Friedrich-Ebert-Stiftung in Afghanistan

Bild: Mazar-e-Sharif von FES, Mirco Günther 

Die Aktivitäten der Friedrich-Ebert-Stiftung in Afghanistan

Mit dem Abzug des Großteils der internationalen Truppen im Jahr 2014 und dem Zustandekommen der Regierung der Nationalen Einheit unter der Führung von Präsident Ashraf Ghani und Regierungsvorstand Abdullah Abdullah begann für Afghanistan ein neues Kapitel. Die internationale Folgemission „Resolute Support“ hilft den afghanischen Sicherheitskräften, die Verantwortung über die Lage im Land vollständig zu übernehmen. Ein ambitioniertes Reformprogramm soll die weiterhin stark durch Gebermittel und illegale Tätigkeiten geprägte Wirtschaft dabei unterstützen auf eigenen Beinen zu stehen. Trotzdem sieht sich das Land weiterhin mit großen Herausforderungen konfrontiert: eine nur bedingt konsensfähige Regierung, und eine erst in Ansätzen entwickelte Zivilgesellschaft sehen sich einem überwältigenden Maß an Korruption, einer sich verschlechternden Sicherheitslage, in der die Taliban wesentliche Teile des Landes kontrollieren, und erstarkten parallelen Machtstrukturen gegenüber. Verschärft wird die Situation durch eine tiefgreifende religiöse, ethnische und gesellschaftliche Fragmentierung der afghanischen Gesellschaft, auch die stetig wachsende Drogenproduktion trägt zu einer Zementierung aktueller Konfliktstrukturen bei.

In Afghanistan ist die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) seit 2002 mit einem Büro in der Hauptstadt Kabul vertreten. Mit ihren Aktivitäten konzentriert sie sich auf Themen und Arbeitsbereiche, die strategische Bedeutung für die Stabilisierung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, für die Konfliktbearbeitung und -transformation sowie für die Partizipation zivilgesellschaftlicher Akteure an der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Afghanistans haben. Bei diesen handelt es sich im Besonderen um junge, gesellschaftspolitisch progressive Akteure, afghanische Medienschaffende und Gewerkschaften. Im sicherheits- und wirtschaftspolitischen Themenfeld der regionalen Beziehungen Afghanistans stützt die FES Dialogbemühungen zwischen afghanischen, pakistanischen, indischen, zentralasiatischen und iranischen Akteuren. Die FES fördert so insgesamt die Befähigung reformorientierter Kräfte Afghanistans, damit diese ihre Aufgaben professioneller wahrnehmen und die Interessen der progressiven gesellschaftspolitischen Akteure besser artikulieren und vertreten können, um so zur Demokratisierung der afghanischen Gesellschaft beizutragen.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit auf der Website des FES-Büros in Afghanistan

Publikationen

"We knew that they had no future in Kabul"

why and how Afghan families decide to leave
Berlin

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Afghanistan post 2014: Likely future outcomes

envisioning Afghanistan post 2014 ; perspectives and strategies for constructive conflict resolution from the neighbourhood
New Delhi

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Mehta, Ashok K.

Afghanistan: elections in Afghanistan: The first democratic transition

envisioning Afghanistan post 2014 ; perspectives and strategies for constructive conflict resolution from the neighbourhood
New Delhi

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Chansoria, Monika

Afghanistan: convalescing the socio-political fabric

envisioning Afghanistan post 2014 ; perspectives and strategies for constructive conflict resolution from the neighbourhood
New Delhi

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Afghanistan's region: 2014 & beyond

joint declaration on regional peace and stability ; envisioning Afghanistan post 2014 ; perspectives and strategies for constructive conflict resolution from the neighbourhood
Berlin

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  • Kontakt

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    Benjamin Reichenbach

    Referat Asien und Pazifik
    Friedrich-Ebert-Stiftung
    Hiroshimastraße 28
    10785 Berlin

    030 26935-7452

    E-Mail-Kontakt


    Mirco Günther

    Kabul, Afghanistan

    ++93 (0) 700-280441
    ++93 (0) 799-338094

    E-Mail-Kontakt

  • Expertise
    Bild: von FES 

    Im Mittelpunkt der Arbeit des Referats Asien und Pazifik steht die Förderung der demokratischen Entwicklung und der sozialen Dimension des Wirtschaftswachstums in Süd-, Südost- und Ostasien. Dem internationalen Dialog in Asien selbst sowie zwischen Asien und Europa und den Fragen der Krisenprävention misst die Stiftung in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung bei.

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