am Donnerstag, 6. September 2007,
von 18.00 bis 20.00 Uhr
in der Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin
In seinem aktuellen Buch The River of Lost Footsteps beschreibt Dr. Thant Myint-U die komplizierte und stagnierende politische Lage des heutigen Burma/Myanmar in einer historischen Perspektive und konstatiert: Die fortwährende Isolation des Landes schade den Menschen in Burma/Myanmar. Dabei kritisiert er die in seinen Augen ineffektive westliche Sanktionspolitik. Ähnlich argumentierend fordert auch Harn Yawnghwe, Leiter des Euro-Burma Büros in Brüssel, das Engagement im humanitären Bereich und die Bereitschaft zum Dialog mit reformwilligen Kräften als unabdingbare Bestandteile einer konsistenten Strategie der Europäischen Union gegenüber Burma/Myanmar festzuschreiben und umzusetzen.
Doch wie kann ein solches Engagement aussehen? Wie können reformwillige Kräfte des Landes in gegenwärtige und zukünftige politische Prozesse eingebunden werden? Wie lässt sich eine Marginalisierung politisch-oppositioneller Kräfte verhindern, wie die Wahrung von Interessen der zahlreichen Waffenstillstandsgruppierungen gewährleisten und gleichzeitig die Positionen der ethnischen Minderheiten berücksichtigen? Wie könnte ein Dialog zwischen den Machthabern in Burma/Myanmar, seinen Nachbarn und dem Westen zustande kommen und in Zukunft ausgestaltet werden? Und welche Rolle für die weitere Entwicklung spielen die Ergebnisse der aktuell tagenden Verfassungsgebenden Versammlung?
Diskutieren Sie über diese Fragen und mögliche Perspektiven im Umgang mit Burma/Myanmar mit Dr. Thant Myint-U, Dr. Paul Pasch (zuständiger Auslandsmitarbeiter der FES) und Harn Yawnghwe. Dr. Christian P. Hauswedell, Ministerialdirigent und Beauftragter für Asienpolitik im Auswärtigen Amt a.D., wird die Debatte leiten.
Kontakt:
Ulrike Bey, burma[at]asienhaus.de, Tel. 0201 / 83038-25
Michael Tröster, michael.troester[at]fes.de, Tel. 0228 / 883-507