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Internationale Politik und Gesellschaft
International Politics and Society
Fokus:
Europäische Einigung
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Wozu Europäische Einigung?
Die "Staatswerdung" Europas
Die Osterweiterung der Europäischen Union
Europäische Außen- und Sicherheitspolitik
Die Europäische Währungsunion
Europäische Sozialunion?
WOZU EUROPÄISCHE EINIGUNG?
Die Europäische Einigung
lässt sich verstehen als
Die in diesen „Projekten“
auf den Punkt gebrachten Zwecke, denen die Europäische Einigung dienen
soll, schließen einander nicht aus. Gleichwohl können die aus ihnen abgeleiteten
Politik-Fahrpläne durchaus divergieren.
Der Prozess der europäischen
Integration ist immer auch von realpolitischen Erwägungen der europäischen
„Mächte“ bestimmt gewesen – was ihre Position in Europa und was ihr Gewicht
in der Welt betrifft. In dieser Perspektive rückt traditionell das deutsch-französische
Verhältnis in den Vordergrund der Betrachtung. Siehe hierzu die Besprechung
von Thomas Pedersens Buch „Germany,
France and the Integration of Europe. A Realist Interpretation“
in der2/2000-Ausgabe von IPG.
Die Europäische Einigung als Friedensprojekt
Die Schaffung einer sicheren
Grundlage für das friedliche Miteinanderauskommen der europäischen Staaten
nach zwei verheerenden Kriegen war anfangs zweifellos das entscheidende
Motiv für das europäische Einigungsprojekt. Hinzu kam die Einbindung Deutschlands
in das westliche Bündnis im Kontext des Kalten Krieges. Die Indienststellung
von wirtschaftlichen Integrationsmechanismen für die Schaffung einer allgemeinen
Kooperationskultur diskutiert Werner Kamppeter in Lessons
of European Integration (April 2000, Kurzversion European
Integration and the Price of Peace in IPG 2/2000).
Das friedenspolitische Integrationsprojekt
war immer unterlegt von der Vorstellung einer politischen Wertegemeinschaft,
die der Staatsform der Demokratie höchste, gleichsam identitätsstiftende,
Bedeutung beimisst. So wurde das Friedensprojekt „Europäische Gemeinschaft“
(EG) seit den 70er Jahren auch zu einem Projekt der innenpolitischen Zivilisierung
des Kontinents. Die Aufnahme Portugals, Griechenlands und Spaniens geschah
vorrangig mit dem Ziel, die dortigen jungen Demokratien zu konsolidieren.
Dieses Motiv spielt auch bei der Osterweiterung, die seit dem Zusammenbruch
des Sowjetblocks betrieben wird, eine zentrale Rolle. In diesem Sinne
spricht Matthes Buhbe von der Europäischen Union als dem „Zusammenschluss
der europäischen Demokratien“ (Die
Türkei und die Grenzen der europäischen Integration in IPG
Heft 2/1998).
Die Europäische Einigung als wirtschaftliches Prosperitätsprojekt
Seit den 70er Jahren gewann
auch der Gedanke an Gewicht, durch wirtschaftliche Integration die Voraussetzungen
für die Mehrung des gemeinsamen Wohlstandes zu verbessern. Er vor allem
trieb das Projekt des Gemeinsamen Marktes voran (einerseits Bündeln der
Kräfte für den globalen Wettbewerb, andererseits direkter Konsumentennutzen).
Dessen sukzessive Verwirklichung führte nicht nur zum Abbau der Grenzen,
sondern auch zu EG-weiter Regulierung aller möglicher Bereiche des Wirtschaftslebens
– nämlich um Verzerrungen des einheitlichen Marktes auszuschalten.
Gemeinsames Vorgehen sollte
auch die wachstumsschädlichen Instabilitäten eindämmen, die aus der Freigabe
der Wechselkurse nach 1973 herrührten. Diese Initiative führte schließlich
zur Europäischen Währungsunion, wobei freilich das politische neu virulente
Friedenssicherungsmotiv nach dem Fall der Berliner Mauer eine maßgebliche
Rolle spielte.
Jacques Delors hat die Europäische
Union als Europas Antwort auf die Globalisierung bezeichnet (Für
eine neue Dynamik im europäischen Integrationsprozess, IPG 1/2001). Dies
weist auf das Bestreben, auf supranationaler Ebene die wirtschaftspolitische
Gestaltungsmacht neu zu etablieren, die auf nationaler Ebene den globalen
Marktprozessen zum Opfer fällt. Andere sehen in der EU allerdings ein
neoliberales Entmachtungsprojekt nationalstaatlicher Wirtschaftssteuerung
(siehe Wolfgang Streeck: Die Ent-Zivilisierung
des Kapitalismus. Gewerkschaften zwischen Nationalstaat und Europäischer
Union, IPG 4/1996).
Eine äußerst skeptische Sicht
des wirtschaftlichen Nutzens der europäischen Einigung trägt Werner Kamppeter
vor (European
Integration and the Price of Peace, IPG 2/2000).
Die Europäische Einigung als politisches Selbstbehauptungsprojekt
Nach dem Wegfall der sowjetischen
Bedrohung gewinnt die Sicht an Boden, dass europäische Interessen angesichts
der neuen amerikanischen Dominanz im Weltgeschehen zu kurz zu kommen drohen.
Die Interessenkonvergenz zwischen den transatlantischen Partnern verliert
in dieser Sicht an Gewicht (Vgl. Fokus
Weltpolitik / Krieg und Frieden). Auch die Perspektive einer
künftigen mehrpoligen Großmächte-Konstellation (China, Russland, evtl.
andere) erscheint wenig verheißungsvoll, wenn Europa nicht mit von der
Partie ist.
Vor diesem Hintergrund wird
die Einigung zur Vorbedingung für weltpolitisches Mitspracherecht der
Europäer. Diese Sicht wird z.B. von Eckard Lübkemeier vorgetragen (Selbstbestimmtes
Subjekt statt fremdbestimmtes Objekt, 1/1997-Ausgabe von
IPG). Mit einem anderen Akzent formuliert Dirk Messner dieser Forderung
(Kooperative Weltmacht. Die Zukunft der Europäischen Union in der
neuen Weltpolitik, IPG 1/2001). Siehe auch die Besprechung
von Helmut Schmidts Buch Die
Selbstbehauptung Europas in IPG 2/2001.
DIE „STAATSWERDUNG“ EUROPAS
Einigen Protagonisten der
Europäischen Einigung schwebte von Anfang an das Ziel der „Vereinigten
Staaten von Europa“ vor. Diesem Ziel wurde freilich von politisch
relevanter Seite immer wieder eine Absage erteilt. Das dominierende Leitbild
ist seit langem ein „Europa der Nationalstaaten“. Vorstöße, wie
der von Bundesaußenminister Joschka Fischer oder später von Bundeskanzler
Gerhard Schröder, in Richtung auf eine stärkere Betonung und institutionelle
Verankerung des quasistaatlichen Charakters der Union, werden reserviert
aufgenommen. Andererseits hat die EU im Laufe der bisherigen Integration
– vor allem der wirtschaftlichen – de facto Züge von Staatlichkeit angenommen.
Weil man an der Aufgabe immer schwerer vorbei kommt, diese de-facto-Staatlichkeit
explizit in Einklang mit wichtigen politischen Grundprinzipien zu bringen,
wurde die Konvention unter Leitung von Giscard d'Estaing ins Leben gerufen.
Sie soll diese Aufgabe abseits vom EU-Routinebetrieb in Angriff nehmen.
Zentrale Themen sind hier (a) das Demokratiedefizit der EU-Entscheidungsprozesse,
womit untrennbar auch die Frage des europäischen "Demos" und damit der
europäischen Identität verbunden ist, (b) die Gewaltenteilung zwischen
den verschiedenen Regierungsebenen der EU, (c) die Entscheidungseffizienz
der Union. Im Zusammenhang mit dem letzt genannten Thema wird die Debatte
um die „Vertiefung“ der Integration weiter geführt. Die diversen Dimensionen
der seit Mitte 2001 intensivierten europaweiten Debatte zur künftigen
Staatlichekeit der EU werden in dem IPA-Politikinfo "Europa:
Eine Bundesrepublik mit begrenzten Kompetenzen? Die Europapolitik der
SPD im internationalen Vergleich" herausgearbeitet. Einen
überblicksartigen Zugang zu dem gesamten Komplex bietet die Besprechung
von Patrick Zilteners Buch Strukturwandel
der europäischen Integration. Die Europäische Union und die Veränderung
von Staatlichkeit in der 3/2000-Ausgabe von IPG.
Demokratische Entscheidungsprozesse
Die EU macht die Problematik
der Demokratie in supranationalen Entscheidungsprozessen in besonders
krasser Weise deutlich. Der „naturwüchsige“ Verlauf der Vergemeinschaftung
von Problemlösungen führt dazu, dass immer mehr Entscheidungen zwischen
Regierungen ausgehandelt werden. Die tendenzielle Folge ist, dass (a)
die Kontrollmöglichkeiten der nationalen Parlamente und damit des Volkes
und (b) die Entscheidungsbefugnisse der nachgelagerten politischen Ebenen
(Länder, Kommunen) ausgedünnt werden.
Hinzu kommen die Anpassungszwänge,
mit denen der Wettbewerb im offenen europäischen Markt die staatliche
Regelungsautonomie aushebelt - so wie dies weltweit als Folge der Globalisierung
befürchtet wird. Darüber schreibt Michael Dauderstädt in der 2/2002-Ausgabe
von IPG (Anpassungszwänge
und Legitimationsverlust: das europäische Dilemma, siehe auch Fokus Globalisierung
und Gerechtigkeit: Mehr Markt, weniger Marktordnung).
Ein Weg, das Demokratieproblem
zu lösen, setzt auf das europäische Parlament. Auf die Ausweitung
seiner Befugnisse zielt eine gängige Forderung. Siehe hierzu die Arbeitspapiere
der AG Europäische Einigung „Eine
erweiterte EU braucht größere Entscheidungsfähigkeit und mehr Demokratie“
(Jan. 1999) sowie „Das
Europäische Parlament stärken: Das Europäische Parlament kontrolliert
die Europäische Union ‑ Nationale Parlamente kontrollieren ihre
Regierungen„ (Mai 1997) bzw. umfassend Andreas Maurer:
Demokratie in der Europäischen Union nach Amsterdam in der 4/1997-Ausgabe
von IPG. Siehe auch die Besprechung zu Democracy
in Europe in IPG 4/2001. Die Befugnisse des Europäischen Parlamentes
konkurrieren allerdings mit denen der nationalen Parlamente. Welchem Kollektiv
soll das Recht zugestanden werden, Minderheiten zu überstimmen: der eigenen
Nation oder dem europäischen "Volk"? Diese Probleme werden eingehend diskutiert
von Marcus Höreth in der 1/1998-Ausgabe von IPG (Warum
sich das Vereinte Europa mit der Demokratie schwer tut).
Um dem Trend des unkontrollierten
Exekutivhandelns auf EU-Ebene entgegenzuwirken, wurde auch vorgeschlagen,
auf nationaler Ebene Volksabstimmungen zu wichtigen EU-Entscheidungen
durchzuführen. Michael Dauderstädt diskutiert dies in dem IPA-Politikinfo
Demokratisierung
der Integration. Volksabstimmungen zur Erweiterung und Vertiefung der
EU.
Europäische Identität
Die Demokratiefrage ist untrennbar
mit der Identitätsfrage verbunden. Höreths "Legitimitätstrilemma"
(Warum sich das
Vereinte Europa mit der Demokratie schwer tut in IPG 1/1998)
liegt die gängige Diagnose zugrunde, dass die Nation nach wie vor der
Identitätsanker für die europäischen BürgerInnen sei. An dieser Überzeugung
rüttelt Klaus Pöhle in der 3/1998-Ausgabe von IPG (Ist
europäische Identität unmöglich?). Zur Identitätsfrage siehe
auch Michael
Dauderstädt: Der Kirchturm und sein Horizont. Identität und Grenzen Europas
(Eurokolleg 42, 1999).
Gewaltenteilung in der
EU
Die zunehmende Häufung von
Entscheidungsbefugnissen in Brüssel wird unabhängig von der Frage nach
der Mitwirkung des Volkes als Problem gesehen. Denn sie verletzt das Subsidiaritätsgebot,
das für jedes politische Gemeinwesen gelten soll, und sie unterminiert
den föderalen Charakter von Staaten wie der Bundesrepublik Deutschland
oder Spanien. An dieser Diagnose vor allem setzt die Forderung nach einer
EU-Verfassung an. Siehe hierzu z.B. Uwe
Leonardy: Kompetenzabgrenzung
statt Zielvorgaben. Zur Weiterentwicklung der Europäischen Union
(IPG 2/2001) und Markus
Engels: Die europäische Grundrechtecharta: Auf dem Weg zu einer europäischen
Verfassung? (Eurokolleg 45,2001).
Entscheidungseffizienz
der EU
Das Aushandeln von Entscheidungen
zwischen den Regierungen aller Mitgliedsstaaten und die nachfolgende Ratifizierung
durch alle nationalen Parlamente ist nicht gerade die effizienteste Methode,
um den diversen Problemen, zu deren Lösung sich die europäischen Länder
u.a. zusammengeschlossen haben, zu begegnen. Zumal, wenn Einstimmigkeit
gefordert ist! Der naheliegende Ausweg besteht darin, vom Entscheidungsmodus
der zwischenstaatlichen Verhandlungen abzurücken und den „Quasistaat“
EU stärker mit dem Entscheidungsmechanismus einer demokratischen Regierung
auszustatten. Hierauf zielt der Vorstoß von Bundeskanzler Schröder
vom Frühjahr 2001. Siehe auch die Arbeitspapiere des "Arbeitskreis
Europäische Integration" „Eine
erweiterte EU braucht größere Entscheidungsfähigkeit und mehr Demokratie“
(Januar 1999), „Die
institutionelle Reform der EU sollte sich auf wenige zentrale Aspekte
beschränken" (November 1999) und „Die
Europäische Union braucht eine handlungs- und leistungsfähige Kommission"
(Mai 1999).
Die Effizienz hängt
aber auch mit der Entscheidungslast zusammen, die sich das vereinte Europa
aufbürdet. nicht zuletzt im Hinblick darauf wird eine Beschränkung
der Union auf supranationale Kernaufgaben gefordert (z.B. Relegierung
von Struktur- und Agrarpolitik auf die nationale Ebene).
Vertiefung der Integration
Während einerseits das Unbehagen
am „unkontrollierten“ Ausmaß der Integration wächst, legen andererseits
eine Reihe von Herausforderungen eine Vertiefung der Integration nahe.
Die Probleme, die mit Hilfe der europäischen Einigung besser in den Griff
gebracht werden sollen (siehe oben Warum europäische
Einigung?) haben ihre eigene Dynamik, die
sich nicht leicht in die Koordinaten der diversen Verfassungsdebatten
einordnen lässt. Entsprechend divergiert die Prioritätensetzung zwischen
jenen, die die Problemlösungsfähigkeit Europas, und jenen, die
die grundlegende Legitimität der Union in den Vordergrund stellen. An
dieser Divergenz setzt die Idee einer differenzierten Integration an,
die den Mitgliedsstaaten eine gewisse Wahlfreiheit hinsichtlich des Grades
(und des Zeitpunktes) der Integration überlassen will und die bereits
selektiv realisiert wurde (Schengener Abkommen, Währungsunion, Sozialklausel).
Hierher gehört auch die Idee einer „europäischen Avantgarde“, die
der ehemalige Kommissionspräsident Jacques Delors in der 1/2001-Ausgabe
von IPG diskutiert (Für
eine neue Dynamik im europäischen Integrationsprozess).
DIE OSTERWEITERUNG DER
EUROPÄISCHEN UNION
Die sukzessive Aufnahme mittel-
und osteuropäischer Staaten in die EU liegt gleichsam in den friedenspolitischen
Prämissen des europäischen Einigungsprojektes begründet (siehe oben Europäische
Einigung als Friedensprojekt). Für die Beitrittskandidaten
verbindet sich damit auch die Vorstellung des (Wieder)Anschlusses an die
„westliche Zivilisationsdynamik“ (z.B. György Konrád: Paradoxe vor
den Toren des Reiches. Die Herausbildung einer europäischen Gesellschaft
in IPG 4/1996) sowie konkreter die Perspektive wirtschaftlicher Besserstellung.
Während die Grundphilosophie
der Osterweiterung wenig umstritten ist, haben sich Debatten an mehreren
Fragen entzündet. Sie betreffen die Themen:
Wirtschaftlicher
Nutzen für die Beitrittsländer
Die – ihrem Wesen nach entwicklungspolitische
– Frage nach dem wirtschaftlichen Nutzen für Osteuropa wird selten aufgeworfen,
da dieser Nutzen als selbstverständlich angenommen wird. Michael Dauderstädt
sieht dies anders. (Die
wirtschaftlichen Folgen der EU-Integration für die Beitrittskandidaten,
Politikinformation Osteuropa 84, Das
differenzierte Europa differenziert erweitern, IPG 3/1998,
Euroskepsis
im Osten. Schwierigkeiten und Bedenken beim EU-Beitritt,
Politikinformation Osteuropa 75). Aber auch er konstatiert bei angemessener
nationaler Wirtschaftspolitik Chancen für eine rasche Wohlstandssteigerung
in den künftigen Mitgliedsländern (Überholen, ohne einzuholen. Irland, ein Modell
für Mittel- und Osteuropa?, April 2001). Siehe auch die Besprechung des
Buches "EU
Enlargement and its Macroeconomic Effects in Eastern Europe"
in IPG 4/2001.
Kosten für die
derzeitigen Mitgliedsländer
Dominiert wird die Debatte
um die Osterweiterungsdebatte von der Befürchtung, dass auf die Altmitglieder
der EU hohe Kosten zukommen in Form von (a) Nettozahlungen an die Beitrittsländer
bzw. des Verlustes bisheriger EU-Beihilfen, (b) Arbeitsplatzverlusten
aufgrund östlicher Billigkonkurrenz und (c) eines Zustroms östlicher Arbeitskräfte.
In einer umfassenden Untersuchung zeigen Wolfgang Quaisser u.a., dass
diese Befürchtungen weitgehend unfundiert sind (Die
Osterweiterung der Europäischen Union: Konsequenzen für Wohlstand und
Beschäftigung in Europa, März 2000).
Angemessene
Vorbereitung der EU
Die Prognose begrenzter Beitrittskosten
basiert auf der Annahme, dass die EU ihre ausgabenwirksamen Politikprogramme
vorher reformiert. Zum Teil ist dies im Rahmen der Agenda 2000 bereits
geschehen. Aber die Zweifel mehren sich, ob dies ausreicht. Weitergehende
Forderungen erhebn Wolfgang Quaisser und John Hall in IPG 3/2001 (Making
the European Union Fit for Eastern Enlargement) und die AG Europäische
Integration erhoben (Die
EU braucht weitere Reformen der GAP vor der Osterweiterung,
Mai 2000).
Ein zusätzlicher Punkt
ist, dass die Entscheidungsprozesse ohne weit reichende Reformen für eine
Union mit so vielen Mitgliedsstaaten nicht mehr praktikabel sind (siehe
hierzu oben Entscheidungseffizienz der EU).
Beitrittsbedingungen
Die EU setzt voraus, dass
sich neue Mitgliedsländer den „Regeln des Clubs“ anpassen, also die Entscheidungen
übernehmen, die in der Vergangenheit zur Angleichung bzw. Abstimmung einer
Vielzahl von Politikbereichen getroffen wurden („acquis communautaire“).
Dies stellt die östlichen Beitrittskandidaten vor hohe Anforderungen,
denen sie meist erst nach Jahren der Vorbereitung gewachsen sind. In der
Tat bestimmt die unterschiedliche Fähigkeit der einzelnen Länder zur Übernahme
des „acquis communautaire“ in hohem Maße den zeitlichen Fahrplan der Osterweiterung.
Franz-Lothar Altmann zieht eine Zwischenbilanz in der Nr. 87 der Reihe
Politikinformation Osteuropa (EU-Osterweiterung:
Eine komparative Bewertung der Fortschrittsberichte von zehn Kandidaten,
Januar 2001). Siehe auch The Polish Transformation from the Perspective
of European Integration Euro-Monitoring.
Aber auch andere Überlegungen
kommen ins Spiel. Geht es prioritär um die demokratische Stabilisierung
in Mittel- und Osteuropa, sollte evtl. die Messlatte anfangs etwas tiefer
gehängt werden. Andreas Wittkowsky diskutiert das hier zutage tretende
Dilemma zwischen Stabilisierungsziel und Stabilität als Vorbedingung im
Eurokolleg 43 (Stabilität
durch Integration? Südosteuropa als Herausforderung für die Europäische
Union). In diesem Zusammenhang ist auch die Idee variabler
Beitrittsbedingungen zu sehen. Hierfür plädiert Michael Dauderstädt in
der 3/1998-Ausgabe von IPG (Das
differenzierte Europa differenziert erweitern).
EUROPÄISCHE AUSSEN- UND SICHERHEITSPOLITIK
Wem die Vereinigten Staaten
von Europa als Endziel der Europäischen Einigung vorschweben, sieht die
Etablierung einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik als wichtigen
Schritt dorthin. Auch der Gedanke einer wirksamen Verfolgung europäischer
Interessen in der Welt (oder auch nur ein gewisser europäischer Stolz
vis-a-vis der verbündeten Supermacht USA) lässt den Ruf nach ihr laut
werden (vgl. oben Die Europäische Einigung als politisches
Selbstbehauptungsprojekt). Anderen Konzeptionen
der Europäischen Einigung hingegen (Einigung als wirtschaftliches Prosperitätsprojekt)
ist ein derartiger Integrationsschritt prinzipiell fremd. Gleichsam natürlich,
könnte man sagen, sträuben sich mehrere Mitgliedsstaaten gegen die damit
einher gehende Aufgabe nationaler Souveränität. Aber auch die Integrationsskeptiker
sehen ein abgestimmtes europäisches Vorgehen in wichtigen Fragen als wünschenswert,
bzw. ein unkoordiniertes Vorgehen als misslich an.
In diesem Feld von eher kurzfristigen
Opportunitäts- und langfristigen Finalitätsüberlegungen sind die konkreten
Versuche der EU-Staaten angesiedelt, (a) fallweise gemeinsames Vorgehen
zustande zu bringen und (b) taugliche Institutionen hierfür zu schaffen.
Sicherheitspolitik
Europas "sicherheitspolitische
Identität" ist durch das Bündnis mit den USA bisher gleichsam
definiert. Die Entwicklung im Anschluss an den 11. September 2001 hat
die derzeitige Alternativlosigkeit dieser Identität schonungslos deutlich
gemacht. Der Versuch europäischer Sicherheitspolitik hat vor diesem
Hintergrund unterschiedliche Konnotationen:
·
Stärkung des europäischen Gewichtes
im transatlantlischen Bündnis
·
finanzielle und politische Entlastung der USA
·
mehr Unabhängigkeit vom transatlantischen
Bündnis für den Fall auseinanderdriftender Interessen
Oliver Thränert analysiert
diesen Komplex in der IPA-Reihe "Frieden und Sicherheit" (Europa
als Militärmacht?Perspektiven der Gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik
der EU, Juli 2000). Siehe auch Burkard Schmidt in der 1/1998-Ausgabe
von IPG (Europäische
Integration und Atomwaffen). Zu den Perspektiven des transatlantischen
Bündnisses vgl. Fokus
Weltpolitik / Kräftekonstellation, Bündnisse, Geopolitik / Das
transatlantische Bündnis.
Politik gegenüber einzelnen Weltregionen
Gemeinsame europäische Außenpolitik wird seit längerem gegenüber einzelnen
Weltregionen betrieben, wenngleich auch hier die jeweiligen nationalen Politiken
- nicht immer abgestimmt mit der EU-Politik - weiterbestehen. Im Blickfeld
stehen zuvörderst die Nachbarregionen. Im Osten läuft diese Politik auf
eine sukzessive Einbindung der Nachbarn in die EU hinaus. Im Süden (Mittelmeeranrainer)
werden dauerhafte Kooperationsstrukturen aufgebaut, die es freilich auch
mit politischem Inhalt zu füllen gälte. Siehe hierzu die Besprechung der
Bücher Euro-Mediterranean
Partnership for the 21st Century in IPG 4/2001 und Bound
to Cooperate - Europe and the Middle East in IPG 3/2001 sowie Michael
Dauderstädt: Europa und Nordafrika: Mehr Paranoia als Partnerschaft
(Reihe Eurokolleg 36, 1996). Auch gegenüber entfernteren Weltregionen (Südostasien,
Lateinamerika) bestehen formale Ansätze einer EU-Politik.
DIE EUROPÄISCHE WÄHRUNGSUNION
Der Zusammenschluss von 11
EU-Staaten (Griechenland wird folgen) zur Europäischen Währungsunion (EWU)
steht auf zwei Begründungsbeinen:
(a) Er sei ein wichtiger
Schritt hin zu einer politischen Union und damit u.a. zur langfristigen
Konsolidierung des Friedensprojektes „Europäische Einigung“.
(b) Er schaffe bessere Voraussetzungen
für wirtschaftliche Prosperität im heutigen und künftigen weltwirtschaftlichen
Kontext.
Die Debatten zur zweiten
These sind inzwischen abgeebbt. Im Vordergrund stehen jetzt andere Fragen,
nämlich:
Wie soll die Europäische
Zentralbank (EZB) die konjunkturellen Signale einschätzen? Soll sie die
Zinsen senken, konstant halten oder erhöhen? Dies wird wohl ein Dauerdiskussionsthema
wie die Bayreuther Wagner-Inszenierungen bleiben. Aber es stellen sich
auch konzeptionelle Fragen: Wie soll die EZB mit divergierenden nationalen
Inflationsraten umgehen? Etwa dann, wenn Inflationierung sich als
Ersatz für eine wirtschaftlich sinnvolle, aber nicht mehr mögliche Währungsaufwertung
anbietet.
Die Anpassung der Wirtschaftspolitik
an den Fakt der Währungsunion
Weitere Fragen richten sich
auf die Abstimmung anderer Wirtschaftspolitik-Bereiche. Ein Überblick
dieser Problematik findet sich in der Besprechung des OECD-Bandes EMU
– Facts, Challenges and Policies in der 3/2000-Ausgabe von
IPG.
Hinsichtlich der staatlichen
Ausgabenpolitik, hat der sogenannte Stabilitäts- und Wachstumspakt
hier – manche meinen: allzu rigide und deshalb beizeiten revisionsbedürftige
– Vorkehrungen getroffen. Großer Abstimmungsbedarf wird dagegen in der
Steuerpolitik gesehen – und bestritten. Die These, dass dieser
Bedarf besteht, findet sich im Arbeitspapier Nr. 4 der AG Europäische
Integration (Binnenmarkt
und Währungsunion erfordern Angleichung der Unternehmens- und Kapitalbesteuerung,
Mai 1997), die Gegenthese – nicht nur EWU-spezifisch – in der 2/1999-Ausgabe
von IPG (Friedrich
Heinemann: Steuerpolitik im EU-Binnenmarkt: Harmonisierung oder Wettbewerb?).
Eine umfassende Diskussion bietet Stefan Bach im Eurokolleg 41(Steuerpolitik
in Europa zwischen Wettbewerb und Harmonisierung), einen Überblick
über die Debatte Alfred Pfaller in der IPA-Reihe Globalisierung und
Gerechtigkeit (Steuerharmonisierung
in der Europäischen Union: Argumente und Gegenargumente).
Auf die Dauer könnte sich
ein anderes Problem abzeichnen, nämlich die unterschiedliche Fähigkeit
der EWU-Länder, auf Nachfragesteigerungen und –änderungen ohne Preisauftrieb
zu reagieren. Rigide Strukturen in einigen Ländern könnten
nämlich die EZB eher auf die Konjunkturbremse treten lassen – zum Schaden
der Länder, die aufgrund ihrer flexiblen Strukturen ein höheres Wirtschaftswachstum
ohne Preisauftrieb verkraften könnten.
Ein weiteres Abstimmungsproblem,
das durch die Währungsunion akzentuiert wird, betrifft die Sozialstandards.
Denn erstens erleichtert die gemeinsame Währung den Kostenvergleich, zweitens
macht sie kostenkompensierende Abwertung unmöglich. Die zugehörige Debatte
wird resümiert im FES-Politik-Dossier
Europäische Währungsunion. Mehr hierzu siehe unten.
Für eine Zwischenbilanz
siehe die Besprechung des Buches EMU.One
Year On in IPG 4/2001.
EUROPÄISCHE SOZIALUNION?
Mit sozialen Fragen wurde
das Europäische Einigungsprojekt lange Zeit nicht in Verbindung gebracht.
Sie blieben fest im nationalen Zuständigkeitsbereich. Salopp ausgedrückt,
hatten Sozialdemokraten entsprechend wenig mit der Einigung „am Hut“,
wie Michael Dauderstädt im Eurokolleg 44 darlegt (Wege,
Umwege und Dritte Wege zu einem sozialen und demokratischen Europa).
In dem Maße jedoch, wie der funktionale Zusammenschluss zu einem quasistaatlichem
Gebilde heranwuchs, auf das sich zudem Identitätsvorstellungen projizierten,
wurden auch die sozialen Gestaltungsansprüche, die sich zunächst nur national
entfaltet hatten, auf dieses Gebilde übertragen. Das vereinigte Europa
als Ganzes sollte ein „soziales“, nicht nur ein wirtschaftliches sein.
Die entwickelte Sozialstaatlichkeit, die wir in vielen EU-Ländern finden,
wurde zum Identitätsmerkmal besonders im Vergleich mit den „neoliberalen“
USA erhoben.
Damit verbunden ist die These,
dass die Integration von den BürgerInnen auf Dauer nicht akzeptiert wird,
wenn es nicht gelingt, den sozialen Erosionserscheinungen, die seit Ende
der 70er Jahre in vielen EU-Ländern zutage treten, Einhalt zu gebieten
– egal, ob die Probleme besser auf nationaler oder EU-Ebene zu lösen sind.
Soziale Unterbietungskonkurrenz
und politische Gegenmaßnahmen
Die europäische Integration
wird mittlerweile aber auch als eine spezifische Bedrohung für die Sozialstaatlichkeit
ihrer Mitgliedsländer gesehen. Es besteht die Befürchtung, dass es zu
einer sozialen Unterbietungskonkurrenz zwischen den Mitgliedsländern
kommen könnte. Diese Befürchtung findet sich z.B. bei Benz/Boekh/Huster
in der 1/2001-Ausgabe von IPG (Der
neue Sozialraum Europa. Entwicklungstendenzen und Gestaltungsoptionen),
bei Arne Heise in der 2/1999-Ausgabe (Debatte:
Mehr Zentralisierung oder mehr Systemwettbewerb für die EU-Wirtschaftspolitik?)
bei Fritz Scharpf in der 2/1997-Ausgabe (Konsequenzen der Globalisierung
für die nationale Politik) und bei Wolfgang Streeck in der 4/1996-Ausgabe
(Die Ent-Zivilisierung des Kapitalismus. Gewerkschaften zwischen
Nationalstaat und Europäischer Union).
Als Antwort auf die drohende
Unterbietungskonkurrenz werden EU-weite Mindeststandards – welche
in ihrer Gesamtheit eine „Europäische Sozialunion“ begründen – gefordert.
Dies ist jedoch nicht nur politisch schwierig, solange nicht alle mitmachen,
sondern auch konzeptionell. Denn Mindest-Standards, die die wirtschaftlich
schwächeren Mitgliedsstaaten nicht überfordern, würden für andere Staaten
einen markanten sozialen Rückschritt darstellen. Einen weithin beachteten
Lösungsvorschlag für dieses Problem unterbreitet Klaus Busch in der 2/1998-Ausgabe
von IPG (Das
Korridormodell: ein Konzept zur Weiterentwicklung der EU-Sozialpolitik).
In der gleichen Ausgabe befasst sich Hans-Jürgen Urban mit den politischen
Aspekten des Problems (Stolpersteine
und Wegweiser auf der Straße zur Europäischen Sozialunion).
Die Befürchtung der Unterbietungskonkurrenz
wird freilich nicht von allen geteilt. Siehe z.B. Roland Vaubels Beitrag
zur Debatte:
Mehr Zentralisierung oder mehr Systemwettbewerb für die EU-Wirtschaftspolitik?
in der 2/1999-Ausgabe von IPG. Andere sehen eine gewisse Sozialkonkurrenz
als heilsames Gegengewicht gegen weit verbreitete Tendenzen zur Ineffizienz
(z.B. Wim Kösters’ Beitrag zur genannten Debatte).
Ein systematischer Überblick
über die Argumentestrukturen findet sich im Fokus:
Globalisierung und Gerechtigkeit.
Für einen Wirtschaftszeig
hat das vereinte Europa von Anbeginn Vorkehrungen gegen Preiswettbewerb
getroffen: die Landwirtschaft. Die Gemeinsame Agrarpolitik ist
ihrem Wesen nach eine - viel würden sagen: monströs pervertierte
- Schutzpolitik gegen das Wirken des Marktes. Zu ihrer konstitutiven Bedeutung
für die europäische Einigung siehe Werner
Kamppeter: European Integration and the Price of Peace (IPG 2/2000),
zu den Konsequenzen solchen Produzentenschutz-Primats Michael
Ehrke: Frisch auf den Tisch ... Die BSE-Krise, die europäische Agrarpolitik
und der Verbraucherschutz (IPG 3/2001).
Regionaler Ausgleich
Der Grundgedanke, dass das vereinte Europa der Ungleichheit Grenzen setzen
sollte, ist seit langem in der räumlichen Dimension akzeptiert. Dem liegt
u.a. folgende Überlegung zugrunde: Große integrierte Märkte weisen eine
Tendenz zu räumlicher Ungleichheit auf. Diese Ungleichheit kann den Zusammenhalt
der Union von zwei Seiten gefährden:
·
Die von der Marktdynamik benachteiligten Länder/Regionen
können die wirtschaftspolitische Disziplin, zu der die Mitgliedschaft
in der EU - oder gar der Währungsunion - verpflichtet, als Einschränkung
für eine aufholende Entwicklungspolitik wahrnehmen. Dann würden sie außerhalb
der EU besser fahren.
·
Die wohlhabenden Kernregionen Europas können sich
mangels Binnengrenzen innerhalb der Union nicht gegen die Probleme abschirmen,
die aus der Existenz von Armutszonen erwachsen.
Insofern ist der regionale Ausgleich der notwendige Preis der großräumigen
wirtschaftlichen Integration. Solcher Ausgleich erfolgt in der EU in Form
von Transferzahlungen (subsumiert unter dem Terminus "Strukturpolitik").
Diese sind aber nicht als immerwährende und tendenziell steigende finanzielle
Kompensation für unabänderliche Randlagen-Nachteile konzipiert, sondern
im Grunde als Hilfe zur aufholenden Wirtschaftsentwicklung. Deren Chancen
diskutiert Michael Dauderstädt in einem Konferenzpapier (Cohesive
growth in the enlarging Euroland: Patterns, problems and policies).
LITERATURTIPPS
Rüdiger Altmann: Guten Morgen, Abendland. Notizen zu einer politischen
Theorie der Vereinigung Europas. In: Die Neue Gesellschaft / Frankfurter
Hefte, September 2001
Themenschwerpunkt "Changing Patterns of European Security and Defense"
in International Affairs, July 2001
Kurt P. Tudyka: Go West. Plädoyer für einen Beitritt der europäischen
Staaten zur Amerikanischen Union. In: Vorgänge, Juni 2001
Undine Ruge: Demokratisch, praktisch, gut? Das "Europa der Regionen"
und die Osterweiterung. In: Blätter für deutsche und internationale
Politik, Juni 2001
Peter Gowan: Die EU und die unsichere Zukunft des Ostens. In: Ost-West-Informationen,
Mai 2001
Douglas V. Verney: Modelle für ein föderales Europa. In: Blätter für
deutsche und internationale Politik, Mai 2001
Claus Offe: Gibt es eine europäische Gesellschaft? Kann es sie geben?
In: Blätter für deutsche und internationale Politik, April 2001
Frank Schimmelpfennig: The Community Trap: Liberal Norms, Rhetorical
Action, and the Eastern Enlargement of the European Union. In: International
Organization, Winter 2001
Themenschwerpunkt "Nach Nizza - Wo stehen Deutschland und Frankreich?"
In: Politische Studien, März/April 2001
Themenheft "Weichenstellung für Europa" Internationale Politik,
Februar 2001
Alexander Siedschlag: Die politische Institutionalisierung einer erweiterten
Europäischen Union. In: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft,
2001/1
Kurt W. Rothschild: Ach Europa: Einige kritische polit-ökonomische Notizen
zum Thema "Europa". In: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Februar
2001
Heinz Kleger: Bürgergesellschaft und Demokratie in Europa. In: WeltTrends
- Zeitschrift für internationale Politik und vergleichende Studien,
Frühjahr 2001
Klaus Gretschmann: Traum oder Alptraum? Politikgestaltung im Spannungsfeld
von Nationalstaat und Europäischer Union. In: Aus Politik und Zeitgeschichte,
26. Januar 2001.
Themenheft "Europäische Einigung" Aus Politik und Zeitgeschichte,
22. Dezember 2000.
Lutz Schrader: Die Osterweiterung der EU als Aufgabe der Politik - eine
sozialwissenschaftliche Perspektive. In: Berichte des IWVWW, Dezember
2000.
Martin Kolmar: Soziale Mindeststandards in Europa? In: Schmollers
Jahrbuch - Journal of Applied Social Science Studies, Heft 2, 2000.
Christian Meier: Das Problem einer europäischen Identität. In: Europäische
Rundschau 3/2000. M.
Rainer Lepsius: Welche Verfassung für Europa?. In: Gegenwartskunde,
3. Viertaljahr 2000.
Themenschwerpunk "Neue Konstellationen für Europa" In: InternationalePolitik
August 2000.
Themenheft "Europa oder Amerika? Zur Zukunft des Westens" Merkur
September/Oktober 2000.
Themenschwerpunkt "Projekt Demokratisches Europa", In: Berliner Journal
für Soziologie, Mai 2000.
Johan Joroen De Deken: gibt es ein empirisch verifizierbares europäisches
Gesellschaftsmodell? Review Essay in: Berliner Journal für Soziologie,
2/2000.
Themenschwerpunkt "Europe: where does it begin and end?" In: International
Affairs, July 2000.
Themenschwerpunkt "Der Fall Österreich". In: Europäische Rundschau,
2/2000.
Tanja A. Börzel: Europäisierung und innerstaatlicher Wandel. Zentralisierung
und Entparlamentarisierung? In: Politische Vierteljahresschrift,
Juni 2000
Georg Vobruba: Integration und Expansion. Zur Etweiterung der Interessensphäre
Europas. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, März
2000.
Riva Kastoryano: Des multiculturalismes en Europe au multiculturalisme
européen. In: politique étrangère, Printemps 2000.
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