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Energiedialog Europa

Fragen von Energiesicherheit und Klimaschutz nehmen nicht erst seit dem Streit um die Gaslieferungen Russlands an die Ukraine und Belarus oder den Vorbereitungen auf den G8 Gipfel in Heiligendamm einen hohen Stellenwert ein. Unsere wichtigsten endlichen Energieträger Erdöl und Erdgas unterliegen nicht mehr Marktmechanismen, die Abhängigkeiten zwischen Anbieter- und Verbraucherländern sind zunehmend asymmetrisch und die Klimaschäden bei ihrer Verbrennung rücken immer mehr in das Zentrum der Öffentlichkeit.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat vor diesem Hintergrund ein Projekt zum Energiedialog in Europa begonnen. Es räumt der Tatsache, dass Energiepolitik an der Grenze nicht aufhört, zentrale Bedeutung ein. Energiepolitik ist nämlich, gerade für ein Land ohne bedeutende Erdöl- und Erdgas-Vorkommen wie die Bundesrepublik Deutschland, immer auch "Energieaussenpolitik".

Dazu hat die FES in ausgewählten europäischen Staaten (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Polen, Spanien und Ungarn) Studien über die jeweilige nationale Energiepolitik erstellt, diese im Rahmen von Länderworkshops unter Beteiligung von Fachpublikum vor Ort diskutiert und im März eine internationale Konferenz in Berlin veranstaltet.

Nächste Schritte sind nun die Erstellung von Studien in energiepolitisch bedeutenden Staaten ausserhalb der EU sowie die Präsentation einer abschliessenden Gesamtstudie. Ziel ist es Handlungsstrategien für eine nachhaltige und erfolgreiche Energieaussenpolitik Deutschlands, aufbauend auf einer breiten, verlässlichen Informationsbasis, zu formulieren.