Weitere Publikationen finden Sie hier.
Im Südpazifik gerät die politische und wirtschaftliche Staatenbildung zu einem Geduldsspiel. Länder wie etwa die Solomon Islands oder Vanuatu sind eher als „failing states“ zu betrachten. Auch in Fidschi und Papua-Neuguinea ist politische Lage instabil. Die schweren politischen Krisen 2006 mündeten im darauf folgenden Jahr in beiden Ländern in einen Regierungswechsel. Den Anfang machte Fidschi mit dem Antritt der Interimsregierung, die im Dezember 2006 durch einen Militärputsch an die Macht gekommen war. Der politische Umsturz führte zu einer Boykottierung des Landes durch die traditionellen Handelspartner und die Tourismusindustrie leidet seitdem unter erheblichen Verlusten.
Auch in Papua Neuguinea wurde eine Regierung neu gebildet. Obwohl durch die Wahlen Mitte 2007 ein personeller Wechsel stattfand, blieb die Staatsführung in der Hand der üblichen lokalen Eliten. Im Gegensatz zu Fidschi verzeichnete Papua Neuguinea im Jahr 2007 ein hohes wirtschaftliches Wachstum - vor allem durch die gestiegenen Weltmarktpreise für die Exportgüter Kupfer und Gold und die zunehmenden Investitionen im Bausektor.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung konzentriert ihre Maßnahmen im Südpazifik vor allem auf den gewerkschaftlichen Bereich in Fidschi und Papua Neuguinea. Gewerkschaften gehören in beiden Ländern zu den wenigen funktionierenden Institutionen und können durchaus Beiträge zu einer sozialen und politischen Stabilisierung leisten. In Kooperation mit dem Fiji Trade Union Congress (FTUC) führte die FES zuletzt Workshops durch, die sich vor allem an Frauen und Jugendliche richteten und zur Verbesserung der organisatorischen Kapazitäten der Gewerkschaften beitragen sollten. Eine Reihe von Veranstaltungen 2008 zielt darauf ab, ein Bewusstsein für die Economic Partnership Agreements (EPA) mit der EU zu schaffen sowie die Auswirkungen der Abkommen auf die ökonomische Situation der FTUC-Mitglieder und ihre Arbeiterrechte zu diskutieren und Vorschläge für ein sozial ausgewogenes Abkommen zu entwickeln.
Der Südpazifik wird von unserem Büro in Jakarta, Indonesien, betreut.
Erwin Schweisshelm
erwin[at]fes.or.id
Friedrich-Ebert-Stiftung
P.O.Box 7952 JKSKM
RI Jakarta 12079
Indonesien
und
Jl. Kemang Selatan II No. 2A
Jakarta 12730
Indonesien
Tel. ++62 217 193 711
++62 219 126 1736
Fax ++62 217 179 1358
Im Internet www.fes.or.id
Julia Müller
julia.mueller[at]fes.de
Referat Asien und Pazifik
Friedrich-Ebert-Stiftung
Hiroshimastrasse 28
10874 Berlin
Bundesrepublik Deutschland
Tel. ++49 (0)30 26935-7455
Fax ++49 (0)30 26935-9211
Hinweis: Bitte ersetzen Sie bei email Adressen das [at] durch @ in Ihrem mail-Programm.