Friedrich-Ebert-Stiftung in der Mongolei

Bild: Sukhbaatar Platz in Ulaanbaatar von Baramsai Chadraaval 

Die Aktivitäten der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Mongolei

Die Mongolei hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine beachtliche und in Asien einmalige Transformation durchlaufen: aus dem kommunistischen „Satellitenstaat“ der Sowjetunion ist ein souveräner Nationalstaat und eine funktionierende parlamentarische Demokratie entstanden. Unter den Vorzeichen der Marktwirtschaft und dank reichhaltiger Rohstoffvorkommen hat sich das Land in kurzer Zeit von einem armen Agrarstaat zu einer weltmarktorientierten Rohstoffökonomie gewandelt.

Doch die mongolische Erfolgsgeschichte kennt auch Schattenseiten. Große Teile der Bevölkerung haben vom wirtschaftlichen Boom der vergangenen Jahre nicht profitiert, die Schere zwischen Arm und Reich wächst rasant. Politik und Wirtschaft sind von oligarchischen Strukturen geprägt, die Verankerung von Parteien und politischer Elite in der Gesellschaft ist schwach. Der Rohstoffboom geht mit massiven Umweltzerstörungen einher, der hohe Zuzug in die Hauptstadt Ulaanbaatar überfordert die öffentliche Infrastruktur. Um politische und soziale Teilhabe, eine gerechte Einkommensverteilung und ein sozial und ökologisch nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten, sind neue, innovative Ansätze in Politik und Gesellschaft dringend erforderlich.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist seit Mitte der 1990er Jahre in der Mongolei aktiv. Sie unterstützt politische, wirtschaftliche und soziale Reformprozesse mit den übergeordneten Zielen, die parlamentarische Demokratie zu stärken und eine sozial gerechte Wirtschaftsentwicklung zu fördern. Im Fokus der aktuellen FES-Arbeit stehen die Fragen, wie eine progressive Sozialpolitik, die soziale Sicherheit für Alle gewährleistet, entwickelt und wie die gewerkschaftliche Vertretung von Arbeitnehmer_innen in der Privatwirtschaft gestärkt werden kann. Weitere wichtige Themen unserer Arbeit sind die Gleichberechtigung von Frauen in Politik und Gesellschaft, der Ausbau der Presse- und Informationsfreiheit und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit der Mongolei. Die FES arbeitet mit einem breiten Spektrum staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure zusammen, zu ihren Partnern zählen u.a. Parteien, Gewerkschaften und prodemokratische Nichtregierungsorganisationen.

Publikationen

Feicht, Roland

Politische Krise in der Mongolei

Bonn

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Feicht, Roland

Regierungswechsel in der Mongolei

Befreiungsschlag der MRVP?
Bonn

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Kahl, Jürgen

Die Mongolei im Reformtief

Dauerkrise oder "zweiter Aufbruch"?
Bonn

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    Cilia Ebert-Libeskind

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    Bild: von FES 

    Im Mittelpunkt der Arbeit des Referats Asien und Pazifik steht die Förderung der demokratischen Entwicklung und der sozialen Dimension des Wirtschaftswachstums in Süd-, Südost- und Ostasien. Dem internationalen Dialog in Asien selbst sowie zwischen Asien und Europa und den Fragen der Krisenprävention misst die Stiftung in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung bei.

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