Veranstaltungsrückblick aktuelles Jahr und Jahresauswahl |
v.l.n.r.: Johannes Reissner, Rasool Nafisi, Murhaf Jouejati, Andrä Gärber
Ehrhard Eppler, Bundesminister a.D. im Interview mit Hermann Bünz, Direktor FES-Büro Israel
30.11.2006
Erstmals in der Geschichte der Bundeswehr sind deutsche Soldaten an einer Blauhelmmission im Nahen Osten beteiligt. Über die Folgen dieses Engagements wird ebenso heftig debattiert, wie über mögliche politische Maßnahmen, die den Militäreinsatz begleiten sollen. Viele Unsicherheiten resultieren dabei aus dem Charakter des jüngsten Konflikts zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah. Schien nun auch der Nahe Osten Opfer eines so genannten „Neuen Krieges“ geworden zu sein, in denen man statt einer Armee Rebellengruppen gegenübersteht? Der uralte Nahost-Konflikt hätte sich demnach endgültig „modernisiert“. Die Suche nach möglichen Lösungsansätzen wird dadurch nicht leichter. Es liegt jedoch nahe, dass Israel und seine Nachbarn nicht in Frieden leben können, wenn die vielfältigen Wurzeln des Konflikts nicht behandelt werden.
v.l.n.r.: Hanane El Boussadani, Martina Sabra, Mohamed Mouaqit und Bettina Dennerlein
22.11.2006
Marokkos Frauen und das neue Familienrecht
Fast genau drei Jahre nach dem König Mohamed VI. die Richtlinien für das Personenstandsgesetz verkündet hat, zieht die FES mit ihrer Veranstaltung eine Bilanz.
Tahar Ben Jelloun

27.10.2006
Lesung und Gespräch:
Tahar Ben Jelloun gilt zurecht als der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen französischsprachigen Literatur des Maghreb. Geboren 1944 in Fès, hatte er über viele Jahre seinen Lebensmittelpunkt in Paris. Inzwischen lebt er in Paris und Tanger. 1987 erhielt er für seinen Roman "Die Nacht der Unschuld" den Prix Goncourt und damit die höchste literarische Auszeichnung in Frankreich. Immer wieder ist er auch mit Werken zu aktuellen Fragen, darunter das Buch "Papa, was ist der Islam?", hervorgetreten.
Tahar Ben Jelloun widmet sich in seinem neuen Roman "Verlassen" dem Thema der anonymen und illegalen Einwanderung aus Schwarzafrika oder dem Maghreb nach Europa. Neben dem Autor nahm auch der Kameruner Flaubert Djateng teil, der Tahar Ben Jelloun zu einer der Romanfiguren inspiriert hat. Er steht exemplarisch für jene Afrikaner, die sich zum Bleiben in ihrer Heimat entschlossen haben.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat anlässlich des Erscheinens des Buches "Verlassen" zu einer Lesung mit dem Autor eingeladen. Im Anschluss an die Lesung wurde in einem Podiumsgespräch unter der Moderation von Dr. Andrä Gärber, Leiter des Referates Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika, auch die individuelle und die politische Dimension des Massenphänomens Migration diskutiert.
Programm
(pdf)
Audio-Beitrag
(mp3)
Karin Koning AbuZayd, Generalbeauftragte des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten
v.l.n.r.: Dr. Ernst-J. Kerbusch, Leiter Abt. Internationale Entwicklungszusammenarbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Karin Koning AbuZayd und Ekkehard Griep, Stellv. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen
09.10.2006
Eine Herausforderung für die Internationale Staatengemeinschaft
Die Frage der Palästina-Flüchtlinge ist eine der sensibelsten und zugleich drängendsten Fragen des Nahost-Konflikts. Die Zahl der beim Hilfswerk der Vereinten Nationane für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNWRA) registrierten Personen liegt heute bei über vier Millionen Flüchtlingen in der Westbank und Gaza, Libanon, Syrien und Jordanien. Die Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltete anlässlich des Besuchs der UNWRA-Generalbeauftragten Frau Koning AbuZayd in Berlin in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Vereinte Nationen (DGVN) diese Konferenz.
Programm (pdf)
Giora Shatil, Enkel der Pragers
Stolpersteine in Gedenken an Eugen und Gertrud Prager
27.09.2006
In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf organisierte die Friedrich-Ebert-Stiftung (Referat MONA) und das Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung 27. September 2006 eine Gedenkveranstaltung für den jüdischen Sozialdemokraten und Journalisten Eugen Prager und seine Frau Gertrud. Anlass ist die Verlegung von zwei "Stolpersteinen" für die Eheleute Prager vor Ort. Die Initiative Stolperstein hat sich das Gedenken an Bürgerinnen und Bürger, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet oder in den Tod getrieben wurden, zum Ziel gemacht. Anwesend waren auch zehn Angehörige der Eheleute Prager, darunter die 90jährige Tochter Ruth Shatil und der 86jährige Sohn Michal Pragai.
Programm (pdf)
Rede
von Frau Dr. Ilse Fischer in deutsch (pdf)
Rede
von Frau Dr. Ilse Fischer in english (pdf)
17.- 19.09.2006
Unter dem Motto "Vielfalt in der Einheit - Einheit in der Vielfalt" hat die FES vom 17. bis 19. September in Berlin die
veranstaltet.
Anlass für diese Veranstaltung waren die fünfzig- bzw. sechzigjährigen Unabhängigkeitsjubiläen der Länder Marokko, Tunesien und Sudan (50 Jahre) sowie Jordanien und Syrien (60 Jahre).
Programm in deutscher Sprache
(pdf)
Programm in arabischer Sprache
(pdf, Dateigröße 2,4 MB)
Tagungsbericht
(pdf)
Eröffnung mit der Gruppe "Confusion" aus Jordanien
v.l.n.r.: Anke Fuchs, Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung, Walter Kolbow, MdB, außenpolit. Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Salem Quateen, Botschafter der Liga der Arabischen Staaten in Berlin
Panel 1: "Auf dem Weg zur Wahrheit - Marokkos Aufarbeitung seiner Vergangenheit" mit
(v.l.n.r.) Jörg Lüer, Kommission Justitia et Pax, Latifa Jbabdi, Marrokansciher Menschenrechtsrat, Bettina Dennerlein, Moderation, Kamal Lahbib, Netzwerk von NGOs (Marokko) und Monika Borgmann, Centre de documentation "Umam" (Libanon)
Panel 2: "Auf dem Weg zur politischen Öffnung? - Syriens vorsichtiger Spagat zwischen Isolation und Annäherung" mit
Ayman A. Nou, Mitglied der Baath-Partei (Syrien), Carsten Wieland, Universität Georgetown (USA), Kristin Helberg, Moderation, Sami Moubayed, Al-Kalamoun-Universität (Syrien) und Mohamed A. Salam, Zentrum f. Polit. und Strateg. Studien des Al-Ahram Centers (Ägypten)
Panel 4: "Auf dem Weg in die Freiheit - Tunesiens Frauen und ihre Rechte":
Marion Böker, Bundesfrauenreferentin, Leila Rhiwi, UNIFEM Maghreb, Martina Sabra, Moderation und Néziha Zouabi-Labidi, Frauenministerium Tunesien
07.09.2006
Fachkonferenz:
Das Szenarien-Projekt entstand im Rahmen des Jerusalem-Berlin-Forums (JBF), einer israelischpalästinensisch- deutschen Initiative, die 2001 von der Friedrich-Ebert-Stiftung ins Leben gerufen wurde. Es diente Jerusalemer und Berliner Experten als Forum zur Entwicklung und Diskussion von Zukunftsmodellen für die Stadt Jerusalem, die in den Verhandlungen um den Status Jerusalems als konkrete Vorschläge dienen können.
Programm (pdf)
Download der Publikation:
Jerusalem in the future: Scenarios and a shared vision (pdf)
Prof. em. Yehuda Blum, Elisabeth Schumann-Braune (FES)
17.07.2006
Fachgespräch:
Am 17.7.2006 lud die Friedrich-Ebert-Stiftung zu einem Fachgespräch mit Herrn Prof. em. Yehuda Blum, Hersch Lauterpacht Professor of International Law an der Hebrew Universität, ehem. Botschafter Israels (1978-1984) und Mitglied des Verhandlungsteams in Camp David 1979 sowie Autor zahlreicher völkerrechtlicher Beiträge ein.
v.l.n.r.: Achim Vogt (FES), Elisabeth Schumann-Braune (FES), Q. Faris, M. Hourani, A, Zaki, Knut Dethlefsen (FES), A. Abdullah
v.l.n.r.: Faisal Abu Shala, E. Schumann-Braune, Dr. N. Abu Astal, M. Hijazi, A. Yaghi, A. Zaki, Kajo Wasserhövel (Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium), K. Dethlefsen, M. Hourani, Ala-Eddin (Generaldelegation Palästina), Q. Faris, A. Abdullah
02.06.2006
Pressehintergrundgespräch:
Die Fatah-Bewegung steht insbesondere seit dem Tod von Jassir Arafat vor der großen Herausforderung einer internen demokratischen Restrukturierung. Diese Aufgabe stellt sich umso dringender angesichts des massiven Vertrauensverlustes in der Bevölkerung gegenüber der Fatah, der sich auch in dem Wahlsieg der Hamas am 25. Januar manifestierte, und gewaltsamer Zusammenstöße verschiedener Flügel der Bewegung sowie zwischen der Fatah und der Hamas in den letzten Monaten.
Vom 28. Mai bis zum 3. Juni 2006 hat eine zehnköpfige Gruppe von führenden Repräsentanten der palästinensischen Fatah ein Arbeits- und Dialogprogramm der Friedrich-Ebert-Stiftung absolviert. Ziel der Delegationsreise war die Vertiefung der Beziehungen mit deutschen Politikern auf Partei- und Parlamentsebene, und darüber hinaus die Intensivierung des Dialogs zwischen Deutschland und den Palästinensischen Autonomiegebieten.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist derzeit die einzige europäische Organisation, die eine nachhaltige inhaltliche Kooperation mit der Fatah aufgebaut hat.
Dr. Mahdi Abdel Hadi,
Direktor des palästinensischen Forschungsinstituts PASSIA
11.05.2006
Podiumsdiskussion:
Rund zwei Monate nach ihrem Sieg bei den palästinensischen Parlamentswahlen am 25. Januar und nachdem Verhandlungen zur Bildung einer Regierung unter Einbeziehung der Fatah erfolglos geblieben waren, wurde das Kabinett der islamistischen Hamas eingeschworen.
Im Rahmen unserer Reihe in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft wollen wir einen Blick auf innen- und außenpolitische Szenarien und Optionen nach dem Wahlsieg der Hamas werfen.
Programm (pdf)
Bericht (pdf)
v.l.n.r.: Matthias Weiter, BMZ, Muriel Asseburg, SWP, Isabelle Werenfels, SWP, Ulrike Knotz, Auswärtiges Amt, Dr. Andrä Gärber, FES
27.04.2006
Fachtagung:
Programm (pdf)
Mehr Informationen
Aluf Benn, Kommentator der israelischen Zeitung Ha'aretz
06.04.2006
Chancen, Perspektiven und Herausforderungen
Programm (pdf)
Artikel zur Veranstaltung (pdf)
Der Algerische Außenminister Mohamed Bedjaoui mit Anke Fuchs
v.l.n.r.: Dr. Rolf Mützenich, MdB und Leiter des Gesprächskreises Nahost/Nordafrika der SPD-Bundestagsfraktion, Anke Fuchs, Vorsitzende der FES sowie Mohamed Bedajoui, Außenminister der Demokratischen Volksrepublik Algerien vor einem Porträt von Hans-Jürgen Wischnewski des palästinensischen Künstlers Ibrahim Hazimed
07.03.2006
Hans-Jürgen Wischnewskis Engagement für die Länder des Nahen/Mittleren Ostens und Nordafrika brachte ihm früh den respektvollen und freundschaftlichen Namen Ben Wisch ein. Weltweit wurde dieses Engagement geachtet und kaum ein anderer Politiker konnte auf so viele persönliche Freunde zählen. Algerien fühlte er sich in besonderem Maße verbunden. Mit dieser Veranstaltung würdigte die Friedrich- Ebert-Stiftung den Politiker Wischnewski und einen sehr persönlichen Aspekt des Lebenswerkes von Ben Wisch.
Der Film beleuchtet das Thema eines fast in Vergessenheit geratenen Kapitels der Geschichte des Unabhängigkeitskampfes in Algerien. Er ist eine Hommage an das Engagement der Europäer und würdigt in besonderem Maße die Bemühungen der deutschen Freunde Algeriens.
Malika Laichour-Romane, Regisseurin des Dokumentarfilms
"Khawa - die europäische Unterstützung des algerischen Unabhängigkeitskampfes"
Programm (pdf)
v.l.n.r.: Igal Avidan, Journalist, Jochen Feilcke (DIG), Moderation, David Glass, Außenpolitischer Sprecher der SHAS Partei Israel, Elisabeth Schumann-Braune, Friedrich-Ebert-Stiftung
06.03.2006
Abschlussveranstaltung der Reihe "Shalom we Bitachon - Frieden und Sicherheit" in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin
Programm (pdf)
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