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Belämpfung der Gewalt gegen Frauen

Vom 26. bis 28 November 2008 hat das FES-Büro Tunis in Zusammenarbeit mit dem Centre de Recherches, d’Etudes, de Documentation et d’Information sur la femme (CREDIF) eine Fortbildungsversanstaltung zum Thema «Gender und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen» ausgerichtet.

Das Seminar war Teil einer Veranstaltungsreihe, mit der Ausbilder im Bereich d er Bekämpfung jeglicher Gewalt gegen Frauen im privaten und öffentlichen Bereich fortgebildet wer den. Ziel ist dabei die Förderung einer auf Dialog und gegenseitigem Respekt beruhenden Kultur.

Teilnehmer an dem Workshop in der tune sischen Stadt Sfax waren 24 Personen (drei Männer und 21 Frauen im Alter zwischen 35 und 50 Jahren) aus de m öffentlichen Sektor sowie aus verschiedenen Frauenorganisationen.

Es bot sich Gelegenheit zum Austausch von Erfahrungen und Best-Practice-Beispielen. Durch einen partizipativen Ansatz und angeregt durch fachliche Vorträge entstand eine rege Diskussion. Das Thema der Gewalt gegen Frauen war bis vor kurzem ein Tabuthema in Tunesien. Die Fortbildung trug zu einer Sensibilisierung über das Ausmaß dieses gesellschaftlichen Phänomens und seiner unterschiedlichen Formen bei. Eine wichtige Voraussetzung dafür war, dass es sich um eine gemischte Gruppe von Frauen und Männern aus dem staatlichen und dem zivilgesellschaftlichen Bereich gehandelt hat.

Das Seminar leistete einen Beitrag zum Ziel der Friedrich-Ebert-Stiftung, dass zivilgesellschaftliche Akteure aktiv und kompetent auf die gesellschaftspolitische Gestaltung Einfluss nehmen können. Kontext war ferner, dass Tunesien im Jahr 2007 mit Unterstützung von FNUAP (UN-Programm für Bevölkerung) und UNDP eine nationale Strategie zur Integration von Gender und der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen entwickelt hat. Die Grundlagen dafür waren nicht zuletzt in jahrelanger Arbeit durch die tunesische Frauenbewegung geschaffen worden.

Das moderne, bis auf wenige Ausnahmen im Erbrecht auf dem Prinzip der Gleichstellung beruhende Personenstandsrecht Tunesiens stammt bereits aus den fünfziger Jahren, hat jedoch auch heute noch beispielhaften Charakter für die arabische Welt. CREDIF ist eine dem Ministerium für Frauen, Familie, Kinder und ältere Menschen angegliederte Forschungs-, Dokumentations- und Beratungseinrichtung.

Weitere Informationen:

www.credif.org.tn

www.festunis.org

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net-edition:Ralf Melzer | Simone Döbbelin
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