Veranstaltungsrückblick aktuelles Jahr und Jahresauswahl |
v.l.n.r.: Volker Perthes, Cilja Harders, Alon Liel, Ibrahim Soliman, Heidemarie Wieszorek-Zeul, Anke Fuchs. Foto: Reiner Zensen
v.l.n.r.: Volker Perthes, Ibrahim Soliman, Cilja Harders, Alon Liel, Heidemarie Wieszorek-Zeul. Foto: Reiner Zensen
20.11.2007
Mit dem Scheitern der offiziellen Verhandlungen zwischen Israel und Syrien insbesonders über die Golanhöhen im Jahr 2000 steht eine Normalisierung der israelisch-syrischen Beziehungen weiterhin aus. Angesichts der aktuellen Entwicklungen deutet vieles sogar auf eine Eskalation in den Beziehungen. Vor diesem Hintergrund wurde am 20. November in der FES in Berlin unter dem Titel: „Der israelisch-syrische Konflikt – Auswege aus der Krise: die private israelisch-syrische Friedensinitiative“ ein möglicher Friedensplan zwischen Israel und Syrien vorgestellt und diskutiert. Zentraler Gegenstand des von Dr. Alon Liel, dem ehemaligen Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, und Prof. Ibrahim Soliman, einem syrisch-amerikanischen Geschäftsmann, entwickelten Plans ist dabei die Rückgabe der von Israel 1967 eroberten und später annektierten Golanhöhen an Syrien.
Programm (pdf-File)
Foto: FES
15.11.2007
Die verschleppte Umsetzung des Friedensabkommens zwischen Nord- und Südsudan sowie der anhaltende Krieg in Darfur bedrohen die Stabilität des Sudan. Die Sicherung des Friedens im Sudan hängt nicht nur von der Entsendung von Friedenstruppen ab, sondern kann nur durch eine weitere politische Öffnung des Landes erreicht werden. Den für 2009 geplanten Wahlen kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu. Auf dem Fachgespräch am 15. November in der Friedrich-Ebert-Stiftung diskutierten Vertreter des BMZ, des AA und der Zivilgesellschaft über Möglichkeiten zur Unterstützung der angekündigten Wahlen im Sudan.
Foto: FES
8.11.2007
Infolge des Libanonkrieges im Sommer 2006 wurde die UNIFIL-II Mission im Libanon auf eine Truppenstärke von 15.000 Soldaten aufgestockt und mit einem „robustem Mandat“ ausgerüstet, um den Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon zu sichern. Angesichts der Verlängerung des UNIFIL-II Mandats hat die Friedrich-Ebert-Stiftung am 8. November 2007 in der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin zur Fachkonferenz „Bilanz 1 Jahr UNIFIL-Mission im Libanon“ eingeladen. Politiker, Vertreter der Zivilgesellschaft und der Bundeswehr sowie Journalisten und Wissenschaftler warfen einen kritischen Blick auf die (sicherheits)politische Situation im Libanon sowie seiner Nachbarn: Was hat die UNIFIL-II Mission zur sicherheitspolitischen Stabilisierung des Libanon geleistet? Welche politischen Lösungsansätze für den politischen Konflikt im und regionalen Konflikt um Libanon wurden entwickelt?
Bericht (pdf-File)
v.l.n.r.: S.E. Mamadou Diakité (Botschafter Mauretaniens in der Bundesrepublik), Ralf Melzer (FES), Günter Gloser (Staatsminister AA), Ahmed Ould Daddah, Dietrich Collofong (DMAG) Foto: Joachim Liebe
24.10.2007
Fast genau sieben Monate nach den Präsidentschaftswahlen in Mauretanien haben die Deutsch-Maghrebinische Gesellschaft (DMAG) und die Friedrich-Ebert-Stiftung zu einer Veranstaltung mit dem knapp unterlegenen Kandidaten und Oppositionsführer Ahmed Ould Daddah eingeladen. Dabei wurde eine Zwischenbilanz des politischen Erneuerungsprozesses gezogen und gefragt, wie sich der Prozess der Demokratisierung konsolidieren lässt. Diskutiert wurde auch die strategische Orientierung Mauretaniens auf Europa.
Programm (pdf-File)
Bericht (pdf-File)
Foto: Joachim Liebe
13.07.2007
Vernissage und politische Soirée "Das aktuelle Algerienbild in Deutschland"
Im Rahmen einer Politischen Soirée zum Thema "Das aktuelle Algerienbild in Deutschland" fand am 13. Juli 2007 im Berliner Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung die Vernissage der Ausstellung "Licht Blicke" mit Arbeiten zeitgenössischer algerischer Künstler statt. Rund 160 Gäste, darunter der algerische Botschafter in der Bundesrepublik, S.E. Hocine Meghar, und sein deutscher Amtskollegen in Algerien, Dr. Johannes Westerhoff, waren der Einladung zu dieser Veranstaltung in Kooperation mit dem deutsch-algerischen Kulturverein yedd gefolgt. Die Bilder sind anschließend bis zum 27. Juli in der Galerie der FES zu sehen gewesen.
Der ägyptische Botschafter, S.E. Mohamed El Orabi (rechts am Pult stehend), begrüßt die Konferenzteilnehmer;
links sitzend: Mark Heller (Jaffee Center for Strategic Studies, Tel Aviv)
Beim anschließenden Empfang in der Friedrich-Ebert-Stiftung: Abdelwahad Radi, Parlamentspräsident Marokko (l.) und sein Mitarbeiter Najib El Khadi (3.v.l.), S.E. Mohammed Rachad Bouhlal, Botschafter des Königreichs Marokko (4.v.l.) und Ralf Melzer, FES (2.v.l.)
Fotos: Joachim Liebe
21.06.2007
Konferenz in Kooperation mit der FU-Berlin in der Botschaft der Arabischen Republik Ägypten
Zivilgesellschaftliche Organisationen nutzen inzwischen den Rahmen der euromediterranen Partnerschaft oftmals intensiver, als es staatliche Akteure tun. So lautet eines der Ergebnisse der Konferenz "Mediterranean Policies from Above and from Below" am 21. Juni, zu der die Freie Universität und die Friedrich-Ebert-Stiftung in die ägyptische Botschaft nach Berlin eingeladen hatten. Die Tagung war zugleich die dritte und letzte Veranstaltung in einer Reihe von Konferenzen, mit der die FES während der deutschen Ratspräsidentschaft in der ersten Jahreshälfte das euromediterrane Verhältnis thematisierte.
Programm
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Bericht
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André Azoulay, Berater des marokkanischen Königs und Mitglied in der Alliance of Civilizations, bei seiner einleitenden Rede zur Veranstaltung
v.l.n.r.: Atef Dalgamouni (Al Jazeera), Viktor Kocher (NZZ), Jürgen Chrobog (ehem. Staatssekretär im AA) und Fergal Keane (BBC)
11. und 12.06.2007
Euro-Mediterrane Fachkonferenz
in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der EU-Kommission
Die Förderung des Dialogs der Kulturen zwischen der EU und den südlichen Mittelmeeranrainer-Staaten ist eine der wesentlichen Aufgaben der euro-mediterranen Partnerschaft. Medien spielen hier eine wichtige Rolle: Sie können beim Kampf gegen Vorurteile helfen, aber auch Intoleranz und Rassismus fördern. Seit mehr als zwei Jahren treffen sich Journalisten im Rahmen von "Euromed and the Media", um diese und andere Themen zu diskutieren. Die Berliner Tagung brachte nun noch einmal rund 100 Medienschaffende aus 26 Ländern zusammen, um über Probleme der Medienlandschaft, rechtliche Grundlagen, Selbstzensur und "rote Linien" sowie die Art der Berichterstattung über die jeweils andere Seite des Mittelmeeres zu diskutieren. Als Hauptredner brachten der Berater des marokkanischen Königs, André Azoulay, und der ehemalige Medienbeauftragte der OSZE, Freimut Duve, wichtige Impulse in die Debatte ein.
Programm,
deutsch (pdf-File)
Programm,
englisch (pdf-File)
Programm,
arabisch (pdf-File)
Konzept,
englisch (pdf-File)
Konzept,
arabisch (pdf-File)
v.l.n.r.: Dr. Muriel Asseburg und Dr. Mustafa Barghouthi, Informationsminister Palästina
Pressekonferenz in der Friedrich-Ebert-Stiftung am 11.6.07
v.l.n.r.: Dr. Mustafa Barghouthi, Elisabeth Schumann-Braune, Dr. Khaled Saifi und Knut Dethlefsen
11.06.2007
mit Dr. Mustafa Barghouthi
Palästinensischer Informationsminister,
Mitglied des PLC, Bürgerrechtler und Gründer der Al-Mubadara-Bewegung
Seit Mitte März 2007 hat in Ramallah ein Kabinett der "Nationalen Einheit" die Amtsgeschäfte inne als Ergebnis langwieriger und schwieriger Verhandlungen zwischen Fatah und Hamas, in denen unter Vermittlung des saudi-arabischen Königshauses in Mekka am 8. Februar 2007 ein Durchbruch erzielt werden konnte. Nach nunmehr 100 Tagen im Amt ist es Zeit für eine erste Bilanz: was bedeutet die Koalitionsregierung von Fatah und Hamas für die inner-palästinensischen Verhältnisse und die Reform der PLO auf der einen Seite, und für Israel und die Chancen zur Wiederherstellung eines politischen Prozesses im Hinblick auf Friedensverhandlungen auf der anderen Seite? Wie gestaltet sich das Verhältnis zum Quartett, insbesondere zur EU und Deutschland als derzeitige Ratspräsidentschaft? Was für Implikationen hat sie für das politische Kräfteverhältnis in der Region?
Das erneute Aufflammen von erbitterten Unruhen im Gazastreifen und dem Beschuss von israelischen Städten durch Kassam-Raketen einerseits sowie die Reaktionen von israelischer Seite darauf andererseits lassen eine neuerliche militärische Eskalation wahrscheinlich werden. Ist der Fortbestand der Einheitsregierung vor diesem Hintergrund überhaupt möglich und was würde ihr Scheitern bedeuten? Und unter welchen Voraussetzungen könnte es der Regierung gelingen, den Verfall der Palästinensischen Autonomiebehörde aufzuhalten und Rahmenbedingungen für eine politische und wirtschaftliche Stabilisierung der palästinensischen Gesellschaft herzustellen?
Programm
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Bericht
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Dr. Roby Nathanson während seines Vortrags
23.05.2007
Fachgespräch mit Herrn Dr. Roby Nathanson, Leiter des israelischen Instituts für Wirtschafts- und Sozialforschung MAKRO
Programm
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v.l.n.r.: Prof. Shlomo Ben Ami, ehemaliger Außenminister Israel und Hermann Bünz, Direktor FES Israel
21.05.2007
Israeli European Policy Network (IEPN) Workshop
Programm
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Azzam Al Ahmad, stellv. Premierminister

26.03.2007
Perspektiven einer Koalitionsregierung in den Palästinensischen Gebieten
Nach langwierigen Verhandlungen konnte am 8. Februar 2007 unter Vermittlung des saudi-arabischen Königshauses in Mekka eine Einigung über die Bildung einer "Regierung der Nationalen Einheit" in den Palästinensischen Gebieten erzielt werden. Doch was bedeutet so eine Koalitionsregierung von Fatah und Hamas für die inner-palästinensischen Verhältnisse und die Reform der PLO auf der einen Seite, und für Israel und die Chancen zur Wiederherstellung eines politischen Prozesses im Hinblick auf Friedensverhandlungen auf der anderen Seite? Wie beurteilt diese Regierung ihr Verhältnis zum Quartett, insbesondere zur EU und Deutschland als derzeitige Ratspräsidentschaft? Was bedeutet sie für das politische Kräfteverhältnis in der Region? Und unter welchen Voraussetzungen kann es der Regierung gelingen, den Verfall der Palästinensischen Autonomiebehörde aufzuhalten und Rahmenbedingungen für eine politische und wirtschaftliche Stabilisierung der palästinensischen Gesellschaft herzustellen?
Programm
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Podiumsdiskussion mit Gernot Erler,
Staatsminister im Auswärtigen Amt

23.03.2007
Irak-Fachkonferenz
Aufgrund des vierten Jahrestages des Beginns des Irak-Krieges fanden um den 23.3.07 eine Vielzahl von internationalen Veranstaltungen mit dem Thema Irak statt. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat sich mit den verschiedenen Panels ebenfalls mit dem Irak auseinandergesetzt.
Programm
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Podiumsdiskussion mit Franz Müntefering (4. v.r.):
Neue Impulse für den Barcelona-Prozess
Hans-Ulrich Klose, Vorstandsmitglied der FES,
begrüßt die Konferenzteilnehmer
Copyright Fotos: Marco Urban
16.03.2007
Beschäftigung und Sozialdialog im Rahmen der Euromediterranen Partnerschaft
In der Euromediterranen Partnerschaft wurden beschäftigungs- und sozialpolitische Themen bislang kaum erörtert. Dabei kann der gemeinsame Raum von Sicherheit und Prosperität, zu dem der Barcelona-Prozess beitragen soll, ohne funktionierenden Sozialdialog und neue Arbeitsplätze nicht nachhaltig entstehen. Zu der Konferenz hatten das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Friedrich-Ebert-Stiftung im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft Vertreter von Sozialpartnern und Regierungen der Euromed-Region eingeladen. Themen waren, inwieweit der soziale Dialog in den Partnerländern unterstützt werden kann, welche Potentiale ENPI - das neue Instrument europäischer Nachbarschaftspolitik - hat und wie der Barcelona-Prozess insgesamt bekannter gemacht und mehr Akteure involviert werden können.
Prof. Benyamin Neuberger
06.03.2007
mit Prof. Benyamin Neuberger
Diese Frage mag man sich hierzulande manchmal insgeheim stellen, angesichts der Meldungen über Korruptionsvorwürfe, Amtenthebungsverfahren und relativ hohem Misstrauen der Bevölkerung im Hinblick auf ihre eigenen Institutionen. Andererseits ist Israel seit rund 60 Jahren bekanntlich die einzige Demokratie in der Region Naher/Mittlerer Osten und hat als junger Staat zahlreiche schwere Krisen gemeistert.
Der Politologe Prof. Benyamin Neuberger lehrt am Fachbereich Soziologie, Politikwissenschaft und Kommunikation der Open University of Israel in Ra’anana. Er wird sich in seinem Vortrag mit den besonderen Faktoren, die für das Wesen der israelischen Demokratie von Bedeutung sind, wie zum Beispiel politische Traditionen der heterogenen Bevölkerung, eine tief gespaltene Gesellschaft, die Stärke der Orthodoxie, der andauernde Kriegszustand und die Effektivität des Regierungssystems anhand neuer Forschungsergebnisse auseinandersetzen.
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