Seit Mitte der 80er Jahre ist Frauenförderung im nationalen wie internationalen Bereich einer der Schwerpunkte der Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Laufe der 90er Jahre hat sich dabei das Konzept des Gender Mainstreaming etabliert, das die Förderung der Chancengleichheit und der Geschlechterdemokratie zur Querschnittsaufgabe macht und die Geschlechterperspektive zum festen Bestandteil eines jeden Arbeitsfeldes werden lässt.
Gender Mainstreaming ist ein konzeptionelles Instrument, mit dem das Ziel der Geschlechterdemokratie oder Chancengleichheit erreicht werden kann. Es ist ein Prinzip zur Veränderung von Entscheidungsprozessen in allen Bereichen von Organisationen. Es ist also eine Strategie für Organisationen und betrifft alle Entscheidungsbereiche einer Organisation und wandelt diese um. Von Anfang an wird die Perspektive des Geschlechterverhältnisses einbezogen und alle Entscheidungsprozesse für die Gleichstellung der Geschlechter nutzbar gemacht.
Die internationale Entwicklungszusammenarbeit (EZA) ist wohl das Anwendungsfeld, in dem Gender Mainstreaming am intensivsten und mit der längsten Tradition praktiziert wird. Dies wurde über Auflagen bei der Mittelvergabe durchgesetzt, d.h. es werden vom Geldgeber nur solche Projektanträge bewilligt, die eine Gender-Perspektive aufweisen. Dieses Instrument, Mittel für Maßnahmen daran zu knüpfen, dass die Gender-Perspektive in die Beantragung der Maßnahme aufgenommen wird, erweist sich als äußerst wirksam.
Die FES verwendet für die internationale Entwicklungszusammenarbeit (IEZ) mit Partnern aus Gewerkschaften, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Kultur etwa die Hälfte ihres jährlichen Gesamtetats. Dabei setzt sich die IEZ auf allen von ihr bearbeiteten Gebieten dafür ein, dass
Die Friedrich-Ebert-Stiftung arbeitet in der Region mit NRO, Gewerkschaften, Massenmedien, staatlichen Partnern auf allen Ebenen und Forschungseinrichtungen zusammen. Wir streben in unserer Arbeit an, das Konzept des Gender-Mainstreaming bekannt zu machen und einzuführen. Mit dieser Methode soll erreicht werden, dass die Rechte und Bedürfnisse von Männern und Frauen in allen Politik- und Lebensbereichen integriert sind und nachhaltig berücksichtigt werden. Die Partnerorganisationen sollen dazu angeregt werden, eine geschlechterbezogene Sichtweise in ihre politischen Konzepte einzubringen. Damit soll die Geschlechterperspektive Teil der "normalen" politischen Arbeit der Organisationen werden.
Natürlich spielt bei der Umsetzung auch die zunehmende Präsenz von Frauen in Führungs- und Schlüsselpositionen in vielen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle. Daher unterstützt die Friedrich-Ebert-Stiftung auch nachhaltig eine Frauenförderungspolitik, die dazu beiträgt, dass sich sukzessive die traditionellen Sicht- und Handlungsweisen von Partnerorganisationen verändern.
Damit die Genderarbeit der FES in der Region Mittler Osten/Naher Osten und Nordafrika einen Einfluss haben kann, muss sie sehr spezifisch sein. Sie kann und sollte daher nur bestimmte Zielgruppen mit geeigneten Instrumenten bei der Erreichung ihrer Ziele unterstützen.
Zu den Instrumenten einer erfolgreichen Genderarbeit gehören folgende:
Schwerpunktmäßig werden in den Ländern des Nahen/Mittleren Ostens und Nord Afrikas folgende Felder bearbeitet:
Verbesserung der rechtlichen und gesetzgeberischen Rahmenbedingungen für Frauen durch:
Veränderung der politischen und institutionellen Rahmenbedingungen durch:
Hinweis: Bitte ersetzen Sie bei allen mail-Adressen in Ihrem Mailprogramm [at] durch @.
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