Bild: Konferenz “20 Years of Democracy and the way forward“ mit Besuch von Kurt Beck, Roland Schmidt, Christiane Kesper und Manfred Öhm, von Jeremy Glyn Photography 

Südafrika

Als Regionalmacht ist Südafrika nicht nur im südlichen Afrika und auf dem afrikanischen Kontinent ein wichtiger Akteur, sondern gemeinsam mit den Schwellenländern Brasilien, Indien, China und Russland (BRICS) auch auf der internationalen Bühne. Weltweit gilt Südafrika als positives Beispiel für den friedlichen Übergang von einem Unrechtsstaat in eine Demokratie. Seit den ersten demokratisch durchgeführten Wahlen 1994 hat das Land große Konsolidierungsfortschritte gemacht.

Dennoch bleibt die politische, wirtschaftliche und soziale Transformation schwierig: Regierungsdefizite und eine zu enge Verflechtung von Politik und Wirtschaft fördern Patronage und Korruption. Das hohe Wohlstandsgefälle, soziale Ungleichheit und Massenarbeitslosigkeit gehen zu Lasten der mehrheitlich schwarzen Bevölkerung. Besonders stark betroffen sind Frauen und Jugendliche. Gleichzeitig ist die ehemalige Befreiungsbewegung, der African National Congress (ANC), der das Land in einer Allianz mit den Gewerkschaften und der kommunistischen Partei seit 1994 regiert, von inneren Machtkämpfen zerrissen. So stellt sich zunehmend die Frage, wie demokratisch die wohl auch in absehbarer Zukunft dominierende Partei bei der Lösung der massiven internen und externen Probleme vorgehen wird.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) leistet seit den 1980er Jahren gemeinsam mit ihren Partnern in Südafrika einen Beitrag zum demokratischen Transformationsprozess, indem sie den öffentlichen Dialog über Demokratie, nachhaltige soziale Marktwirtschaft und eine verantwortungsbewusste Außenpolitik fördert. Hierzu arbeitet sie zu Themen wie gute Regierungsführung, Geschlechtergleichheit, Entwicklungsstaat, alternative nachhaltige Wirtschaftsmodelle, gerechtere Einkommensverteilung und Arbeitsmarkt- sowie zu Klima- und Energiepolitik. Ein weiterer Themenbereich ist die außenpolitische Rolle Südafrikas. Zielgruppen der FES-Aktivitäten sind Entscheidungs- und Funktionsträger_innen sowie Multiplikatoren_innen im zivilgesellschaftlichen Bereich, in Politik und Gewerkschaften.

Ebenfalls in Johannesburg ansässig ist das FES-Kompetenzzentrum Gewerkschaften für Subsahara-Afrika zur Stärkung der Rolle der Gewerkschaften.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Südafrika auf der Website des Landesprojektes. 

Publikationen zu Südafrika

Vetten, Lisa

Political representation makes women's voices heard?

Lessons from South Africa
Maputo

Publikation herunterladen (340 KB, PDF-File)


Phillips, Ann L.

A terminal threat to state monopoly on the use of force?

the international search for answers to combating terrorism and violent extremism
Berlin

Publikation herunterladen (200 KB, PDF-File)


Phillips, Ann L.

The impact of identity politics on the monopoly on the use of force

Berlin

Publikation herunterladen (200 KB, PDF-File)


Pisani, André du

The security-development nexus

a view from Southern Africa
Berlin

Publikation herunterladen (210 KB, PDF-File)


Southern African security review

2015
Maputo

Publikation herunterladen (1,7 MB PDF-File)


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