Aktivitäten der Friedrich-Ebert-Stiftung in Nigeria
- "BABA GO-SLOW"
Im zweiten Jahr seiner Amtszeit wächst die Ungeduld
mit Nigerias Präsident Yar' Adua
Hintergrundinformation von Michael Roll, FES-Nigeria
September 2008
- April 2007: Nigeria hat gewählt
Die offiziellen Ergebnisse wurden verkündet, doch der zweite Demokratietest
ist eindeutig nicht bestanden.
Bericht von Jens-U. Hettmann, Abuja, FES-Nigeria, April 2007
- Nigeria vor den Präsidentschaftswahlen 2007
Bericht von Harald Bammel, Abuja, FES-Nigeria, August 2006
- The Nigerian Political Economy in Transition
Hintergrundinformation von Sani Musa, Februar 2006
- Opportunities and Challenges of Parliamentary Oversight of the Security
Sector in West Africa: The Regional Level
Jens-U. Hettmann and Fatima Kyari Mohammed, November 2005
- Eine demokratisch kontrollierte Sicherheitsarchitektur in Westafrika -
Zentrale Herausforderung für die ECOWAS
Hintergrundinformation, Jens-U. Hettmann, Abuja, FES-Nigeria, Juli 2004
- Nigeria zwischen Kontinuität und Stillstand-
Obasanjos zweite Amtsperiode sichert den Status quo
Kurzbericht Januar 2004 von Heinrich Bergstresser - Öl-Boom im Golf von Guinea
Rudolf Traub Merz, FES-Bonn, Oktober 2003 - Nigeria vor den Wahlen 2003: Kandidaten und Aussichten
Kurzbericht Februar 2003 von Dr. Rudolf Traub-Merz - Politische Turbulenzen in Nigeria: Scharia und Impeachment
Kurzbericht Oktober 2002 von Heinrich Bergstresser
- Liste der FES-Publikationen Nigeria
FES-Publikationen in der Digitalen Bibliothek zum Themenkreis Afrika
Seit 1976 ist die Friedrich-Ebert-Stiftung mit einem Büro in Nigeria
vertreten.
Das Landesprogramm wird von einem entsandten Mitarbeiter koordiniert.
Rahmenbedingungen
Das Jahr 2007 hat Nigeria stark verändert. Sowohl die Präsidentschafts- wie auch die Gouverneurswahlen für die Bundesstaaten waren von zahlreichen Manipulationen begleitet. Auf der anderen Seite hat der neue Präsident Umaru Yar’Adua erste Schritte unternommen, eine Reihe von Problemen Nigerias wie beispielsweise die Energieversorgung, den Konflikt im Niger-Delta, das Wahlsystem des Landes oder die weitreichende Korruption anzugehen. Während das Urteil über die Ernsthaftigkeit und den Erfolg dieser Reformversuche noch aussteht, so ist die Reformtendenz alleine eine wichtige Möglichkeit für das Land, auf dem Weg zur Konsolidierung der Demokratie voranzukommen. Zwei Beispiele für diese positive Entwicklung können genannt werden: zum ersten die Absetzung zahlreicher Gouverneure, die bei den Wahlen 2007 durch Gerichtsbeschlüsse unrechtmäßig ins Amt gekommen waren. Zweitens ist die Einrichtung eines Wahlsystemreformkomitees zu nennen, welches Vorschläge zur Reform des nigerianischen Wahlsystems machen soll.
Eine zentrale projektrelevante Rahmenbedingung ist die generalisierte Korruption im Lande. Politiker und Geschäftsleute sind oft gleichermaßen in diese verwickelt. Darunter leidet das Vertrauen in demokratische Spielregeln enorm. Am direktesten erfahren die Bürger diese Korruption auf bundesstaatlicher oder lokaler Regierungsebene. Dort werden ihnen öffentliche Dienstleistungen vorenthalten und das Geld fließt in andere, oft nicht bekannte oder nachvollziehbare private Kanäle. Im Gegensatz zur nationalen Ebene lag die Korruption auf diesen Ebenen lange Zeit im Schatten der öffentlichen Aufmerksamkeit.
Nigeria ist ein Land mit zahlreichen potentiellen Konfliktlinien, zum Beispiel geopolitische Diversität, zahlreiche Ethnien, Christentum und Islam. Diese Konfliktlinien müssen querschnittsartig bei allen Maßnahmen mitbedacht werden. Dies gilt ebenso für die Gender-Dimension. Das Verhältnis von Mann und Frau in Nigeria ist stark patriarchal geprägt, Frauen werden oft nicht die gleichen Rechte und Möglichkeiten zugestanden wie Männer und dies wird oft nicht als problematisch gesehen.
Weiterhin bedeutsam ist die öffentlich-politische Rolle der Gewerkschaften in Nigeria. Sie erfüllen teilweise die Rolle einer politischen Opposition und sind eine der wenigen Organisationen, die sich über die Mitglieder hinaus für das allgemeine öffentliche Wohl einsetzen. Dies haben sie in 2007 rund um die Wahlen erneut eindrucksvoll deutlich gemacht.
International spielt Nigeria sowohl für die Region als auch auf globaler Ebene für Afrika eine wichtige Rolle. Insbesondere unter dem neuen, außenpolitisch eher unerfahrenen Präsidenten ist jedoch keine klare außenpolitische Linie und Strategie zu erkennen.
Der Energiesektor spielt in Nigeria eine zentrale Rolle und begründet im wesentlichen Ausmaß auch die internationale Aufmerksamkeit für Nigeria. Die Rolle der Öl- und Gasförderung und Lieferungen für die Demokratie sowie die internationale Rolle Nigerias ist daher von zentraler Bedeutung.
Themenspektrum
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Förderung von Guter Regierungsführung und Demokratie auf nationaler, bundesstaatlicher und lokaler Ebene:
- Förderung von Transparenz und Rechenschaftspflichtigkeit in Haushaltsfragen und im Bereich der Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen;
- Stärkung der Kontrollfunktion ausgewählter Parlamentskomitees;
- Öffentliche Diskussion und kritische Begleitung von Regierungspolitik; Wahlreformprozess;
- Analyse von governance-Prozessen;
- Gender-Dimension im politischen Kontext, insbesonde Regierungsführung und Politiken;
- Unterstützung der Gewerkschaften:
- Öffentliche und politische Rolle des NLC;
- Verteidigung von Arbeiterrechten durch Gewerkschaften;
- Kooperation von Gewerkschaften und Organisationen für ArbeiterInnen in der informellen Ökonomie;
- Gender-Dimension innerhalb der Gewerkschaftsarbeit und -organisation;
- Rolle von Frauen und Jugendlichen innerhalb der Gewerkschaften;
- Nigeria im internatinalen Kontext:
- Besseres Verständnis der rolle und Potentiale Nigerias im internationalen Kontext in Afrika und weltweit.
Partnerspektrum
- Verfassungsorgane:
- Nationale Parlamentskomitees;
- Wissenschaftliche Einrichtungen:
- Fakultät für Sozialwissenschaften, Universität Lagos;
- Institut für Politikwissenschaft, Universität Ibadan;
- Universität Abuja;
- National Defense College;
- Nigerian Institute of International Affairs (NIIA)
- Centre for Advanced Social Studies (CASS);
- Nichtregierungsorganisationen/Verbände/Gewerkschaften:
- Nigerian Labour Congress (NLC);
- Centre for Humen Rights and Ehtics in Development (CHRED)
- Centre for African Settlement Studies & Development;
- CITIZENScentre;
- Centre for African Policy & Peace Strategy;
- Leadership, Effectiveness, Accountability and Professionalism (LEAP)
- Rural Women Empowerment Network (RUWEN)
- Kolagbodi Memorial Foundation (KMF);
- National Union of Textile Garment & Tailoring Workers of Nigeria (NUTGTWN);
- National Union of Energy Employees (NUEE);
- Nigeria Automobile Technicians' Association (NATA);
- Medien:
- Verschiedene Journalisten
Kurzer Überblick über zentrale politische und
wirtschaftliche Entwicklungen in Nigeria
Kontakt
Anschrift:
Büro Nigeria, Friedrich-Ebert-Stiftung
P.M.B. 5142
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NIGERIA
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