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FES / Zeit für Gerechtigkeit! Eine internationale Themenwoche der FES

Eine moderne Justitia ballt fordernd die Faust und hält eine Waage - Symbol für Gerechtigkeit - in der anderen Hand

Blogs aus der Veranstaltung

Jeden Tag bloggt eine Autorin oder ein Autor für das Fortschrittsforum aus einer der Veranstaltungen der Themenwoche ZEIT FÜR GERECHTIGKEIT!.

Aus der Auftaktveranstaltung am 7.11. hat Thomas Hartmann gebloggt:

"Unpolitisch sein ist keine Option" von Thomas Hartmann

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Flyer "Zeit für Gerechtigkeit!"
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Information

Bei Fragen zur FES-Themenwoche "Zeit für Gerechtigkeit!" schreiben Sie an:
gerechtigkeitswoche@fes.de

Zeit für Gerechtigkeit! Eine internationale Themenwoche der Friedrich-Ebert-Stiftung vom 7.-10. November 2011 in Berlin

 

Montag 7. November 2011

Auftaktveranstaltung der internationalen Themenwoche
„Zeit für Gerechtigkeit!“ der Friedrich-Ebert-Stiftung

Gerechtigkeit –
Antworten auf eine globale Frage

Was ist heute gerecht, was ist ungerecht? Diese Fragen zu beantworten, fällt bereits im nationalen Kontext schwer. Es geht um die gerechte Verteilung von Ressourcen und Rechten in einer Gesellschaft sowie zwischen den Generationen. Und es geht um die gesellschaftliche Gleichheit von Mann und Frau. Damit ist eine Politik der sozialen Gerechtigkeit eng verknüpft mit der Frage nach Chancengleichheit, sozialer und politischer Teilhabe sowie Freiheitsrechten für alle BürgerInnen.

Thomas Pogge bei der Auftaktveranstaltung der FES Themenwoche ZEIT FÜR GERECHTIGKEIT! am 7. November 2011 in der FES Berlin; Foto: Jens Schicke

Der Vorwurf, die soziale Gerechtigkeit komme zu kurz, hat schon mancher Partei die Macht gekostet. Was aber sozial gerecht ist, daran scheiden sich die Geister: Pochen die einen darauf, dass die so genannten „Leistungsträger“ zu entlasten seien, weisen die anderen darauf hin, dass die sich konstant weitende Schere zwischen Arm und Reich zu schließen sei und einzig und allein mehr Gleichheit Gesellschaften gerechter machen könne.

Während der Auftaktveranstaltung der internationalen FES-Themenwoche ZEIT FÜR GERECHTIGKEIT! am 7. November 2011 in der FES Berlin; Foto: Jens Schicke

Ist damit der Inbegriff von Gerechtigkeit die Gleichheit? Und welche moralische Handlungspflicht hat dann folglich der Staat, um nicht nur Grundrechte zu garantieren, sondern soziale Ungleichheit auszugleichen?

Gesine Schwan bei der Auftaktveranstaltung der FES Themenwoche ZEIT FÜR GERECHTIGKEIT! am 7. November 2011 in der FES Berlin; Foto: Jens Schicke

Wenn nun aber die Gerechtigkeitsfrage schon im nationalen Kontext so kontrovers diskutiert wird, wie sinnvoll ist es dann, die Gerechtigkeitsfrage im globalen Kontext zu stellen?

Auftakt der internationalen FES Themenwoche ZEIT FÜR GERECHTIGKEIT! in der FES Berlin am 7. November 2011, v.l.n.r.: Gesine Schwan, Thomas Pogge, Conny Czymoch, Francisco Whitaker Ferreira und Ronald Llamas; Foto: Jens Schicke

Globale Gerechtigkeit muss in der „einen“, ökologisch und wirtschaftlich verflochtenen Welt zur Leitlinie politischen Handelns werden. Aber inwiefern ist Gerechtigkeit tatsächlich ein universeller Wert und Maxime politischen Handelns? Inwiefern wird sie kulturell geprägt? Und warum haben wir keinen Weltsozialrat?

Francisco Whitaker Ferreira während der Auftaktveranstaltung der FES Themenwoche ZEIT FÜR GERECHTIGKEIT! am 7. November 2011 in der FES Berlin; Foto: Jens Schicke

Diese Fragen müssen im internationalen politischen Dialog zwischen staatlichen und
gesellschaftlichen Akteuren immer wieder neu beantwortet werden. Daher ist der öffentliche Diskurs über Gerechtigkeit in der internationalen Politikgestaltung wichtig.

Ronald Llamas während der Auftaktveranstaltung in der FES am 7. November 2011 in Berlin; Foto: Jens Schicke

Die Friedrich-Ebert-Stiftung will mit VertreterInnen aus dem Norden und Süden im Rahmen der Auftaktveranstaltung der Gerechtigkeitswoche in Berlin Denkanstöße zu dieser Debatte geben.

v.l.n.r.: Gesine Schwan, Thomas Pogge, Conny Czymoch, Francisco Whitaker Ferreira und Ronald Llamas; Foto: Jens Schicke

Begrüßung durch Jürgen Kocka, Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Ebert-Stiftung

Ab 18 Uhr diskutierten mit Conny Czymoch (PHOENIX):

Gesine Schwan, Professorin und Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance,

Thomas Pogge, Professor für Philosophie und Internationale Beziehungen, Yale University,

Ronald Llamas, Berater des philippinischen Präsidenten Benigno Aquino III,

Francisco Whitaker Ferreira, Mitbegründer des Weltsozialforums und Träger des Alternativen Nobelpreises, Brasilien.

Die Streetartkünstler Various and Gold bei der Arbeit: die offene, hingestreckte Hand als Symbol für den Ruf nach Gerechtigkeit; Foto: Jens Schicke

Die Berliner Straßenkünstler Various & Gould befassten sich ab 17 Uhr in einem Live Painting mit dem Thema Gerechtigkeit. Mehr über die Künstler

Das Livepainting von Various & Gold nach drei Stunden

Konferenzsaal 1, Haus 1 der Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17 in Berlin-Tiergarten

Programm als pdf öffnen

Die Veranstaltung wurde simultan gedolmetscht.

 

Und auch beim anschließenden Imbiss wurde den Gästen das Thema nicht erspart: ebenfalls eine Installation von Various & Gould:

Hinweise wie "Nur für Reiche", "Nur für Frauen", "Nur für Schlaue verdeutlichten das Thema Gerechtigkeit auch beim anschließende Imbiss; Foto: Jens Schicke

net-editionMonika Schneider
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