Bild: FES-Büro Kigali von FES/Patrick Nsengimana 

Ruanda

Das politische System Ruandas und die Politik des Landes sind nach wie vor stark vom Genozid 1994 und seinen Auswirkungen geprägt. Im Staatsaufbau sind die Ziele einer konsensorientierten Gesellschaftsordnung angelegt. Ruanda zählt zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Afrika. Mit der „Vision 2020“ wird die Transformation des Landes zu einem Land der mittleren Einkommenskategorie angestrebt. Ruanda ist zudem ein wichtiges Land in der Ostafrikanischen Gemeinschaft, das als Antreiber von regionaler Integration anerkennt ist.

Die FES hat 2016 mit dem Aufbau eines Büros in Ruanda begonnen. Ein Schwerpunkt der Projektarbeit soll zukünftig auf die Stärkung sozialer Gerechtigkeit gelegt werden. Obwohl Ruandas Wirtschaftswachstum bemerkenswert ist, sind nach wie vor die Mehrheit der Menschen im informellen Sektor mit geringen Löhnen beschäftigt. Ruanda hat bereits enorme Fortschritte in vielen Bereichen der sozialen Wohlfahrt gemacht, die Regierung möchte das bestehende soziale Sicherungsnetz aber weiter ausbauen. Die bisher noch schwachen Gewerkschaften setzen sich für gerechtere sektorale Mindestlöhne und eine umfassendere soziale Grundsicherung auch für die große Mehrheit der bisher nicht in formaler Arbeit Beschäftigten ein. Hieran setzt die Arbeit der FES an.

Die FES arbeitet zudem mit ihren Partnern in Ruanda an einer sozial gerechten Ausgestaltung von Wirtschaftspolitik. Ruandas Wirtschaftswachstum und die Erfolge bei der Erreichung der Milleniumsentwicklungsziele sind weltweit anerkannt. Die Regierung hat sich verpflichtet, das Wirtschaftswachstum nachhaltig zu gestalten und es gleichzeitig an die Beschäftigungsförderung gekoppelt. Es gibt Anzeichen für eine wirtschaftliche Transformation in Ruanda. Gleichzeitig gilt es diese Erfolge nachhaltig zu gestalten und gesellschaftliche Ungleichheit zu reduzieren und Partizipation auf verschiedenen Staatsebenen zu stärken. Hieran arbeitet die FES mit ihren Partnern aus Organisationen Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft, Parteien und Regierung.

Publikationen zu Ruanda

Scheffler, Andrea

The inherent danger of hate speech legislation

a case study from Rwanda and Kenya on the failure of a preventative measure
Windhoek

Publikation herunterladen (650 KB, PDF-File)


Scheen, Thomas

Der Kongo und Ruanda

Konflikte in der Region der Großen Seen
Berlin

Publikation herunterladen


Mathieu, Hans

Wege aus der Hölle?

Ethik und Praxis humanitärer Intervention und der Völkermord in Ruanda ; review essay

Publikation herunterladen


Presentation of the Human Rights Award 2003 of the Friedrich-Ebert-Stiftung to the International Criminal Tribunal for Rwanda

award ceremony on Tuesday, May 20th, 2003

Publikation herunterladen


Verleihung des Menschenrechtspreises 2003 der Friedrich-Ebert-Stiftung an den Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda

Festveranstaltung am Dienstag, dem 20. Mai 2003
, 2003Bonn

Publikation herunterladen (1,8 MB)


  • Kontakt

    Kontakt Inland

    Elisabeth Bollrich

    Friedrich-Ebert-Stiftung
    Hiroshimastraße 17
    10785 Berlin

    030-269 35-77 29

    030-269 35-92 17

    E-Mail-Kontakt


    Bild: von FES 

    Kontakt Ausland

    Büro Ruanda

    Henrik Maihack
    Friedrich-Ebert-Stiftung
    P.O. Box 14932-00800
    EAK Nairobi
    Kenia

    +254 20 3748 338

    +254 20 3746 992

    E-Mail-Kontakt

  • Expertise
    Bild: von FES 

    Ansprechpartner

    Wir freuen uns, wenn Sie mit uns in den Austausch treten.

    Hier finden Sie unsere thematischen Ansprechpartner_innen.

nach oben