Seitentitel: FES international - im Nahen/Mittleren Osten und Nordafrika.
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Veranstaltungen im Rückblick

Veranstaltungsrückblick aktuelles Jahr und Jahresauswahl

Veranstaltungen 2008

v.l.n.r.: Marcel Pott, Alyazia Khaleefa Al Suwaidi, Andrea Nüsse, Bassam Abnou Zeid und Ingolf Karnahl

v.l.n.r.: Anis Abul-Ella, Iskandar El-Diock, Barbara Kuhnert und Michael Kronacher

Fotos: R. Zensen

25. November 2008

MedienBilder der arbischen Welt in Deutschland - Deutschlandbilder in der arabischen Welt

Medienforum

Welche medial vermittelten Bilder über die arabischen Länder gibt es in Deutschland und welches Bild von Deutschland hat man in der arabischen Welt? Wie können diese medial vermittelten Bilder verändert oder vervollständigt werden? Diese Fragen debattierten Journalisten aus Deutschland und der Arabischen Welt am 25. November auf dem von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft e.V. (DAFG) organisierten Berliner Medienforum „ Bilder der arabischen Welt in Deutschland – Deutschlandbilder in der arabischen Welt“.

Die einführenden Vorträge von Michael Kronacher (Vorstand DAFG), von Dr. Thomas Steg (stellvertretender Regierungssprecher) und Hans-Ulrich Klose (MdB, Vorstand FES) stimmten überein, dass das Bild des Anderen von Vorurteilen und Stereotypen geprägt sei und folglich verbessert werden müsse – ein Eindruck, der sich auch in den Beiträgen der Podiumsdiskutanten verstärkte. In diesem Zusammenhang wurde kritisiert, dass die arabische Welt in den westlichen Ländern zu häufig mit verallgemeinernden Vorstellungen von „dem Islam“ oder „den Muslimen“ gleichgesetzt würde: Vor allem die europäischen Medien seien noch zu häufig von unausgewogenen und teils extremen Bildern geprägt, zum Beispiel von romantischen Vorstellungen von der arabischen Welt à la „1001 Nacht“ oder aber von jubelnden Arabern nach den Ereignissen des 11. September 2001. Gleichzeitig komme auch die kulturelle, politische und soziale Vielfalt Europas in arabischen Medien zu kurz. Ein verstärkter medialer Austausch sei auch und gerade vor dem Hintergrund der Union für das Mittelmeer und den Assoziierungsabkommen der EU mit einigen arabischen Staaten wichtig. Das Medienforum stellte den Auftakt einer Kooperation zwischen DAFG und FES dar, die das Ziel einer besseren Zusammenarbeit zwischen deutschen, arabischen und internationalen Medien und einer differenzierteren und ausgewogeneren Berichterstattung verfolgt. Die Veranstaltung diente daher neben einer allgemeinen Bestandsaufnahme der wechselseitigen Berichterstattung über den jeweils Anderen auch der Identifikation von zentralen Herausforderungen und Fragestellungen für die weitere Arbeit: Das Thema „Medien und Berichterstattung in Deutschland und in der arabischen Welt“ wird die DAFG und die FES auch im kommenden Jahr begleiten.

 

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v.l.n.r.: Andrea Hoops, Prof. GadYair, Prof. Faisal Azaiza, Steffen Reiche

v.l.n.r.: Arie Kizel, Prof. Tamar Ariav, Erhard Laube

Fotos: J. Liebe

13. November 2008

„Bildung in einer Einwanderungsgesellschaft – Anforderungen an die Bildungspolitik in Israel“

Fachkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung anlässlich des 60. Jahrestags der Gründung des Staates Israel, 13. November 2008

Die Gründung des Staates Israel im Mai 1948 leitete sechs Jahrzehnte moderner israelischer Geschichte und Unabhängigkeit ein. Ausgehend von den sozialistischen Idealen seiner Gründergeneration , hat der Staat eine beeindruckende wirtschafts- und sozialpolitische Leistung erbracht und präsentiert sich heute als moderne Hightech-Nation, die sich mit den gleichen Herausforderungen der Globalisierung konfrontiert sieht wie andere westliche Staaten. Die Friedrich-Ebert-Stiftung begleitet den 60. Jahrestag mit einer Reihe von Veranstaltungen. Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung im März sollte mit dieser Veranstaltung in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Berlin und Potsdam und der Hebrew University of Jerusalem das Fundament der Erfolgsgeschichte Israels - die Bildungspolitik verbunden mit der Absorption bzw. Integration eines hohen Anteils von Immigranten sowie aktuellen Fragen einer Bildungsreform - vertieft diskutiert werden. Deutlich wurde dabei, dass für Länder wie Israel und Deutschland, die kaum über Rohstoffvorkommen verfügen, die Ressource „Bildung“ von großer Bedeutung ist. Die erste Diskussionsrunde widmete sich der schulischen Ausbildung und damit verbunden Fragen der Integration in der Einwanderungsgesellschaft Israels. In einer zweiten Diskussionsrunde standen Fragen nach dem Hochschulsystem, seiner Finanzierung und die Frage der Integration der arabischen Minderheit im Vordergrund.


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v.l.n.r.: Isabelle Werenfels, Ralf Melzer und der libysche Botschafter Jamal Ali El-Barag

Copyright Fotos: R. Zensen

11. November 2008

Neues Libyen?

Libyen ist nach seinem außenpolitischen Kurswechsel in die internationale Gemeinschaft zurück gekehrt. Sichtbare Zeichen dafür sind die Wiederbelebung der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Libyen und der Besuch von US-Außenministerin Condoleezza Rice in Tripolis am 5. September 2008.

Seit Ende des UN-Embargos 2003 befindet sich Libyen zweifellos in einem Transformationsprozess, wobei sich die Öffnung bislang weitgehend auf den ökonomischen Bereich beschränkt. Mit der Freilassung der bulgarischen Krankenschwestern im Juli 2007 entfiel der letzte Hinderungsgrund, mit der Vorbereitung von Verhandlungen zwischen der EU und Libyen über ein Rahmenabkommen zu beginnen. Damit sollen aus europäischer Sicht die Beziehungen auf eine breitere Basis gestellt und der Prozess der Öffnung unterstützt werden.

Im Land selbst ist die Aufbruchstimmung deutlich spürbar, allerdings auch eine beträchtliche Verunsicherung hinsichtlich des zukünftigen Weges. Die politischen Signale von Staatschef Gaddafi sind nach wie vor widersprüchlich und ein Reformprofil kaum erkennbar. Kann man trotzdem von einem „neuen Libyen“ sprechen? Wie sehen der Status Quo und die Perspektiven der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung aus? Warum will sich Libyen nicht an den Projekten der „Union für das Mittelmeer“ beteiligen? Ist das Land attraktiv für Investoren aus Europa? Sind nach ökonomischen auch politische Reformen zu erwarten?

Die Deutsch-Maghrebinische Gesellschaft und die Friedrich-Ebert-Stiftung hatten für den 11. November 2008 dazu eingeladen, diese Fragen mit dem neuen libyschen Botschafter in der Bundesrepublik, Dr. Jamal Ali El-Barag, und Experten zu diskutieren.

Ein Bericht zu der Veranstaltung folgt in Kürze.

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Hajo Lanz, Leiter des Nahost-Referats, FES; Abgeordneter Dr. Adnad Al-Soukhni; Veronique de Keyser, MEP; Dr. Abdullah Al Dardari, Vize Premierminister; Walter Kolbow, MdB; Anja Zorob, Ruhr-Universität Bochum

 

Damaskus, 31. Oktober - 2. November 2008

Syrien einbeziehen - Deutsch-europäisch-syrischer Dialog zum wirtschaftlichen Reformprozess

Durch seine geopolitische Lage und sein historisches Selbstverständnis spielt Syrien in der Nahost-Region eine bedeutende Rolle. Gemeinsame Grenzen mit der Türkei, Irak und Jordanien lässt die Regierung den Blick in den Mittleren Osten und die Golfregion richten. Als Mittelmeeranrainerstaat sieht Syrien darüber hinaus in Europa und im Westen einen wichtigen Partner. Seit der Amtsübernahme Bashir Al Assads ist das Regime mit vielfachen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen konfrontiert.

Der Krieg im Nachbarland Irak hat eine Migrationswelle ausgelöst, die für die syrische Gesellschaft eine große Belastung darstellt. Die Ölressourcen – eine wichtige Einnahmequelle des Staatshaushalts – gehen zur Neige, während die syrische Bevölkerung wächst und viele Jugendliche auf den Arbeitsmarkt drängen. Das Regime stellt unterdessen noch sozialistische Fünfjahrespläne auf, die mit dem raschen wirtschaftlichen Wandel schwerlich Schritt halten können. Auf dem jüngsten Baath-Partei-Kongress wurde mit dem Programm der Sozialen Marktwirtschaft der wirtschaftliche Reformkurs eingeleitet, der einen sozialverträglichen und politisch stabilen strukturellen Wandel beinhalten soll.

Vor diesem Hintergrund trafen auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung unter dem Titel „Syria and the European Union: Dimensions of Cooperation” vom 31. Oktober bis 2. November in Damaskus syrische, deutsche und europäische Entscheidungsträger und Experten zusammen, um über die Perspektiven des Reformprozesses in Syrien zu diskutieren. Die Erwartungen an Syrien als Akteur in der Region aus deutscher Perspektive verdeutlichte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Kolbow. Die Diskussion fand in einer Atmosphäre gegenseitigen Respekts statt, in der auch Kritik an der Verurteilung von Bürgerrechtlern in Syrien Raum fand. Alle Beteiligten begrüßten die Einbeziehung Syriens in den internationalen Dialog.

Mit dem Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Syrien, das noch immer der Unterzeichnung harrt, besitzt die EU ein Instrument, um die bilateralen Beziehungen positiv zu gestalten und den Reformprozess aktiv zu unterstützen, wie Véronique de Keyser, Mitglied des Europaparlaments betonte. Vize Premierminister Abdullah Al Dardari unterstrich den Willen Syriens zum Wandel. Ein Beleg dafür sei die Tatsache, dass wirtschaftliche Reformen auch ohne Inkrafttreten des Assoziierungsabkommens bereits eingeleitet worden seien. Über makroökonomische Leitlinien des Reformprozesses diskutierte Wirtschaftsminister Amer Husni Lutfi mit deutschen Wirtschaftsexperten.

Die Konferenz stand unter Schirmherrschaft des syrischen Vize Premierministers Abdullah Al Dardari und wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam mit dem Syrian Enterprise and Business Council organisiert.

 

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v.l.n.r.: Mohamed Maougal, Catherine Robert, Radouane Belakhdar, Maissa Bey und Heidrun Tempel

Vernissage mit Bildern von
Bettina Heinen-Ayech. Fotos: R. Zensen

 

 

20. Oktober 2008

Albert Camus und die euromediterrane Identität

Konferenz und Vernissage

"Le soleil méditerranéen est le même pour tous les hommes"

Albert Camus

Das Mittelmeer hat im Leben und Denken des in Algerien geborenen Schriftstellers Albert Camus eine zentrale Rolle gespielt. Ausgehend von Biografie und Werk Camus’ beschäftigte sich eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit dem deutsch-algerischen Kulturverein YEDD mit aktuellen Aspekten der euromediterranen Beziehungen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch die Ausstellung „Lebenstraum Algerien“ mit Bildern der Künstlerin Bettina Heinen-Ayech eröffnet.

 

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Ahmed Badawi, School of Oriental and African Studies, Univ. of London im Gespräch mit Nadia Kamel, Regisseurin

Foto: R. Zensen

 

Berlin, 8. Oktober 2008

"Salata Baladi" - ein Film von Nadia Kamel

Filmvorführung und Podiumsdiskussion

Der Dokumentarfilm "Salata Baladi" hat in Ägypten kontroverse und lebhafte Debatten angestoßen. Angesichts einer zunehmenden Homogenisierung und Islamisierung der ägyptischen Gesellschaft beschließt die Regisseurin ihrem zehnjährigen Neffen die multikulturelle und konfessionelle Geschichte ihrer ägyptisch-jüdischen Familie nahe zu bringen.

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Herta Däubler-Gmelin, MdB, Michèle Auga, Referatsleiterin Afrika, sudanesische Delegation. Foto: FES

 

Berlin, 22. September 2008

Fachgespräch Sudan: Zur Umsetzung des Comprehensive Peace Agreements. Wahlen 2009

Die Vorbereitung der für das Jahr 2009 anstehenden Wahlen haben mit der Durchführung der landesweiten Volkszählung einen wichtigen Meilenstein genommen. Die mangelhafte Durchführung des Zensus gab dabei viel Anlass für Kritik. Ausschlaggebend ist nun die Bereitschaft der politischen Akteure, sich auf ein Ergebnis zu einigen, damit die Wahlkreise definiert werden können und der Wahlprozess nicht aufgehalten wird. Auch die Besetzung der Wahlkommission, die wichtige Vorbereitungsaufgaben zur Durchführung der Wahlen übernehmen soll, ist noch offen.

VertreterInnen unterschiedlicher sudanesischer Parteien diskutierten beim Fachgespräch Sudan gemeinsam mit deutschen Entscheidungsträgern und Experten, wie der Prozess vorangetrieben werden kann. Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin kommentierte aus deutscher Perspektive die aktuellen Entwicklungen.

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Bonn, 2. September 2008

Buchlesung mit Igal Avidan

"Israel. Ein Staat sucht sich selbst."

 

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Bonn, 10. Juli bis 20. August 2008

60 Jahre Pressefotografie Israel - Paul Goldman und David Rubinger

Dritte Station der Ausstellung in Deutschland war die Galerie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn.

Die Ausstellungseröffnung am 9. Juli 2008, mit den Rednern Horst Naaß, Bürgermeister der Stadt Bonn, Dr. Roland Schmidt, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Ebert-Stiftung und Dr. Heinrich Bartel, Vorsitzender der DIG Bonn war gut besucht.

Die Ausstellung ist noch bis zum 20. August in Bonn zu sehen und wird noch weitere Stationen in Deutschland und Europa haben. Nächster Ausstellungsort ist im November im Senat in Rom/Italien.

Programm (pdf-File)

 

 

 

 

Fotos: R.Zensen

 

Berlin und Den Haag, 4.-7. Mai 2008

Informationsbesuch Libanesischer Journalistinnen und Journalisten zum Sondertribunal für den Libanon

Zur Aufklärung der Ermordung des ehemaligen libanesischen Premierminister Rafiq al-Hariri im Februar 2005 und der folgenden Anschlagsserie wurde am 10. Juni 2007 mit der UN Sicherheitsrats-Resolution 1757 die Einsetzung des Sondertribunals für den Libanon (STL) beschlossen. Die Debatte um das Sondertribunal im Libanon, die seither mit großer Vehemenz von Regierungslager und Opposition geführt wird, lässt jedoch Details über die Funktionsweise des Tribunals und den konkreten Ablauf der Verhandlungen vermissen.

Gemeinsam mit dem International Center for Transitional Justice (ICTJ) hat die Friedrich-Ebert-Stiftung daher ein Handbuch zum STL herausgegeben und dies mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der libanesischen Medienlandschaft diskutiert. Während eines fünftägigen Aufenthalts in Berlin und Den Haag, dem Sitz des STL, hatten die Journalistinnen und Journalisten führender libanesischer und pan-arabischer Medien Gelegenheit, mit Experten des ICTJ, unter ihnen der ehemalige Chefankläger des UN-Sondergerichtshofes für Sierra Leone, Luc Coté, die Einzelheiten des Sondertribunals zu diskutieren und konnten durch einen Vergleich mit anderen UN Tribunalen auch Potentiale und Gefahren des Gerichts erörtern. Besonderes Augenmerk in der Diskussion wurde auf die Rolle der Medien während der Verhandlungen gelegt.

Das Programm wurde durch Gespräche u.a. mit der ehemaligen Justizministerin Dr. Herta Däubler-Gmelin, Mitglied des Bundestags und Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, sowie im deutschen und holländischen Außenministerium und einem Besuch des Internationalen Straftribunals Jugoslawien abgerundet.

Link zum Handbuch (pdf-Datei)

 

v.l.n.r.: Paul Clairet, Jacques Huntzinger, Ralf Melzer und Renate Schimkoreit

Im Gespräch mit Jacques Huntzinger, französisches Außenministerium

Fotos: FES

2.05.2008

Union mit wem und für was? Sarkozy, das Mittelmeer und die EU

Unter dem Titel „Union mit wem und für was? Sarkozy, das Mittelmeer und die EU“ diskutierten am 2. Mai 2008 im Berliner Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung Diplomaten, Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger und Experten aus Europa und den südlichen Mittelmeer-Anrainerstaaten über das geplante Projekt einer „Union für das Mittelmeer“.

Zu dem Fachgespräch hatte die FES gemeinsam mit der Freien Universität Berlin im Rahmen der Aktivitäten des EU-Exzellenznetzwerks RAMSES 2 eingeladen. Themen waren die Genese des Projekts und sein Potential sowie die inhaltlichen und institutionellen Anbindungsmöglichkeiten an die bereits bestehenden Politikrahmen.

Botschafter Jacques Huntzinger berichtete über die Vorbereitungen für das Gipfeltreffen am 13. Juli in Paris, bei dem die Mittelmeerunion unter französischer Ratspräsidentschaft offiziell aus der Taufe gehoben werden soll. Das Vorhaben, dessen offizielle Bezeichnung inzwischen „Barcelona-Prozess: Union für das Mittelmeer“ lautet, soll die Euromediterrane Partnerschaft wiederbeleben und auf eine qualitativ neue Stufe heben.


Programm (pdf-File)

 

 

 

Nouzha Skalli, Ministerin für Familie
und Soziales in Marokko

Lale Akgün, MdB, Hajo Lanz, Friedrich-Ebert-Stiftung und Nouzha Skalli, Ministerin für Familie und Soziales in Marokko,

Fotos: R. Zensen

 

23.04.2008

Für eine menschliche Entwicklung: Marokkos Sozial- und Familienpolitik

Marokko befindet sich in vielerlei Hinsicht auf einem bemerkenswerten Kurs gesellschaftspolitischer Reformen. Neben dem Prozess der Vergangenheitsbewältigung und Versöhnung sowie des im arabischen Raum wegweisenden Familienrechts ("Moudawana") hat die im Frühjahr 2005 gestartete "Initiative Nationale pour le Développement Humain" (INDH) ehrgeizige Ziele im Hinblick auf Armutsbekämpfung und soziale Entwicklung gesetzt. Die Erfolge in der Öffnung und Modernisierung der Gesellschaft ebenso wie die bestehenden sozialpolitischen Herausforderungen bildeten den thematischen Rahmen für die Veranstaltung am 23. April in der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin mit der neuen marokkanischen Sozial- und Familienministerin, Nouzha Skalli.

Programm (pdf-File)

Bericht (pdf-File)

 

 

12.03.2008

Beyond the Façade – Political Reform in the Arab World

Hinter die Fassaden arabischer Herrschaft zu blicken und die Fortschritte bei politischen Reformen zu analysieren, dieser Aufgabe haben sich die Autoren des Carnegie Endowment for International Peace verschrieben. Bei der einzigen Präsentation der neuesten Studie des renommierten amerikanischen Think Tanks in Deutschland fiel die Bilanz gemischt aus. Zwar gebe es politische Reformen, doch habe es in der Region keine signifikanten demokratischen Veränderungen gegeben, so Mit-Herausgeberin Marina Ottaway, die Leiterin des Arabischen Programmes bei Carnegie. Reformen seien eher technisch-administrativer Art und würden von den Regimen gezielt und dosiert eingesetzt.

Zwei Elemente nannten die Autoren Amr Hamzawy und Paul Salem. Zum einen hätten islamistische Parteien den Part der Opposition weitgehend übernommen, da die säkularen Kräfte inzwischen meist bedeutungslos seien. Zum anderen gebe es inzwischen für die Regierenden attraktive Gegenmodelle, da beispielsweise Russland und China zeigten, wie dank prosperierender Wirtschaft demokratische Reformen vermieden werden könnten. Auch die Tatsache, dass viele Staaten mittlerweile gelernt hätten, ihre Öleinnahmen gewinnbringend zu investieren, habe dazu geführt, dass der Druck auf die Regime abgenommen habe, demokratische Reformen durchzuführen.

Programm (pdf-File)

Bericht zur Veranstaltung:

Der Tagesspiegel, 25. März 2008

 

12.03.2008

Ausstellungseröffnung: 60 Jahre Pressefotografie aus Israel. Paul Goldmann und David Rubinger

Die Friedrich-Ebert-Stiftung und der Freundeskreis des Willy-Brandt-Hauses präsentieren eindrucksvolle Zeitdokumente von Paul Goldman zusammen mit ausgewählten Fotografien von David Rubinger in einer gemeinsamen Ausstellung vom 13. März bis 20. April 2008 erstmals in Deutschland. Dieses Panorama israelischer Geschichte, gesehen durch die Augen der beiden Pioniere der Presse- und Dokumentationsfotografie, gewährt Einblicke in längst vergangene Lebenswelten und zeigt versteckte Momentaufnahmen aus Israels Alltag.

Die Ausstellung befindet sich momentan vom 13. März - 20. April 2008 (Öffnungszeiten:Dienstag bis Sonntag, 12.00 - 18.00 Uhr) im Willy-Brandt-Haus, Berlin und wird demnächst ab Mai im Rathaus Halle zu sehen sein.

Programm (pdf-File)

 

 

v.l.n.r.: Yael Katz Ben Shalom, Doreet Harten, Shelly Kupferberg, Yoram Kaniuk, David Rubinger und Avi Levin

v.l.n.r.: Thomas Oppermann, Dr. Yossi Beilin, Kerstin Griese, Ophir Pines-Paz, Arndt Henze, Colette Avital, Dr. Rolf Mützenich, Avshalom Abu Vilan


Yoram Kaniuk
Fotos: Joachim Liebe

13.03.2008

Israel on the Move. Blick zurück und nach vorn

Anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung des Staates Israel hat die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Reihe von Veranstaltungen durchgeführt, die sowohl Geleistetes würdigte, als auch das Augenmerk auf die Zukunft Israels gerichtet hat.

Die Auftaktveranstaltung am 13. März hat die politischen und kulturellen Meilensteine in der Entwicklung Israels näher beleuchtet, die gegenwärtigen deutsch-israelischen Beziehungen thematisiert und Perspektiven für die Zukunft Israels aufgezeigt.

 

 

 

Programm (pdf-File)

Bericht (pdf-File)

Dankschreiben von Yoram Kaniuk (pdf-File)

 

 

Foto: FES

 

10.03.2008

Fachgespräch: Sudan und seine Nachbarn. Aktuelle nationale und regionale Entwicklungen im Länderdreieck Sudan - Tschad - Zentralafrikanische Republik

Das Interesse der Weltöffentlichkeit bleibt weiter auf die Provinz Darfur fokussiert, zum einen setzen sich die gewaltsamen Auseinandersetzungen mittlerweile äußerst verschiedener Gruppie-rungen fort, zum anderen ist Darfur ein Prüfstein für das Experiment „Hybridmission“. Gleichzeitig zeichnet sich im Länderdreieck Sudan-Tschad-Zentralafrikanische Republik eine regionale Konflikt-Gemengelage ab, die immer unübersichtlicher zu werden droht. Auf dem Fachgespräch „Sudan und seine Nachbarn Tschad und Zentralafrikanische Republik - aktuelle nationale und regionale Entwicklungen“ am 10. März in der Friedrich-Ebert-Stiftung analysierten 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktuelle Entwicklungen im Sudan und diskutierten die Konfliktsituation im Länderdreieck.

Programm (pdf-File)

 

Veranstaltungsfoto, Blick in den Ausstellungsraum

v.l.n.r.: Dr. Roland Schmidt, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der FES, Ali Abdullah Saleh, Staatspräsident der Republik Jemen und Otto Schily, MdB und Bundesminister des Innern a.D.

 

 

 

 

 

 

Otto Schily im Gespräch mit Ali Abdullah Saleh

 

28.02.2008

Besuch des jemenitischen Staatspräsidenten Ali Abdullah Saleh:

17 Jahre nach der Vereinigung –
Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Reformen im Jemen

Der Jemen hat sich 17 Jahre nach der Vereinigung demokratischen Entwicklungen mehr geöffnet als die meisten Staaten in der Region. Dennoch steht das Land heute vor schwierigen Herausforderungen. Dazu zählen der Kampf gegen den Terrorismus und Fundamentalismus, Ressourcenknappheit und ein weiterhin rasantes Bevölkerungswachstum.

Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und der Deutsch Arabischen Freundschaftsgesel­schaft (DAFG) hat der Staatspräsident der Republik Jemen, Ali Abdullah Saleh, am 28. Februar einen Vortrag über die aktuellen Entwicklungen im Jemen gehalten.

 

Programm (pdf-File)

 

 

 

 

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