Referat Westeuropa/Nordamerika und Japan

Bild: von Dennis Larsen lizenziert unter CC0 1.0

Die FES in den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada

Nach wie vor gelten die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) als die globale Führungsmacht. Nach den Erfahrungen in Afghanistan und im Irak sind die USA jedoch mehr denn je auf Bündnispartner angewiesen, um die politischen, wirtschaftlichen, militärischen, technologischen und sozialen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewältigen zu können. Dabei ist Deutschland mittlerweile auf vielen Gebieten zum wichtigsten Verbündeten in Europa geworden. Insbesondere in der Ukraine/Russland-Krise, aber auch in der Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise wurde dies besonders deutlich. Konflikte aus der jüngsten Zeit wie in der NSA-Affäre sowie bei den Themen Datenschutz oder TTIP stehen dem sehr engen und vertrauensvollen Miteinander der beiden Partner grundsätzlich nicht entgegen. Verlässliche Beziehungen sind in einem sehr wechselvollen innen- und außenpolitischen Umfeld wichtiger denn je.

Die Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft hat eine neue Qualität erreicht. Das politische System ist fast vollständig blockiert und gesellschaftlicher Wandel kann sich, wenn überhaupt, nur noch sehr langsam von unten entwickeln. Dies gilt für Fragen sozialer Gerechtigkeit, eine nachhaltige Umwelt- und Klimapolitik oder auch die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie Minderheiten. Systemische Blockaden wie die Finanzierung und Nominierung von politischen Kandidaten, der Zuschnitt von Wahlkreisen oder die Wählerregistrierung sind zu ernsthaften Hürden der amerikanischen Demokratie geworden. Überfällige Reformen zur Immigration, zum Waffenrecht oder zur Sanierung der Infrastruktur und des Staatshaushaltes können bislang nicht umgesetzt werden.

Kanada hat nach Jahren einer konservativen Regierung eine politische Wende zurück zu den alten Werten kanadischer Innen- und Außenpolitik vollzogen. Internationale Kooperation, soziale Gerechtigkeit und die Bewahrung einer offenen, liberalen Gesellschaft stehen wieder im Mittelpunkt des Regierungshandelns. Gesellschaftspolitisch steht Kanada Europa nahe, wodurch sich eine Reihe von Anknüpfungspunkten ergeben. Dazu gehören u. a. Fragen der Migration und Integration, des Umwelt- und Klimaschutzes oder der sozialen Gerechtigkeit.

Angesichts dieser innen- und außenpolitischen Herausforderungen will die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Washington D.C. (seit 1978) und Ottawa (seit 2008) den politischen Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Deutschland/Europa und Nordamerika unterstützen. Wir schaffen Kommunikationskanäle, fördern den Wissens- und Ideentransfer und helfen beim gegenseitigen Verstehen von Problemen und Herausforderungen. Die FES bringt Politiker_innen, Wissenschaftler_innen, Journalist_innen, Gewerkschafter_innen und weitere, an einem transatlantischen Dialog interessierte Multiplikator_innen zusammen und trägt dazu dabei, die transatlantische Partnerschaft an die Herausforderungen einer multipolaren Welt mit vielen nur noch gemeinsam lösbaren globalen Problemen anzupassen.

Publikationen USA

UN in focus

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New York ; Bonn

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Fernández, Alberto

Migración laboral y lucha social en la era Trump

El caso de Guatemala, El Salvador y Honduras
San Salvador

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Publikationen Kanada

Spindler, Gerald; Thorun, Christian

Analyse und Bewertung von CETA aus verbraucherpolitischer Perspektive

Bonn

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Gebert, Raoul

CETA - eine sozialdemokratische Perspektive aus Kanada

Raoul Gebert. - Berlin : Friedrich-Ebert-Stiftung, Referat Westeuropa/Nordamerika, März 2016. - 3 Seiten = 100 KB, PDF-File. - (Perspektive
Berlin

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