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Networking: die politischen Kräfte vernetzen sich

Die Friedrich-Ebert-Stiftung in Marokko bietet als Organisator des politischen Dialogs Foren an, die den politischen Parteien sowie Akteuren zivilgesellschaftlicher Gruppierungen dazu dienen, sich besser zu vernetzen. Im Vordergrund steht die Debatte um alternative Politikoptionen, welche die sozialdemokratisch orientierten Kräfte des Landes gemeinsam und mit Unterstützung von Experten gestalten sollen.

Die Debattenreihen zwischen politischen Akteuren und der Zivilgesellschaft sollen Networking und thematischen Austausch nicht nur auf nationaler, sondern zunehmend auch auf regionaler und internationaler Ebene ermöglichen. Die FES startete dazu 2009 die Debattenreihe „Das neue Jahrzehnt – Herausforderung an die Linke Europas und Marokkos“, in die auch europäische Sozialdemokaten eingebunden werden (bspw. im Mai Lale Akgün, MdB).

Die neue Arbeitslinie “FES- Mittelmeerdialog“ fördert komplementär zu den nationalen Programmen das Networking im Mittelmeerraum. Ziel ist die politische Flankierung der Euro-mediterranen Partnerschaftsprojekte, insbesondere die 2009 gegründete „Union für das Mittelmeer“. Durch Konferenzen, Austauschprogramme und Seminarreihen soll zu einem verbesserten regionalen Dialog unter den sozialdemokratischen Kräften des Mittelmeerraums beigetragen werden, um gemeinsame politische Initiativen zu entwerfen. Die im November 2009 von der FES organisierte Informationsreise des marokkanischen Arbeitsminister Jamal Rhmani ordnet sich in diese Arbeitslinie ein: in Brüssel und Berlin sind Veranstaltungen mit ihm geplant, die den Nord-Süd Dialog zum Thema Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik intensivieren sollen.

In ihrer Rolle als Kompetenzzentrum und think tank organisiert die FES in Marokko den politischen Analysezirkel (CAP), um aktuelle und zukunftsweisende Themen zu diskutieren, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und zum Gegenstand des Öffentlichen Interesses und der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung zu machen. Politische Institutionen und gesellschaftliche Organisationen können die Expertise und das Netzwerk der FES nutzen, um Kernthemen der gesellschaftspolitischen Modernisierung zu debattieren.

In ihrer Rolle als Bildungsträger organisiert die FES Foren und Trainingsreihen für Politikerinnen und politische Nachwuchskräfte, um deren Kenntnisse und Fähigkeiten auszubauen und ihre Beteiligungsmöglichkeiten in den politischen Institutionen des Landes zu verbessern. Zu nennen ist hier beispielhaft das Projekt der Vorbereitung und Schulung einer Gruppe von Kandidatinnen für die Kommunalwahlen im Juni 2009.

 

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net-edition:Ralf Melzer | Simone Döbbelin
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