Seitentitel: FES international - im Nahen/Mittleren Osten und Nordafrika.
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Weibliche Kandidaten in den Wahlen

Die Präsenz der marokkanischen Frauen im politischen Leben ist in den letzten Jahren sichtlich gestiegen. Neu eingeführte Frauenlisten haben dazu geführt, dass seit der Parlamentswahl 2007 mehr Frauen im marokkanischen Parlament vertreten sind. Auch auf der kommunalen Ebene garantiert die für die Kommunalwahlen 2009 geschaffene Frauenquote von 12 % ein gewisses Mitspracherecht, auch wenn Frauen weiterhin unterrepräsentiert bleiben. Die marokkanischen Frauenorganisationen setzen sich daher mit der Initiative „Bewegung für ein Drittel der Sitze an Frauen“ für einen höheren Anteil ein.

Die Förderung von politischen Nachwuchskräften und ganz besonders auch von Politikerinnen ist ein fester Bestandteil der Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung in Marokko. So unterstützte die FES in Kooperation mit einem marokkanischen Partner die Kandidatinnen der Kommunalwahlen 2009 mit einer Trainingsreihe: etwa 90 Politikerinnen wurden so in die Lage versetzt, ihre Beteiligungsmöglichkeiten in der nationalen und kommunalen Politik besser wahrzunehmen und ihre Aussicht auf den Wahlgewinn – z.B. durch professionelle Kampagnenführung – zu erhöhen.

Nach den Kommunalwahlen evaluiert die FES in einer Studie Wahlbeteiligung und -erfolg der Frauen publiziert die Ergebnisse in einer Studie. Tragen die Maßnahmen der Regierung zur Förderung von Frauen in der Politik Früchte? Wo funktioniert die Umsetzung, wo sollte noch nachgebessert werden? Wie können die Frauen so qualifiziert werden, dass sie Ihre Chancen nutzen und ihrer Stimme in der Politik Gewicht verleihen können? Gemeinsam mit Partnern aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutiert die FES die tatsächlich erreichten Fortschritte bei der Umsetzung der Frauenförderung in der Politik und identifiziert weitere Qualifizierungsmaßnahmen.

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net-edition:Ralf Melzer | Simone Döbbelin
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