Landesbüro Nordrhein-Westfalen

Montag, 22.05.17 - Bonn

Wie gerecht ist Deutschland? Soziale Ungleichheit und ihre Folgen

Eine Veranstaltung in der Reihe "Zukunftsdiskurse in Bonn"

Bild: von FES

Die soziale Ungleichheit hat in den letzten Jahren zugenommen. Davon gehen zumindest die meisten Studien aus. Gering Qualifizierte haben es zunehmend schwerer, eine angemessene Erwerbsarbeit zu finden. Immer mehr Menschen gelten als arm. Vom Armutsrisiko gefährdet sind besonders Alleinerziehende und Arbeitslose.
Die stabilisierende Mittelschicht schrumpft im unteren Bereich auch vor dem Hintergrund höherer Mieten und Lebenshaltungskosten. In Deutschland besitzen fast vierzig Millionen Menschen fast nichts.
Dagegen besitzen zehn Prozent der Bevölkerung mehr als 50 Prozent des gesamten Nettovermögens. Hochvermögende erhalten ihr Vermögen meist vererbt. Laut aktuellem Armut- und Reichtumsbericht lag das Volumen von Erbschaften und Vermächtnissen 2014 bei fast 40 Milliarden Euro, 2007 waren es noch knapp 22 Milliarden. Ungleichheit ist nicht nur ein soziales, sondern auch ein ökonomisches Problem. Sie schwächt auf Dauer die Volkswirtschaft und bremst Wachstum.
Die Mehrheit der Deutschen stellt eine fehlende Chancengleichheit in den Schulen und am Arbeitsplatz fest. Dabei kommt der Leistungs- und Chancengerechtigkeit in Deutschland ein hoher Wert zu.
Neben Inputs zur Entwicklung sozialer Ungleichheit und Maßnahmen zur Reduzierung wollen wir diskutieren:
Ist der gesellschaftliche Zusammenhalt bereits gefährdet? Was ist zu tun? Wie können wir Ungleichheit bekämpfen? Wie viel Gleichheit brauchen wir? Wo sollte der deutsche Wohlfahrtsstatt mehr investieren, wo sollte er anders besteuern?

19.00 Uhr    Begrüßung

Input 1: Wachsende Ungleichheit
Dr. Jan-Ocko Heuer, Humboldt-Universität zu Berlin
Input 2: Politik für mehr Gleichheit
Dr. Saša Bocancic, Universität Augsburg

19.40 Uhr    Podiumsdiskussion
Carolin Krause, Dezernentin für Soziales, Bildung und Gesundheit, Stadt Bonn (angefragt)
Nicola Berkhoff, Verband alleinerziehender Mütter und Väter NRW e.V.
Dr. Saša Bocancic
Dr. Jan-Ocko Heuer
Ulrich Kelber, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz

Moderation: Dr. Daniela Harsch

Schlagworte: FES NRW LB 03/2017, FES NRW LB 04/2017

Arbeitseinheit: Landesbüro NRW

Bosančić, Saša

Ungleichheit bekämpfen!

Wo der deutsche Wohlfahrtsstaat jetzt investieren muss
Bonn

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