Für die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) zählen zur Erfolgskontrolle nicht nur die in zeitlichen Abständen erfolgenden externen Projektevaluierungen in einzelnen Ländern und Sektoren, sondern das gesamte System der Planung, Begleitung und Qualitätssicherung der Arbeit. Seit über zehn Jahren verwendet die FES Planungs- und Auswertungsmethoden aus der gängigen EZ-Praxis, die in einen kurz-, mittel- und langfristigen Qualitätszyklus eingebettet sind (siehe Grafik). Mithilfe dieser Instrumente entwickelt das FES-Team gemeinsam mit den Partnern eine Projektstrategie, um gesellschaftspolitische Veränderungsprozesse zu befördern.
Internationale Entwicklungen und Diskussionen zu Fragen von „Planung, Monitoring und Evaluierung“ verfolgt die FES fortdauernd und schöpft daraus Impulse für die eigene Arbeit. Angestoßen durch die Paris Deklaration zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit von 2005 integriert die FES die Wirkungsdimension zusehends in ihre Projektmanagementinstrumente. Die Orientierung auf Wirkung ermöglicht, sich bereits in der Analyse- und Planungsphase systematisch mit erwarteten wie nicht erwarteten, positiven wie negativen Wirkungen auseinander zu setzen. Die Entwicklung von Wirkungsindikatoren und Wirkungshypothesen ermöglicht die Überprüfung der Zielerreichung. Gleichzeitig stößt die Wirkungsbeobachtung in der Arbeit der politischen Stiftungen häufig an Grenzen, da das Wirkungsgefüge in gesellschaftspolitischen Veränderungsprozessen besonders komplex und schwer berechenbar ist.
Die FES hatte schon 1994 in ihren Leitlinien zur Frauenförderung die Notwendigkeit der geschlechtspezifischen Analyse bei der Planung von Projekten und Maßnahmen formuliert. Seit 1997 setzen wir systematisch in all unseren Auslandsprojekten den Gender-Mainstreaming-Ansatz um. Dazu wurden acht Leitfragen entwickelt, die in verschiedenen Phasen des Projektzyklus angewendet werden. Sie beziehen sich auf jeden Einzelschritt des Projektmanagements: von Analyse über Planung und Umsetzung bis hin zum „Gender Impact Assessment“.
Externe Evaluierungen dienen dazu, eine objektivierende Erfolgskontrolle zu sichern, die Wirkungen der Projektarbeit zu bewerten, eine Weiterentwicklung dieses Projektes zu empfehlen und Rechenschaft über die verwendeten Mittel abzugeben. Für externe Evaluierungen gelten die Evaluierungskriterien der OECD/DAC:
Derzeit (2011) werden folgende Evaluierungen durchgeführt:
Beispiele abgeschlossener Evaluierungen:
Die FES versteht sich als lernende Organisation. Kontinuierliche Selbstreflexion, Entwicklung von best-practice Beispielen und Inputs aus externen Evaluierungen verbessern stetig die Arbeit der Stiftung. Neben dem internen Lerneffekt aus Evaluierungen dienen die Ergebnisse extern auch zur öffentlichen Rechenschaftslegung über Tätigkeiten und Mittelverwendung. Darüber hinaus befindet sich die FES mit dem Zuwendungsgeber, anderen Politischen Stiftungen und Organisationen in der internationalen EZ in einem regen Austausch zu Methoden und Verfahren des Qualitätsmanagements und der Evaluierung. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FES werden im In- und Ausland interne wie externe Schulungen zu „Projektmanagement und Evaluierung“ angeboten.
Interessiert Sie unsere Arbeit im Bereich Qualitätsmanagement und Evaluierung?
Bitte wenden Sie sich an den zuständigen Referenten Manfred Öhm:
Tel. 030 / 26 935-7414
Fax 030 / 26 935-9246
e-mail Manfred.Oehm[at]fes.de
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