Der Globale Rechtsindex 2017

IGB-Übersicht über die Verletzungen von Gewerkschaftsrechten

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Der Globale Rechtsindex gibt einen Einblick in die nach wie vor beträchtlichen Arbeitnehmerrechtsverletzungen überall auf der Welt. Je mehr Respekt die einzelnen Staaten und Arbeitgeber den Gewerkschaftsrechten zollen, desto größer wird das Ausmaß der Gleichstellung und der Gerechtigkeit in der Gesellschaft sein. Es ist daher wichtig, Arbeitnehmerrechtsverletzungen zu erfassen, zu analysieren und publik zu machen, um dieses Ziel zu erreichen.

In Europa genießen die Gewerkschaften größeren Respekt, vor allem in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die europäischen Gewerkschaften werden von der Elite und rechtsgerichteten Gegnern oft zu Unrecht als Hindernisse für Wettbewerb und Fortschritt kategorisiert. Diese
Lobbybemühungen haben in den letzten Jahren allzu oft dazu geführt, dass Gewerkschaftsarbeit in der Praxis trotz rechtlicher Garantien eingeschränkt wurden.

Die vom IGB-Bericht genannten zehn schlimmsten Länder für erwerbstätige Menschen sind Katar, die VAE, Ägypten, die Philippinen, Kolumbien, Kasachstan, Südkorea, Guatemala, die Türkei und Bangladesch.

Die Zahl der Länder, in denen Beschäftigte aufgrund ihrer Gewerkschaftsarbeit getötet wurden, hat sich von 10 auf 11 erhöht (Italien, Bangladesch, Philippinen, Brasilien, Kolumbien, Guatemala, Honduras, Mexiko, Peru, Venezuela und Mauretanien), und die Zahl der Länder, in denen die Arbeitnehmer/innen Gewalt ausgesetzt waren, einschließlich Drohungen, Entführungen und körperlicher Gewalt seitens der staatlichen Sicherheitskräfte oder Verbrecherbanden im Dienste der Arbeitgeber, ist von 52 im Vorjahr auf 59 gestiegen.

Weiterführende Informationen:

Infografiken zum globalen Rechtsindex 2016 des IGB:

Arbeitnehmerrechtsverletzungen

Die zehn schlimmsten Länder der Welt für erwerbstätige Menschen