Bild: National Youth Bill von FES 

Ghana

Trotz bestehender Demokratiedefizite und Korruption entwickelt sich Ghana seit der Einführung politischer Reformen im Jahr 1991/92 politisch stabil. Seit 1992 werden regelmäßig freie und faire Wahlen durchgeführt. Sowohl die Wahlen als auch die Regierungswechsel verliefen bisher friedlich. Diese Entwicklung steht in starkem Gegensatz zur Entwicklung des restlichen Westafrikas, das seit vielen Jahren von Putschen, gewaltsamen Konflikten und politischer Gewalt gekennzeichnet ist. Die politische Entwicklung Ghanas wurde bis vor kurzem durch ein starkes Wirtschaftswachstum gestützt, das einseitig von Rohstofferlösen getragen wurde. Der internationale Verfall der Öl- und Goldpreise hat der wirtschaftlichen Entwicklung Ghanas einen starken Dämpfer versetzt. Im Jahr 2014 hat sich die Regierung an den Internationalen Währungsfonds (IWF) gewandt und um Unterstützung bei der  Verringerung ihrer Staatsschulden gebeten. Gleichzeitig nimmt die ungleiche Verteilung der Einnahmen zu, nur eine kleine Elite profitiert vom neuen Wohlstand des Landes. Statistisch gesehen ging die Armut zwar zurück, doch lebt der Großteil der Bevölkerung nach wie vor in ärmlichen Verhältnissen.

Um an die demokratischen Erfolge der Vergangenheit anknüpfen zu können, setzt sich die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit ihrer Arbeit für eine stärkere Kontrolle der Exekutive ein. Zu diesem Zweck kooperiert die FES mit dem Parlament und unterstützt die politische Teilhabe von jungen Erwachsenen und Frauen. Dazu beitragen soll auch der sozialdemokratische Dialog, den die FES mit der Oppositionspartei – dem National Democratic Congress (NDC) – führt. Eine der zentralen zukünftigen Herausforderungen liegt in der Entwicklung einer nachhaltigen und sozialen Wirtschaft, die in der Lage ist, breite Bevölkerungsschichten aus der Armut zu befreien. Damit eng verknüpft ist die transparente Verwendung der Rohstofferlöse. Die FES arbeitet deshalb mit Ministerien, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen an Konzepten zur strukturellen Transformation der ghanaischen Wirtschaft. Außerdem arbeitet die FES mit ihren Partnern vor Ort zu sicherheitspolitischen Themen.

Die FES ist seit 1969 in Ghana vertreten. Wegen eines Militärputsches verließ sie 1981 das Land und kehrte erst 1988 wieder zurück.

Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Ghana auf der Website des Landesprojektes.

Publikationen zu Ghana

Forst, Christopher

Ghana will den Wandel

Sozialdemokratischer NDC kann bei den Wahlen nicht überzeugen
Berlin

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Kopsieker, Fritz

Ein Stimmungsbild aus Ghana vor den Wahlen 2016

bleibt das Land Afrikas Vorzeigedemokratie?
Berlin

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Kuzu, Daniela; Kucharski, Alexander

The fading star?

Ghana's plea to the International Monetary Fund for help
Berlin

Publikation herunterladen (120 KB, PDF-File)


Plänitz, Erik; Kuzu, Daniela

Oil production and the transformation of livelihoods of communities in Ghana

Accra

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Hinske, Christoph

Ecosynomics - evidence of post-economic highg performance

Accra

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Aktuelle Meldungen

  • Christopher Forst | Publikation

    Ghana will den Wandel - Sozialdemokratischer NDC kann bei den Wahlen nicht überzeugen

    In Ghana hat ein Regierungswechsel stattgefunden: der sozialdemokratische National Democratic Congress (NDC) wurde durch die liberale New Patriotic...

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  • 15.12.2016 | News, Interview

    Ghana: Am Ende doch wieder friedlich

    Der bisherige Oppositionsführer Nana Akufo-Addo hat die Wahlen in Ghana mit fast 54 Prozent der Stimmen deutlich gewonnen.

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