Die Jahre 1991 bis 2002, das sog. „Décennie noire“, waren von Terrorismus und Bürgerkrieg geprägt und haben eine junge Generation hervorgebracht, die infolge der innenpolitischen Krisen und der blutigen Ereignisse im Land sehr wenig Gelegenheit zum Austausch und zur Anwendung ihrer vielfältigen Talente erhalten hat. Entmutigt durch den Verlust von fundamentalen Grundwerten in diesem Jahrzehnt und der Suche nach einer neuen Identität, verfügt diese junge Generation mehrheitlich nicht über die Erfahrungen und Mittel, sich aktiv in der Gesellschaft zu engagieren und auf breiter Ebene die Entwicklung in ihrem Land mitzubestimmen.
Aufgrund des Fehlens jeglicher Partizipationsformen und der Perspektivlosigkeit innerhalb der algerischen Gesellschaft suchen viele junge Menschen den Weg in die Kriminalität, in die illegale Auswanderung oder in den Extremismus.
Vor diesem Hintergrund erschien es notwendig, die junge Generation gezielt anzusprechen, sie zu eigenen Handlungen zu mobilisieren und sie zu motivieren, sich verstärkt für ihre Belange verantwortlich zu zeigen sowie Initiativen zu ergreifen, wie sie eine offene und demokratisch orientierte Gesellschaft mitgestalten können.
Daraus resultierten für die Arbeit der Friedrich Ebert Stiftung in Algerien folgende Maßnahmen:
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