Friedrich-Ebert-Stiftung in Bangladesch

Bild: Academy of Work Fellows von FES Bangladesch 

Die Aktivitäten der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bangladesch

Bangladesch ist eines der bevölkerungsreichsten Länder weltweit. Obwohl Bangladesch weiterhin zur Gruppe der ärmsten Least Developed Countries (LDCs) gehört, konnte das Land seit der Wiedereinführung der parlamentarischen Demokratie im Jahr 1991 bemerkenswerte sozioökonomische Erfolge verzeichnen. Bangladesch gehörte beispielsweise zu den wenigen LDCs, die die Mehrheit der Millennium-Entwicklungsziele erreichen konnten. Die soziale, politische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes ist jedoch nicht ohne Risiken. Starke Spannungen zwischen Regierung und Opposition prägen das parlamentarische Klima und politische Proteste eskalieren regelmäßig zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Der schnelle Aufstieg einzelner Industrien, insbesondere der Textilbranche, hat Bangladesch hohe Wachstumsraten beschert; die Kehrseite des Booms sind schlechte Löhne, unsichere Arbeitsbedingungen und katastrophale Industrieunfälle. Die Gewerkschaften sind weiterhin kaum in der Lage, die Anliegen der Arbeitnehmer_innen effektiv zu vertreten. Zudem gehört Bangladesch zu den am meisten vom Klimawandel betroffenen Ländern weltweit.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist seit 2013 mit einem Büro in Dhaka vertreten. Zentrales Anliegen unserer Arbeit ist es, Dialogplattformen zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zu schaffen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit den bisher schwachen Gewerkschaften und gewerkschaftsnahen Organisationen sowie der Durchsetzung der Kernarbeitsnormen. Darüber hinaus arbeitet die FES mit Vertreter_innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Think Tanks,  Medien und Wissenschaftler_innen zusammen. Die FES fördert zudem den regionalen Dialog mit Myanmar und Indien sowie die Einbindung Bangladeschs in internationale Foren.

Zielgruppen der gesellschaftspolitischen Aktivitäten der FES in Bangladesch sind sowohl staatliche wie auch zivilgesellschaftliche Einrichtungen. Das Projektangebot richtet sich an Entscheidungsträger_innen, Multiplikator_innen und Nachwuchskräfte der Gesellschaft. Gemeinsam mit ihren Partnerinstitutionen setzt sich die FES in Bangladesch für vertrauensbildende Dialoge, gerechte industrielle Beziehungen und gerechtere Arbeitsbedingungen ein. Zudem unterstützt sie angesehene Wissenschaftler_innen aus Bangladesch dabei, sich auf globaler Ebene, beispielsweise bei den Vereinten Nationen, für die Belange von Entwicklungsländern und insbesondere der LDCs einzusetzen.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Bangladesch auf der Website des Landesbüros Bangladesch

Publikationen

Nazneen, Sohela

The women's movement in Bangladesh

a short history and current debates
Dhaka

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Who benefits from trade?

Findings on the link between trade and labour standards in the garment, footwear and electronics industries in Bangladesh, Cambodia, Pakistan, and Vietnam
Singapore

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Zimmer, Reingard

Corporate responsibility in the "Bangladesh Accord"

Which regulations are transferable to other supply chains?
Berlin

Publikation herunterladen (200 KB, PDF-File)


Zimmer, Reingard

Unternehmensverantwortung im "Bangladesh-Accord"

Welche Regelungen sind übertragbar auf andere Lieferketten?
Berlin

Publikation herunterladen (210 KB, PDF-File)


Rahman, Mustafizur; Bari, Estiaque

The political economy of change

escaping the middle-income trap: perspectives from Bangladesh
Dakah

Publikation herunterladen (530 KB, PDF-File)


  • Kontakt

    Kontakt

    Regine Schubert

    Referat Asien und Pazifik
    Friedrich-Ebert-Stiftung
    Hiroshimastraße 28
    10785 Berlin

    030 26935-7465
    030 26935-9250

    E-Mail-Kontakt


    Franziska Korn

    Friedrich-Ebert-Stiftung
    Bangladesh Office
    Plot No 89
    Holding No B-96
    Road No. 4 (Bir Uttam Jalaluddin Sharak)
    Banani
    Dhaka 1213

    ++880 2 550-34362

    ++880 2 550-34364

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  • Expertise
    Bild: von FES 

    Im Mittelpunkt der Arbeit des Referats Asien und Pazifik steht die Förderung der demokratischen Entwicklung und der sozialen Dimension des Wirtschaftswachstums in Süd-, Südost- und Ostasien. Dem internationalen Dialog in Asien selbst sowie zwischen Asien und Europa und den Fragen der Krisenprävention misst die Stiftung in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung bei.

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