleinbäuerlicher Kaffeeproduzenten in Lateinamerika, die "Frente de Cafetaleros Solidarios de América Latina". Damit der faire Kaffee-Handel auch in anderen Ländern möglich wird.

Von Kleinbauern geerntet, zum fairen Preis direkt gehandelt

Nur wo TRANSFAIR draufsteht, ist auch fair gahendelter Kaffee drin. Das Gütesiegel wird von FRANSFAIR e.V., Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt" vergeben. 21 entwicklungspolitische, kirchliche und gewerkschaftliche Organisationen, darunter auch dei Friedrich-Ebert-Stiftung, sind Träger dieses Vereins. Sein Ziel:fair gehandelte Produkte von Kleinbauern aus der Nische der Dritte-welt.Läden in die Regale der Supermärkte zu hieven.

Mit neun Röstereinen und drei Importfirmen wurden bereits Lizenzverträge abgeschlossen. Einige Handelsketten haben ihre Bereitschaft signalisiert, TRANSFAIR-Kaffee in den Supermärkten einiger Bundesländer anzubieten.

Die Vergabe des Gütesiegels ist an Bedingungen gekoppelt: Die Firmen verpflichten sich, einen Mindespreis von rund 2DM pro Pfund zu zahlen, den Kleinbauern 60 Prozent des Kaufwertes im voraus zu überweisen, langfristige Abnahmegarantien zu geben und nur mit Genossenschaften aus einem festgelegten Produzentenregiester zu handeln.

Bislang liegt der Anteil fair gehandelten Kaffees in Deutschland bei 0,3 Prozent. Sollte TRANSFAIR-Kaffee auch nur ein Prozent Marktanteil erringen, würde das Mehreinnahmen von 10 Millionen Mark für die Kleinbauern bedeuten.

Mehr über AKTION FAIRER HANDEL erfahren Sie unter der Adresse:

Friedrich-Ebert-Stiftung
Godesberger Allee 149
53175 Bonn

Please, sign our guestbook


© Friedrich Ebert Stiftung | technical support | net edition ola | Oktober 1997