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Beispiele aus unserer Arbeit
Bangladesch: FES-Büro Bangladesch offiziell eröffnet

Der Schwerpunkt der Arbeit des neuen FES-Büros in Dhaka ist die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften vor Ort. In seiner Festrede betonte Michael Sommer die Bedeutung von starken Gewerkschaften und einer vertrauensvollen Sozialpartnerschaft für Bangladesch, um Katastrophen wie den Fabrikeinsturz von Rana Plaza, bei dem vor genau einem Jahr mehr als 1100 Näher_innen ums Leben kamen, zukünftig verhindern zu können. Bei der Eröffnung zugegen waren neben Vertreter_innen des bangladeschischen Außenministeriums und der Zivilgesellschaft auch Gewerkschafter_innen sowie Partnerorganisationen. Gemeinsam gefeiert wurde auf der Dachterrasse des FES-Büros. Während seines viertägigen Besuchs in Dhaka machte sich Michael Sommer als DGB-Bundesvorsitzender, Präsident des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) und als stellevertretender Vorsitzender der FES auch in Gesprächen u.a. mit Premierministerin Hasina, Friedensnobelpreisträger Yunus, den führenden Gewerkschafter_innen des Landes und Opfern von Rana Plaza für verbesserte Sozialstandards in der Exportindustrie des Landes stark.


Hierzu leistet die FES gemeinsam mit ihren Partnern bereits einen Beitrag z.B. durch die graduelle Einrichtung eines Gremiums, in dem Gewerkschaften, Arbeitgeber und Regierung gleichberechtigt verbesserte Arbeitsbedingungen in der Textilwirtschaft aushandeln. Von den hier oft sehr kontroversen Diskussionen konnte sich Michael Sommer bei einer gemeinsamen Veranstaltung der FES und des Bangladesh Institute of Labour Studies (BILS) selbst ein Bild machen. Die FES hat bereits 2013 begonnen, Dialogplattformen zur Vertrauensbildung und Abstimmung zwischen den oft zerstrittenen Gewerkschaften aufzubauen. Parallel hierzu führt sie Workshops für Gewerkschafter_innen der mittleren Führungsebene durch. Die Gewerkschaften sollen so in die Lage versetzt werden, ihren Organisationsgrad zu erhöhen, ihre Rechte durchzusetzen und den Dialog mit Arbeitgebern und Regierung geeint und konstruktiv zu führen. Frauen werden dabei besonders gefördert.
Eine weitere Arbeitslinie der FES ist der internationale Dialog. Die FES setzt sich dafür ein, Bangladesch verstärkt in regionale und globale Debatten zu entwicklungs- und sicherheitspolitischen Fragestellungen einzubinden. In der Parteienkooperation arbeitet die Stiftung in Bangladesch überparteilich und bindet auch Vertreter_innen der Zivilgesellschaft ein. Ziel ist es, die Demokratie durch die Förderung von Dialog zwischen den stark polarisierten Parteien des Landes zu stärken. Die FES hat derzeit als einzige deutsche politische Stiftung einen Auslandsmitarbeiter vor Ort.

 

FES | 2014

net-edition:Almut WeilerFES | 2011
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